#31 – “Die größten Mythen der Musikindustrie live @ splash! Festival”
Shownotes
Was hat der Begriff „Industry Plant“ mit der HipHop-Kultur zu tun? Warum geht es im Rap eigentlich immer um Authentizität? Wie sieht ein Knebelvertrag aus? Und welche Mythen gibt es eigentlich noch in der Musikindustrie? Um diesen Fragen nachzugehen ist das Deep Dive-Team zum splash! Festival gereist und spricht in unserem allerersten Live-Podcast auf einer Festivalstage mit Musikmanager und HipHop-Urgestein D-Bo und Tour- und Projektmanagerin Lille Rohne.
Welche Mythen sollen wir bei Deep Dive als nächstes enttarnen? Sagt es uns in den Kommentaren, auf den Social Media Accounts des Reeperbahn Festivals oder per E-Mail an deepdive@reeperbahnfestival.com.
Reeperbahn Festival Deep Dive - präsentiert von MusikWoche - ist ein Podcast der RBX GmbH
Redaktion & Recherche: Lina Burghausen & Alex Barbian
Produktdesign & Produktion: Christina Schäfers, Luisa Blotzki, Lou Böhm & Michael Götting
Studio: German Wahnsinn
besonderer Dank gilt dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
Die in diesem Podcast geäußerten Meinungen und Ansichten der Hosts sowie der Gäste spiegeln nicht notwendigerweise die Meinung der RBX GmbH wider. Der Podcast dient als Plattform für die Diskussion von Themen und den Austausch von Expert*innenmeinungen. Alle Inhalte sollen zur Inspiration und zur Anregung von Diskussionen dienen und stellen keine offiziellen Positionen oder Empfehlungen der RBX GmbH dar.
Diese Folge von Reeperbahn Festival Deep Dive wurde am 4. Juli 2026 aufgezeichnet. Jüngere Entwicklungen zum Thema konnten nicht berücksichtigt werden.
In der Folge erwähnte Quellen, Studien, Websites & weiterführende Literatur (in alphabetischer Reihenfolge):
bigFM: Shirin David: Industry Plant oder echtes Talent? https://www.bigfm.de/nachrichten/stories/shirin-david-industry-plant-oder-echtes-talent
Chicago Reader: How did the Industry Plant Take Root? https://chicagoreader.com/music/how-did-the-industry-plant-take-root/
Deutschrap ideal (Instagram): Rin über Industry Plants. https://www.instagram.com/p/DL2IGz_thDv/?img_index=2
DIFFUS: „Wildberry Lillet“ mit Nachgeschmack: Warum der Hass gegen Nina Chuba unbegründet ist. https://diffus.de/p/wildberry-lillet-mit-nachgeschmack-warum-der-hass-gegen-nina-chuba-ungerechtfertigt-ist/
Farout Magazine: Charting the Meteoric Rise of Billie Eilish. https://faroutmagazine.co.uk/charting-the-meteoric-rise-of-billie-eilish/
HipHop.de: Nina Chuba wehrt sich gegen „Industry Plant“-Vorwürfe. https://hiphop.de/magazin/news/nina-chuba-wehrt-sich-gegen-industry-plant-vorwuerfe-406296
Hortmann Law: A bis Z für Digital Creator: Die wichtigsten Red Flags und wie du sie vermeidest (Teil 2). https://www.hortmannlaw.com/articles/vertragsfallen-fur-musiker
Kanzlei Kotz: Künstlermanagementvertrag – Nichtigkeit eines Knebelvertrages.
https://www.ra-kotz.de/kuenstlermanagementvertrag-nichtigkeit-eines-knebelungsvertrages.htm
Kanzlei Kramatz: Künstlermanagementvertrag einer Sängerin als rechtswidriger Knebelvertrag. https://kanzlei-kramarz.de/kuenstlermanagementvertrag-einer-saengerin-als-rechtswidriger-knebelvertrag/
Kanzlei von der Brelje: Künstlervertrag. https://www.vdbrelje.com/musikrecht-medienrecht-taetigkeitsfelder/musikrecht/kuenstlervertrag/
Loud & Quiet: Just what is an Industry Plant anyway? https://www.loudandquiet.com/short/just-what-is-an-industry-plant-anyway/
Musikexpress: Knebelvertrag? Juju rechnet auf Instagram mit der Musikindustrie ab. https://www.musikexpress.de/knebelvertrag-juju-rechnet-auf-instagram-mit-der-musikindustrie-ab-3112367/
Rolling Stone: Schluss mit dem „Industry Plant“-Gerede! https://www.rollingstone.de/industry-plant-diskurs-3089877/
Sean Brown (YouTube): Was ist ein Industry Plant? https://www.youtube.com/watch?v=VY8NiI2kIsU
Tagesspiegel: Emotionen sind mein Kompass: Der Musiker Zartmann über Knebelverträge, Indentität und die Lust zu feiern. https://www.tagesspiegel.de/kultur/emotionen-sind-mein-kompass-der-musiker-zartmann-uber-knebelvertrage-identitat-und-die-lust-zu-feiern-13283491.html
The Post: Industry Plants: What’s the big deal? https://www.thepostathens.com/article/2024/02/industry-plants-ice-spice-fake-streams-mainstream-artists
Vice: Stop calling artists „Industry Plants“. https://www.vice.com/en/article/stop-calling-artists-industry-plants-tramp-stamps/
Vox: How „Industry Plants“ became the internet’s hottest Conspiracy https://www.vox.com/culture/24114819/industry-plants-music-pop-rap-internet-hottest-conspiracy
Wolfpack Entertainment
https://wpeberlin.com/#label
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo Splash!
00:00:02: Na?
00:00:04: Wie ist die
00:00:04: Stimmung?!
00:00:10: Cool, schön dass ihr da seid.
00:00:11: Schön das ein paar Leute es aus den Zelten geschafft haben.
00:00:15: Das wissen wir sehr zu schätzen.
00:00:17: Ihr seid hier bei einer Premiere.
00:00:20: Das ist der erste Live-Podcast von Reperband Festival Deep Dive.
00:00:25: Es ist für uns also für den wunderbaren Alex Barbian da drüben und für mich auch so'n bisschen in Full Circle Moment weil Wir seit vielen, vielen Jahren auf dem Splash unterwegs sind und auch irgendwie beruflich unsere Tais haben hier.
00:00:39: Also Alex hat viele Jahre die Social Media Formate mit moderiert – ich weiß nicht wie viel der Zeltplatz walks.
00:00:47: Es gibt es mit dir!
00:00:49: Ich
00:00:50: erinnere mich an Kameramantrichtern, also es gab denkwürdige Momente hier.
00:00:56: Ich habe zwei Jahre lang fest fürs Team Splash gearbeitet und hab hier tatsächlich auch ein Jahr lang diese Bühne kuratiert.
00:01:03: Deswegen ist es sehr wild heute selber hier zu sitzen.
00:01:07: und ja mit unserem gemeinsamen Projekt mit dem Podcast Rehbarband Festival Deep Dives sehr cool dass wir das hier machen können.
00:01:14: Genau, Lina Burkhausen.
00:01:16: Er hat ja gerade schon angeteasert ins Bläsch-Urgestein aber vielleicht kennt ihr sie aus unserem gemeinsamen Podcast über ihre PR-Agentur MonaLina.
00:01:25: Es ist mir jedes Mal ein großes Fest mit dir hier gemeinsam moderieren zu können.
00:01:30: Ja
00:01:31: und wie gesagt Alex Barbian kennt ihr als Musikjournalisten für diffus, die Zeit, für rap.de damals.
00:01:40: das war glaube ich dein Anfang goldene Zeiten.
00:01:43: Ich weiß nicht, ob hier jemand von den Anwesenden die Ratat-Doku gesehen hat.
00:01:47: Wenn ja dieser wunderbare Mann hat das Drehbuch mitgeschrieben und ich finde, dass verdient mal ein Applaus!
00:01:53: Ja sehr gut.
00:01:54: Danke.
00:01:56: Und ich finde wofür wir auch noch mal klatschen sollten ist dreihundertfünfundsechzig Female MCs also ein Label Das erste All Female Flinta Label in Europa.
00:02:08: Auch dafür einen Applaus.
00:02:09: Das hat Lina ja aus der Taufe gehoben damals.
00:02:14: Vielleicht kurz.
00:02:15: Wer kennt Reperband Festival Diebdive denn hier schon als Podcast?
00:02:19: Ja gut, alles klar!
00:02:21: Dann kurze Intro was wir jetzt machen.
00:02:24: der Podcast ist ein Musikbusiness-Podcast und wir nehmen uns in jeder Folge so ein großes Branchen Thema vor, versuchen aus möglichst vielen Seiten drauf zu schauen.
00:02:33: Was passiert da?
00:02:34: Wie kann man das verstehen?
00:02:35: Keine Ahnung und lassen immer verschiedene Expertinnen zur Wort kommen so auch heute.
00:02:40: Und ja, da geht es dann mal darum warum eigentlich gerade alle großen Stars ihre Kataloge verkaufen was der Rechtsruck für die Musikbranche bedeutet weil hier sich gerade die Festival-Landschaft verändert.
00:02:51: also wer so Bock auf solchen Nerdthemen hat oder generell irgendwie Bock hat den Business Part der Musikbranche zu verstehen Dann ist der Podcast
00:02:59: Genau, absolut.
00:03:01: Und wir holen also eigentlich jedes Mal verschiedenste Perspektiven von Leuten aus der Branche mit rein die eben tief in den Themen stecken.
00:03:08: DiebDive ist kein Hip Hop-Podcast, aber da Lena und ich eben seit Kindheit und Jugend wirklich Hip Hop inhaliert haben.
00:03:15: Haben wir immer so einen leichten Hip Hop Einschlag mit drin und lassen eben auch gerne KollegInnen aus der Szene zu Wort kommen.
00:03:22: also wenn wir auf den Splash sind sind vielleicht Namen wie Jusiu, Savi, Danny fromvonlaut.de, Zageta Vasoli vom Hip Hop Ball Sebastian Hinz von HHV oder auch Matilda Yelito Lisa Rütz zu nennen.
00:03:36: Hört also da gerne mal rein, gerade wenn ihr euch für die Business-Seite hinter der Musikwelt interessiert.
00:03:43: Einfach Repermann Festival Deep Dive eingeben auf dem Streaming-Plattform eurer Wahl!
00:03:49: Und dann würde ich sagen, gehen wir auch schon rein mit dem Thema was wir euch heute mitgebracht haben.
00:03:54: Das Musik-Business ist ja durchaus ein mysteriöser Ort zumindest wenn man so von außen drauf schaut.
00:04:00: auf der einen Seite gibt es das Schier unendliches kreatives Potenzial krasser Artists und absolut berechtigte Hypes.
00:04:07: Auf der anderen Seite steht es oft in Verruf stehende Business wo es gefühlt nur um Geld geht wo irgendwelche A&Rs mit Goldkettchen darüber entscheiden was das nächste große Ding oder so ähnlich.
00:04:19: Es rankten sich also unfassbar viele Mythen, fast schon Verschwörungstheorien um die Musikbranche und davon wollen wir uns heute ein paar anschauen.
00:04:29: Genau das machen wir nicht alleine wie ihr ja sehen könnt.
00:04:33: es ist eine illustre Runde mit uns auf der Bühne.
00:04:35: neben mir sitzt Lille Rohne.
00:04:39: Sehr schön, dass du da bist.
00:04:41: Auf
00:04:41: jeden
00:04:41: Fall!
00:04:42: Wir holen dir gleich noch einen Applaus ab.
00:04:44: Lina und ich haben in unserem Vorfeld unterhalten darüber, dass so ein Phantom bist in der deutschen Hip-Hop Szene weil viele Leute die Hip Hop jetzt nur als Fans verfolgen haben dich vielleicht gar nicht auf den Schirm.
00:04:56: dabei machst wirklich ultra krasse Sachen und wir haben seit vielen Jahren miteinander immer wieder zu tun.
00:05:01: ja Also einige der denkwürdigsten Live-Events der Rap-Szene hast du umgesetzt in den letzten Jahren.
00:05:06: Shows für Tua, für Max & Friends und in der Staatsoper in Stuttgart.
00:05:11: Du warst für Chimparator tätig und ja, was auch Tourmanagerinnen Projektleitung verartest wie Badmumps J also wirklich krass.
00:05:20: total schön dass du es hier her geschafft hast.
00:05:22: herzlich willkommen Lille.
00:05:23: ein Applaus!
00:05:27: Danke für die Einladung.
00:05:28: Genau,
00:05:30: und zu meiner Linken sitzt ein Gesicht was die meisten von euch wahrscheinlich kennen nämlich Dibo.
00:05:35: Du bist seit über fünfundzwanzig Jahren prägende Kraft in der Hip-Hop Szene.
00:05:39: du bist Chef des Labels und Verlags Wolfpack Manager unter anderem von Antifox was selbst auch Rapper mit einer wirklich bewegten Karriere.
00:05:47: Du warst eine Gründung der Labels I Love Money Records und er ist guter Junge beteiligt.
00:05:51: also Wenn man sich Deutschrap-Geschichte anguckt, dann kommt man an dir echt nicht vorbei.
00:05:55: Und dazu muss ich persönlich sagen bis zu so einer der integersten Männer die in der Branche kenne und das finde ich extrem cool!
00:06:02: Ich freue mich immer sehr wenn wir uns sehen und deswegen mal einen großen verdienten Applaus für Dibo bitte.
00:06:09: Vielen Dank
00:06:11: Ja.
00:06:11: und da dass hier ein Live-Pod Podcast ist.
00:06:15: Geht das natürlich nicht ohne offizielles Intro, deswegen nochmal officially herzlich willkommen bei Repa-Band Festival Deep Dive dem Podcast aus der Musikbranche für die Musikbranche präsentiert von Musikwoche – ja wir sagen das wirklich alles!
00:06:27: Heute live auf dem Splash Festival.
00:06:29: Ihr werdet weiterführende Links, Quellen und Infos sobald der Podcast dann veröffentlicht ist auch in den Show Notes finden.
00:06:35: also wenn ihr irgendwie noch mal was nachchecken wollt was wir hier sagen dann könnt ihr das gerne machen.
00:06:40: Und damit würde ich dir lieber Alex gerne die erste Frage überlassen.
00:06:44: Genau!
00:06:45: Die geht an euch beide, an die beiden Gäste Was es für euch eigentlich der krasseste Mythos denen's so im Musikbusiness gibt Wenn ihr so drüber nachdenkt.
00:06:55: Soll ich anfangen?
00:06:56: Gerne.
00:06:57: Ich glaube der größte Mythos, der sich für mich dann irgendwann zerschlagen hat ist dass das alles Spaß macht.
00:07:06: Dass wir alle
00:07:07: hier die ganze Zeit rumrennen morgens aufstehen total happy sind, dass wir in der Musikbranche sind überhaupt gar keine Probleme haben, Dinge zu finanzieren und uns mit allen super gut verstehen abends dann irgendwie je nach Interesse ein paar Drogen nehmen oder ein bisschen mit Groupies rumhängen.
00:07:23: Und Mama und Papa sind alle stolz und der Bürgermeister lädt uns zur Eröffnung des Stadtheile ein und dann gehen wir wieder zu Friedenpennen.
00:07:32: Stimmt!
00:07:32: Wir sind alle reich auf dem Weg.
00:07:36: Sehr guter Punkt.
00:07:37: Ja voll, also wenn wir was nicht sind dann sind wir reich würde ich sagen.
00:07:41: und mein Mythos der mir als erstes eingefallen würde wäre das Major Labels per se der Teufel sind Das würde ich wiederlegen wollen Und dass Erfolg planbar ist.
00:07:52: Ich finde dass es auch ein Mythos ist der sich immer noch hält den ich aber für Quatsch halte.
00:07:58: Spannend, ja.
00:07:59: also das sind auf jeden Fall zwei Punkte die uns auch direkt eingefallen sind als wir so gebrainstompt haben im Vorfeld.
00:08:04: Wir haben natürlich ein paar Mythen gesammelt ist echt faszinierend was es alles so gibt!
00:08:09: Wir werden hier jetzt natürlich nur so ein paar mythen irgendwie schaffen und gemeinsam sie ziehen können.
00:08:14: für mich persönlich der krasseste Musikbranchen-Mythos der immer wieder aufploppt natürlich dieser Mythos von Artists XY ist eine Industry Plant.
00:08:25: Ja und das ist so spannend, ich bin dann da mal reingegangen thematisch.
00:08:30: Und ich dachte immer dieser Mythos ist so richtig alt.
00:08:32: also dass es schon so seit es eine professionelle Musikindustrie gibt, dass man über Industry Plans spricht.
00:08:37: aber das stimmt gar nicht.
00:08:39: Kurz zur Frage wie viele von euch sind denn über dreißig?
00:08:42: Bisschen peinlich, okay mehr peinliche.
00:08:46: Krass, ich finde
00:08:47: erst neunzwanzig!
00:08:49: Ja
00:08:49: klar wir alle wer Über dreißig ist war wahrscheinlich irgendwann Anfang der zwei tausend zehner Jahre mal in irgendwelchen online Foren aktiv so könnte ich mir vorstellen.
00:09:00: also Ich auf jeden Fall, ich habe da quasi gewohnt War zum Teil auch nicht immer eine schöne Zeit aber tatsächlich kommt dieser mythos industry plant aus dieser zeit.
00:09:09: Also so zweitausend Zehner hip-hop foren es tatsächlich ein Hip Hop Industrie Mythos fand ich total spannend und Da ging so die Debatte los.
00:09:17: so hey Okay, hier ist gerade der neue Rising Star am Hip-Hop Himmel.
00:09:21: Die und die Person?
00:09:22: Das ist doch bestimmt eine Industry Plant!
00:09:24: Also wir haben es erfunden, die Hip Hop-Szene.
00:09:26: Yay!
00:09:28: Vielen Dank Hip Hop.
00:09:29: Ja nur für gute Sachen verantwortlich richtig gut.
00:09:33: Ja genau so richtig definieren was jetzt eine Industry plant ist gar nicht so richtig möglich.
00:09:40: ja das ist halt ein Internetbegriff den es keine klare Definition gibt.
00:09:44: Wir sind über einen Zitat von Rin Gestolper, der hat mal in einem Podcast Bro Science über Industry Plans gesprochen und bezog sich da eben sehr stark auf InfluencerInnen die plötzlich anfangen Musik zu machen.
00:09:58: Ich zitiere ihn Mal Social Media Star XY sei es jetzt früher Insta oder TikTok oder so, suggeriert irgendwann über das Management dass sie es interessant finden Musik zu machen und da gibt's dann einfach Cams die das einfach erledigen.
00:10:13: So das geht an die großen Majors.
00:10:16: Die haben ganze Teams die sich einzig und allein darum kümmern.
00:10:21: Da redet man von klassischen Money Jobs eigentlich für SongwriterInnen und ProducerInnen.
00:10:27: Dibo hast du mit sowas schon mal beruhiges Punkte gehabt?
00:10:31: Also wir arbeiten halt in einer Industrie und da gibt es natürlich Erwartungshaltung, die erfüllt werden sollen.
00:10:39: Und dementsprechend tut diese Industrie auf allen Ebenen natürlich ihr möglichstes um das Geld was man investiert wieder raus zu bekommen.
00:10:49: Das Vertrauen in bestimmte Künstler oder bestimmte Strukturen ist dann vielleicht nicht so groß als wenn man dass selber aufgebaut hat.
00:10:58: Oder wenn man selber entscheiden kann, wer schreibt ein Song oder so und deshalb ist das natürlich immer omnipräsent.
00:11:04: und war es auch schon zu meiner Anfangszeit dass Künstlerinnen und Künstlern sich von der Industrie haben teilweise beformen lassen oder helfen lassen oder haben dort Hilfe gesucht.
00:11:14: Es gibt dann verschiedene Abstufungen aber ich würde sagen zu behaupten man könnte das alles ohne Industrie bewerkstelligen.
00:11:22: Das halte ich zum Beispiel für Mythos.
00:11:26: Das heißt, dass dieses System von hey da kommt irgendeinen Influencer, Influenzerin die bisher Beautyprodukte vorgestellt hat und denkt sich jetzt Hey ich will jetzt auch mal Mucke machen.
00:11:37: Das ist eigentlich was wo die Musikbranche auch darauf wettet ein Stück weit weil es natürlich einen Artist potenzieller Artist ist mit Reichweite, wo man dann sagt hey wenn ich da als Investiere in Songwritingcams dann kriege ich relativ safe Geld X wieder rein und das rechnet sich.
00:11:51: Und kann damit vielleicht noch meine Musikautorinnern finanzieren oder so?
00:11:55: Ja, also ich glaube wir haben alle die im Musikbusiness-Bereich arbeiten schon auch den Anspruch dass dann gute Songs entstehen.
00:12:01: Ich glaube es würde Die aller wenigsten würden das durchgehen lassen wenn eine Person als Quereinsteiger ins Musikbusies kommt und dann die Songs einfach komplett scheiße sind.
00:12:11: Das gibt's hin und wieder auch mal.
00:12:13: aber ich glaub solange die Songs gut sind Kann man das dann irgendwie vertreten.
00:12:16: und ich denke Das ist halt nur eine Verdrehung von einer Situation, die es früher schon gab als noch keine Influencer gab.
00:12:23: Früher hat man gesagt vielleicht ist ein gutes Beispiel ich habe ja lange meine Karriere mit Bushido parallel verlaufen lassen wir haben zusammen gearbeitet und er hat ja auch quasi dieses Image als der ich sage jetzt absichtlich so Kanakenrapper bekommen und hat das dann auch gelebt und da könnte man auch sagen dass war ein Industry Move.
00:12:42: das ist jetzt auch nicht so intrinsisch von ihm gewollt gewesen.
00:12:46: Und dann hat es gut funktioniert und dann sind alle happy, wenn's nicht funktioniert, dann hätte man halt gesagt ja die industry hat mich halt voll dazu gezwungen das sind voll die wichser.
00:12:54: also.
00:12:55: von daher das gab es schon immer und ich halte es für legitim move solange die mucke danach cool ist und dass erlebnis für die fans irgendwie passt.
00:13:03: warum nicht?
00:13:05: Ich finde das so geil weil was du gerade erzählst spiegelt sowas wieder was in der branche so usus ist dass wenn irgendwas scheiße läuft dass immer die Industrie war.
00:13:14: Und wenn etwas richtig gut war, dann ist es der Grind Formatis so...
00:13:18: Oder wenn's scheiße läuft, sind die Fans einfach zu dumm?
00:13:21: Ja, gut das sowieso!
00:13:22: Es sind immer die Fans, nein.
00:13:24: Vielleicht noch mal zurück zum Thema Industry Plans.
00:13:26: Das wären natürlich nicht nur Influencerinnen potenziell als Industry Plants bezeichnet, die plötzlich anfangen Musik zu machen sondern eigentlich wird diese Bezeichnung extrem schnell gedroppt, wenn irgendwie ein Artist gefühlt aus dem Nichts übers Erfolgreich wird und dann wird so vermutet irgendwie ganz viel Cash dahinter steckt oder irgendwie familiäre Kontakte zur Musikindustrie und das ist dadurch eben der, die Künstler in extrem leicht hatte.
00:13:53: Oder es wird... unterstellt, dass es so eine Karriere ist die am Reisbrett entworfen ist also wo irgendwelche Musikindustrie Mogule dann im Büro sitzen mit Blick auf die Spree und sich überlegen ja was brauchen wir denn jetzt?
00:14:05: Wir brauchen auf jeden Fall Rapperin mit roten Haaren damit das erfolgreich wird oder keine Ahnung war's.
00:14:11: Und das Ding ist ja, dass die Leute gar nicht sehen was für einen Grind da oft einfach schon dahinter steckt bevor ein Artist irgendwie erfolgreich wird total leicht zu sagen so hey der oder die künstler an ist eine industry plant weil man irgendwie die Person jetzt erst wahrnimmt.
00:14:31: Aber man sieht halt nicht, wie viele Songs vielleicht schon veröffentlicht wurden und wieder offline genommen wurden weil sie halt nicht geknallt haben und weil man das Profil gerne sauber haben möchte oder wie viele Showcase-Festivals vor fünf Leuten irgendwie gespielt wurden oder wieviele Shows in Bitterfeld vor fünf Leuten war es halt die nächste größere Stadt ist oder keine Ahnung.
00:14:51: Das sieht man halt alles nicht!
00:14:53: Und schreit halt einfach dann immer nur ganz lauter.
00:14:55: Industry Planned
00:14:56: Ja, ich finde also ein Beispiel das die Absurdität von dieser ganzen Diskussion ganz gut zeigt ist ja aktuell Blumengarten.
00:15:03: in den USA wird gerade ja drüber debattiert ob die nicht eine Industry Plans sind.
00:15:08: Also für die Leute die eben vor einer Woche du bist gut genug zum ersten Mal gehört haben die davon ausgehen dass kommt völlig aus nichts.
00:15:16: hierzulande wird man jetzt bei dem Duo vermutlich eben nicht von Industry Plants sprechen weil man ihren Weg viel zu gut nachvollziehen kann.
00:15:24: Und der geht eben schon eine Weile länger und ist sehr romantisch, so.
00:15:28: Lille, fallen die weitere absurde Beispiele ein?
00:15:32: Bei den Artists vorgeworfen wurde sie sein Industry Plans obwohl das eben völlig an der Realität vorbei ging.
00:15:40: Ja also da sie mehrfach jetzt schon erwähnt wurde auf jeden Fall Batman's Jail.
00:15:45: bei ihr bin ich auch das erste mal über dem Begriff Industry Plan gestolpert.
00:15:49: tatsächlich Und das ist halt Quatsch, also da sitzt halt niemand im Label und sagt wir brauchen eine Rotarge Rapperin.
00:15:55: Im Gegenteil die war schon längst rot-harig bevor irgendwann mein Label auf sie aufmerksam geworden ist.
00:16:01: Die saß mit sechszehn Jahren im Kinderzimmer hat gerappt Hat festgestellt Sie hatten Talent und möchte es einfach gerne mit der Welt teilen.
00:16:07: Hat sich selbstständig ne Reichweite aufgebaut über TikTok Instagram und so weiter und sofort Irgendwann ist mein Monet auf sie eraufmerksam geworden hat sie auch einen Song geholt.
00:16:17: Dann hat sie irgendwann mal einen Plattenvertrag bekommen.
00:16:21: Und das war im Jahr zwei Tausend Neunzehn.
00:16:23: Dann hat die zwei Jahre gebraucht, um ein Album zu schreiben.
00:16:26: Mit dem sind wir dann in den Jahr zweitausends an Sie auf Tour gegangen und haben dann vor Ausverkauften Hallen gespielt.
00:16:31: Das waren Prozesse, das war ein jahrelanger Prozess.
00:16:34: Als wieder mit ihr unterwegs gewesen sind, es war eben auch das erste Jahr nach Corona.
00:16:39: Natürlich hat's dann so gewirkt wie Herr Krass!
00:16:41: Wo kommt sie denn her?
00:16:42: Warum hat sie so viele Follower?
00:16:43: Warum hatte sie ein Album?
00:16:45: Was
00:16:45: geht?!
00:16:46: Einiges ging da im Vorfeld.
00:16:48: Ich habe sie ja auch immer begleitet, oft getroffen auf dem Weg und so das Paradebeispiel für eine junge Künstlerin mit einer krassen Vision für eine eigene Karriere und dass es wirklich harte Arbeit ist und Brandenburgisches Hinterland.
00:17:02: Also genau eigentlich das Gegenteil dieses Vorwurfs muss man sagen.
00:17:07: Ja ich finde auch der Begriff Industry Plant ist so ein bisschen absurd, weil der halt einfach nicht in der Industrie benutzt wird sondern außerhalb.
00:17:16: Also von Leuten die nicht in Musikindustrie stattfinden und das ist ja so ein wenig quatschig.
00:17:21: also über eine Industrie zu sprechen mit denen man nichts zu tun hat, von denen man die Strukturen gar nicht kennt aber dann irgendwie über Künstlerinnen zu urteilen Weil man selber die halt vorher nicht auf dem Schirm hatte Das ist ja auch ganz oft... ...das halte ich irgendwie so ein bissel blitzig nicht ehrlicherweise
00:17:37: absolut
00:17:37: Und es wird doch oft von Camps geäußert, die ihrerseits dann auf einer anderen Ebene gar keines Gruppel haben.
00:17:46: Zum Beispiel ihre Künstler mit Fake-Streams oder irgendwie sowas zu pushen und das ist natürlich harte ehrliche Arbeit und es nicht sozusagen kapitalistischer Industry Move so.
00:17:58: Echte Macher!
00:18:02: Ich finde es witzig, du hattest gerade Bushido erwähnt und ich find dieser ganze Industry Plant Vorwurf steht ja ein Stück weit auch wieder in so einer Tradition von der Diskussion die wir im Hip-Hop seid.
00:18:16: Immer haben nämlich diesem furchtbaren Begriff Authentizität.
00:18:20: Und ja, es ist im Jahr zwanzig.
00:18:21: Wir reden auf dem Hip-Hop Festival über Authentzität.
00:18:24: Ich kann's auch nicht fassen Aber als ich mich damit beschäftigt habe musste ich an einer Debatte denken die wir in den zweitausendern super viel hatten Nämlich dieses Selloutdebatte Im hip hop so dass soweit irgendeinen artist einen sound geändert hatte oder irgendwie sich sehr krass einem amerikanischen vorbild orientiert hat oder eben Übelst erfolgreich war, wie eben ein Bushido plötzlich und die damalige deutsche Hip-Hop Szene das nicht so richtig gecheckt hat.
00:18:49: So... War sofort ja Sellout!
00:18:51: Und es ist so geil dass wir irgendwie Never Ending Story hier widersitzen und es am Ende wieder darum geht empfinde ich Artist XY als authentisch oder nicht?
00:19:00: Ja aber man muss natürlich dann gucken.
00:19:02: der Blickwinkel aus dem man das betrachtet kann sich natürlich ändern wenn du Hip Hop für dich entdeckst und es für dich wie eine Art Ideologie keine Ahnung vielleicht so ne Religion.
00:19:12: Du hast dann quasi die Codes und die Werte, und die Prinzipien verinnerlicht.
00:19:17: Und lebst auch danach... ...und dann kommt jemand und sagt ich bin auch hip-hop!
00:19:20: Ich mache es aber anders... ...dann hat diese Person plötzlich auch noch richtig Erfolg.. ..und ganz viele von deinem Freunden finden das neue Produkt besser.... Dann wirst du dich natürlich dagegen und sagst so ähjaaah... Das entspricht doch gar nicht dem Wert.
00:19:35: Ich glaube, dasselbe Phänomen gibt es in allen Kulturbereichen die irgendwie einen engen Korridor hatten früher.
00:19:42: So Punk und all sowas... erfolgreichen leuten haben die so ihre struggles erkennen aber nicht dass sie natürlich in dem fahrwasser selber total davon profitieren könnten.
00:19:52: und das finde ich schade.
00:19:54: da denke ich kann man viel mitnehmen und man kann ja auch ist eigentlich auch eine stärke.
00:19:58: wenn man sagt okay jemand anderes bringt nicht hundert prozent von dem mit was man ja eigentlich als künstlerin oder künstler so haben sollte und ich habe das identifiziert.
00:20:08: Na dann setzt es doch um und positioniere dich als die Institution, die quasi den Fans... ...die hundert Prozent, die man als Künstler bringen müsste, dann halt auch bringt.
00:20:18: Und das müsst ihr ja logischerweise besser funktionieren!
00:20:21: Wir hatten's im Vorgespräch ja... Es ist oft einfach Glück, dass man zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit dem richtigen Song... vor dem richtigen Publikum und den richtigen Medien Vibe oder so ist.
00:20:32: Und dann funktioniert es, dasselbe.
00:20:34: ein Tag später werden Rörg Repira geworden.
00:20:37: Das ist auch manchmal für den einen glücklich und für den anderen bitter!
00:20:42: Ja, es ist eben ein krasses Glücksspiel irgendwie diese Branche.
00:20:45: Und es ist dann auch verständlich dass super viele Artists halt sehr empfindlich darauf reagieren wenn sie eben als Industry Plan bezeichnet werden weil...
00:20:53: Es ist halt... Sorry das ich noch kurz.
00:20:54: die letzte Wortfalle... Voll gerne!
00:20:55: Ich war ja selber Künstler und dann sitzt du da mit A&R's oder so besprichts dein Album und dann sagen die ah ok okay der Song ist gut, der ist gut Die anderen zwölf sind alle scheiße und wir geben dir zwei tausend siehmonat fünfzig Euro Vorschuss.
00:21:11: Dann drei Monate später kommt ein Album raus, von dem du denkst hey aber das klingt ja wie das was ich abgegeben habe.
00:21:17: und dann erfährst du die Person hat irgendwie seventy tausend Euro Vorschuss bekommen.
00:21:21: Und natürlich ist dann auch in mir so dieser Ja okay klar die kommt einfach besser mit den Industrie Leuten zurecht.
00:21:27: und vielleicht ist es so oder es war irgendein anderer Zufall.
00:21:31: Aber Ich will auch gar nicht ausschließen dass die Industrie proaktiv ihre Mittel die sie hat nutzt und da und da Erfolg pflanzt oder die Chance auf Erfolg pflanzt.
00:21:41: Aber diese große Strategie, also ich habe sie früher nicht erkannt und heutzutage kann ich sie mir noch weniger vorstellen bei den Gegebenheiten, die wir im Musikmarkt haben – zumindest im Hip-Hop!
00:21:53: Ich glaube der Punkt ist auch ein Stück weit klar, dass die eine Seite ist die Industrieseite wo es diese Strategie vielleicht nicht gibt weil ganz ehrlich würde es die geben dann würden wir ja nur noch Industry Plants haben eine Checkliste gibt, mit der man quasi sagen könnte hey so wird es ein Erfolg.
00:22:12: Dann würde jeder Mensch, der irgendwie für einen Label arbeitet oder Management macht ja halt diese Checkliste abarbeiten und alle werden glücklich und reich haben leider schon darüber gesprochen.
00:22:20: das ist irgendwie nicht funktioniert hat zumindest bei uns allen nicht komisch.
00:22:24: was man aber natürlich auch sagen muss dass es natürlich in Wettbewerbsvorte ist wenn du halt irgendwie natürlich Cash hast.
00:22:31: Und anders in deine Karriere investieren kannst du am Anfang, wenn du irgendwie Eltern hast die vielleicht schon Kontakte haben in die Branche oder Freundinnen und das ist natürlich für einen ekelhaften Social Media Begriff zu nehmen für ein Nepo Baby leichter ist eine Karrierei im Rampenlicht sich aufzubauen als für die Tochter von einem Erzieher und der Däckerin.
00:22:54: Am Ende reden wir da auch ein Stück weit über Privilegien, die man einfach haben muss um eine Chance zu haben.
00:23:02: Ich fand das super spannend.
00:23:03: ich habe eine Studie gefunden aus UK wo untersucht wurde wie viele kreativ schaffende irgendwie einen familiären Background in der Arbeiterklasse haben und dieser Anteil hat sich von den Siebzigern bis heute halbiert.
00:23:19: es war noch nie viele inzwischen sind sieben Komma neun Prozent glaube ich aber Es werden einfach immer weniger.
00:23:24: und ich frage mich halt, hat man überhaupt noch eine Chance im Musikbusiness wenn man halt nicht irgendwie Nepo Baby ist?
00:23:32: Also ich würde sagen ja ob jeden Fall weil Privilegien sind toll.
00:23:37: Immer im Leben generell und Privilegen wie... Geld, Kontakte Zeit ist ein super großes Privileg wenn man Geld hat.
00:23:44: Wenn man Geld mitbringt und du halt einfach nicht darauf angewiesen bist dass du irgendwie einen Vorschuss von dem Label bekommst um halt irgendwie ein halbes Jahr oder so ein Studio zu gehen mit Songwriter XY natürlich ist das super viel wert.
00:23:57: ich glaube aber dass dieser Nepotismus Gedanke auch gar nicht so easy ist in dem Sinne, weil es halt einfach wiederum mit super vielen Vorurteilen belastet ist.
00:24:07: Also weil halt einfach auch super viele Leute sagen ja die kann ja nichts können, weil sie ist ja irgendwie wird nur erfolgreich gemacht oder man versucht diese Person erfolgreich zu machen, weil Sie aus dem und dem Elternhaus kommt.
00:24:19: ich glaube das ist noch mal eine andere Unterhaltung.
00:24:21: Und letztendlich entscheiden immer die Fans, es entscheidet immer die Musik Es entscheidet eben immer das bekannte Quenchen Glück und du kannst es halt eigentlich egal ob man Nepo Baby ist nicht, du kannst es nicht skizzieren.
00:24:33: Privilegien sind's auf jeden Fall in jeder Hesensicht aber das eine ist nicht mehr oder weniger wert als das andere.
00:24:42: Ich würde noch eine Sache ergänzen die so ein bisschen für Industry Planting was ein Indiz dafür wäre, aber es kommt auch aus den Künstlern und zwar gibt's einige.
00:24:53: Und das war bei uns früher als ich noch Künstler war dann der Grund warum wir Leute... Wir haben zwar nicht Industry Planned gesagt, aber wir haben halt schon die als bisschen Verräter des Künstlatums so gebrannt.
00:25:03: markt Heutzutage ist es Usus, aber wenn du auf die richtigen Partys gehst mit den richtigen Leuten kommunizierst dann kriegst du auch Informationen, die dir helfen vielleicht zeitgeistige Musik wo gern ein Vorschuss gezahlt wird oder so zu machen.
00:25:17: Oder Du hast vielleicht eine gute persönliche Connection zur jemanden der bei Spotify, bei dem Playlisten Wenn es denn doch mal so ist dass man sagt Künstler A oder B zwischen wem entscheide ich mich?
00:25:30: und dann gibt's eine gewisse Sympathie weil man sich kennt dass du sozusagen diese zwei drei Prozent, die man mehr haben kann über dieses Konnekten oder über dieses Netzwerken.
00:25:39: Dass sich die Leute das aneignen und ich glaube, das ist schon so ein bisschen der Punkt, der uns früher dann gestört hat wo wir die Leute als Verräter gesehen haben.
00:25:48: heutzutage würde ich sagen ist das absoluter Usus und du bist auch ein bisschen dumm würde falsche Wort aber naiv, wenn du glaubst dass du als künstler nicht auch diese bühne bespielen müsstest.
00:26:01: Du musst auch da ein bisschen funktionieren und performen.
00:26:04: leider aber ist halt so.
00:26:06: ja und ich glaube es ist ja auch einfach außerhalb von der musikbranche ist es ja ähnlich ne?
00:26:11: Wenn man irgendwie so Richtung filmen guckt oder theater guckt Oder wass auch immer Es ist einfach wichtig Kontakte zu haben und sich darum zu bemühen diese kontakte zu bekommen weil man nur so weiter kommt.
00:26:21: Das hat aber wirklich am Ende nichts damit zu tun, dass man da nicht zur Industry Plant wird.
00:26:27: Bei der Recherche so ein Begriff auf dem man auf jeden Fall irgendwie gestoßen ist war so Reagenzglasartist.
00:26:33: Darauf wollte ich auch noch irgendwie eingehen.
00:26:36: Artists die von Labels explizit für eine bestimmte Zielgruppe geschaffen wurden, so was hat es ja tatsächlich gegeben mit einem bestimmten Image, einem speziellen Sound der dann bei der Zielgruppen gut ankommt.
00:26:47: Ja ich habe bei dem Begriff dann an Casting-Bands gedacht und zum Beispiel an Milly Vanilli so ne?
00:26:54: Was ja aber auch schon war bevor es den Begriff überhaupt gab!
00:26:56: So...was ist ja auch gab es so Artists die sehr obwies einen bestimmten Stil aufgreifen oder halt auch kopieren.
00:27:02: also wo man dann das Gefühl hat, hab' ich das nicht schon mal irgendwie gesehen
00:27:07: So
00:27:07: exakt das.
00:27:08: Aber ich finde es so spannend, weil es sprengt hier ein bisschen den Rahmen.
00:27:12: aber wo wir im Hip-Hop oder auch generell in der Poplandschaft ja super viele Debatten darüber haben dass es irgendwie problematisch ist mit Industry Plants Ist es im Kpop überhaupt nicht so?
00:27:22: Also da wissen alle irgendwie... Da ist eine Riesenmaschine dahinter die Leute sind zusammengecastet Die haben irgendwie ein langes Training gemacht die kennen die Spielregeln Das ist alles super konstruiert, dass das dann erfolgreich ist.
00:27:35: Und da ist es irgendwie sogar kein Thema.
00:27:37: und ich frage mich halt echt ob das vielleicht einfach auch so ein Paradigmenwechsel der heutigen Zeit ist, dass einfach dieser Begriff Industry Plant einfach vielleicht gar keine Rolle mehr spielt für die Zukunft?
00:27:46: I don't know.
00:27:47: Wünschenswert wäre's auf jeden Fall!
00:27:49: Ja und... Keine Ahnung.
00:27:50: so dieser langfristige Artisaufbau, das gab es ja früher so auf dem westlichen Musikmarkt.
00:27:58: also langfristige künstler in den verträge gaben image.
00:28:02: aufgebaut wurde lange an dem produkt artist irgendwie gefeilt wurde bis dann die ersten songs raus kam Die Frage an dich, passiert das heute überhaupt noch?
00:28:13: oder anders gefragt hat die Musikbranche überhaupt noch so?
00:28:17: Die Kapazitäten Industrieplans zu züchten.
00:28:20: Weil auch das muss man ja irgendwie mit einbeziehen diese Gedanken alles sehr schnelllebig geworden.
00:28:26: Alles was ich innerhalb der Industrie mit erlebe so
00:28:29: Ja ist ein großes Problem.
00:28:30: ganz allgemein finde Ich um gute Musik herzustellen dass ein enormer Druck von der Öffentlichkeit und von den, ich will die jetzt nicht per se Brand marken aber von der Systematik der Streamingdienste so herrscht dass du regelmäßig Content oder auch auf deine Socials bespielen musst.
00:28:47: Der alle begeistert und entertainet Und das geht schon irgendwie auf Kosten der Qualität.
00:28:54: und auf der anderen Seite wenn Du dann aber ein gewisses Level hast das ist vielleicht permanent gute Qualität geben kann, hast du vielleicht nicht die Kreativität das zu machen.
00:29:04: Und dann hilft es natürlich wenn du dir wie eine Industry plant dass dann machen würde sozusagen vom Label oder von Management oder so Hilfe holst.
00:29:13: und dann gibt es Songwriter-Produzenten Teams und so.
00:29:16: Es gibt nicht nur den einen Produzenten.
00:29:18: wir haben früher bei vielen Platten ein Executive Producer gehabt der sich vielleicht noch von zwei drei anderen Leuten mal Beats genommen hat, hat da ne Platte fertig gemacht.
00:29:25: heutzutage hast halt nen Team aus Ich sag jetzt mal fünf oder sechs Main-Producers und dann hast du irgendwie noch zwei, drei Top-Liner die irgendwie mitreden.
00:29:37: Was aber auch nicht schlimm ist wenn die Songs hinterher gut werden der Künstler da auch irgendwie genau das kriegt was er sonst auch alleine verkörpern würde finde ich es eigentlich ein legitim Weg.
00:29:47: Ich ganz persönlich fände es natürlich schöner wenn sich Künstlern einschließen ja und dann kommen sie mit einem fertigen Produkt Film ist ja und präsentieren das als Ganzes.
00:29:58: Und du kannst wieder in eine neue Welt eintauchen, die dich komplett abholt.
00:30:03: Das fehlt mir so ein bisschen leider.
00:30:06: Wenn man das schaffen könnte dann würde ich auch sagen gerne als Industrie-Fland.
00:30:13: Der Punkt ist ja auch Alex Du hast von Millie Vanilli und irgendwelchen Castingbands gesprochen.
00:30:18: Es gibt aber ja im Musikbusiness inzwischen kaum noch klassische Künstlerinnenverträge, sondern eben in der Regel irgendwie nur noch Bandübernahme oder Lizenz-Verträge.
00:30:27: Ich weiß nicht wie die ihr alle so im Vertragshassel seid.
00:30:30: Aber das bedeutet auch dass es einfach auf Labelseite oder Verlagsseite gar nicht mehr die Kapazitäten gibt eigentlich um wirklich einen Artistaufbau zu betreiben.
00:30:42: also früher war's eben so da wurde ein Artist gezeint dann Baubetrieben, da wurde investiert.
00:30:47: Da wurden Studios gemietet um dann eben am Ende ein Release zu haben und eine langfristige Karriere idealerweise.
00:30:53: Und heute ist es eher so dass Artists eher gescheint werden, wenn sie dann schon viral gegangen sind oder wenn es eben schon eine Fanbase gibt und dann werden da die Verträge rausgeholt.
00:31:05: Und das wird geschaut dass man die Leute eben seien und erfolgreich dann noch erfolgreicher macht.
00:31:12: Das steht für mich aber auch so ein bisschen im Widerspruch dazu, dass wir so viel über Industry Plans reden
00:31:18: Ja, und dass dann irgendwie so Vorwürfe erhoben werden.
00:31:20: Also keine Ahnung Jack Hallo Chance the Rapper selbst Lana Del Rey oder Billie Eilish mussten sich das irgendwie anhören in den letzten Jahren.
00:31:28: die Liste kannst du wirklich beliebig lang fortführen?
00:31:32: Und was ich mich da frage ist halt ob nicht am Ende dann doch jeder Act irgendwie auch ein Industry Plant ist soweit er oder sie eben ja Teil von professionellen Musik Branchen wird, also eben ein Management Art.
00:31:46: Ein größeres Label angedockt.
00:31:48: ist eine Booking-Agentur, eine Promo Agentur?
00:31:50: irgendwer mitredet der einen Plan hat um mal bei dem Bild vielleicht von der Pflanze der Pläne zu bleiben.
00:31:58: Vielleicht wurden diese Artists nicht von der Branche selbst gesät aber am Ende wachsen doch alle halbwegs erfolgreichen Artists irgendwie im Gewächshaus der Musikindustrie und werden ja von ihr gehegt und gepflegt, um einfach weiter zu wachsen.
00:32:14: Oder Lille?
00:32:15: Wie siehst du das?
00:32:16: Komplett.
00:32:16: also ich glaube auch dass man so ein bisschen wegkommen muss die Musikbranche sozusagen romantisieren weil am Ende des Tages ist es eine Industrie und in einer Industrie geht's um eine Wirtschaft da geht zum Geld alle wollen was vom Kuchen abhaben definitiv.
00:32:29: Ich denke mir auch so ein bisschen, gerade so wie du es beschrieben hast.
00:32:31: Was wäre denn die Alternative?
00:32:33: Dass ein Artist dreihundertsechzig Grad alles alleine macht, dass er Booking macht, das er Label macht, der Verlag macht, was auch immer man alles machen kann und... dass es irgendwie, dann kommt halt der Artist nicht mehr zu Musik machen.
00:32:45: So wo sind wir denn dann?
00:32:46: Dann haben wir keine Musik mehr am Ende des Tages und alle sind irgendwie frustriert.
00:32:51: das ist ja auch nicht!
00:32:52: Und ich glaube, dass es einfach dazu gehört in einer Industrie im Team zu arbeiten, dass Leute zusammenkommen die verschiedene Kompetenzen betreuen und jeder im besten Fall das bestmögliche für dann das Produkt den Artist leisten möchte.
00:33:08: Sehr gut
00:33:10: Und wir haben ja früher auch noch andere Gatekeeper Momente gehabt, was sich zwar unheimlich teuer CDs oder davor noch Vinülz herzustellen dass du überhaupt eine Musik verkaufen konntest.
00:33:23: Es gab nur ne begrenzte Verkaufsfläche in den Läden und so weiter.
00:33:27: das heißt Wir haben ja auch in vielen Bereichen es deutlich einfacher gemacht also dass du quasi am Anfang deiner Entwicklung sehr unabhängig, ohne Einfluss von der Industrie oder wem auch immer dich erstmal präsentieren kannst.
00:33:43: und dann ist es doch schön wenn Leute das identifizieren und zu dir kommen und sagen weiß was.
00:33:48: wir glauben daran dass man damit eigentlich richtig viel Geld verdienen kann.
00:33:51: Das spricht ja dafür dass du auf einem richtigen Weg bist.
00:33:53: und wenn du dann sagst als klar dann lass das machen.
00:33:56: nach meiner Definition müsste das ja eigentlich der Traum von jedem Künstler und jeder Künstlerin sein dass man in so eine Situation kommt.
00:34:03: Voll und ich finde auch, weil du es vorhin angesprochen hast die Shows in der Staatsaufwand Stuttgart zum Beispiel.
00:34:09: Da sind wir wenn wir da mit einem Mackis oder mit dem Tour hingefahren sind dann waren wir ein Kernteam aus.
00:34:13: Lass es zehn Leute gewesen sein, die die Shows umgesetzt haben.
00:34:17: Aber am Ende des Tages war da einfach ein Operapparat dahinter.
00:34:22: oder so ist das auch so egal dadurch dass wir so viele NGOs auch haben.
00:34:25: Wir haben ja mit Tour zum Beispiel auch mal mit der CI zusammengearbeitet.
00:34:29: Das war mega.
00:34:30: natürlich steckte da auch eine Agentur dahinter Die das finanziert hat Dass man in Valencia fliegen konnte Um dieses Schiff dort zu besuchen bis doch lag um die Besetzung kennenzulernen und so weiter und sofort Social Media Team dabei zu haben.
00:34:43: Und es ist cool, wenn man zu zweit nach Valencia fliegt aber irgendwer bezahlt ist.
00:34:47: Die Schattenseite dieser Liberalisierung und dieses offenen Marktes und das es Geldgeber gibt, dass du dann natürlich manchmal auch so eine Information bekommst wie das, ja Spotify investiert ja nicht nur in Musik Und da muss man dann halt sagen, okay das sind dann auch wieder Regeln des Marktes die man dann nicht wieder einfach verlassen kann wenn man sich da einmal so reingearbeitet hat und dass es dann wie wahrscheinlich bei allen Industriezweigen die andere Seite der Medaille die man irgendwie auch mit akzeptieren muss.
00:35:18: Es gibt noch einen letzten Themenblock auf den ich gerne beim Thema Industry Plans eingehen würde auch aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und das ist das Thema Immer wieder auffällt, dass dieser Vorwurf besonders laut wird wenn es sich um weibliche Acts handelt.
00:35:33: Wer hätte das gedacht?
00:35:34: Gutes Beispiel ist da Nina Tchuba auf jeden Fall.
00:35:38: Aleksa hattest du ein gutes Beispiel glaube ich wo das...
00:35:44: Sie hat auf jeden Fall mal in einem Interview gesagt, dass sie denkt in Deutschland gibt es gar keine Industry Plans und ja wenn überhaupt ist das halt ein USA-Ding.
00:35:53: Demgegenüber haben wir diesen YouTuber gesehen.
00:35:56: darüber bin ich gestolpert Sean Brown der über sie gesagt hat Zitat jedes White Girl das über Nacht erfolgreich wird ist für mich ein Industry Plant.
00:36:06: natürlich kann man da auch Ja, ein Stück weit die berechtigte Wahrnehmung reininterpretieren.
00:36:11: Das ist weiße normschöne Menschen wie eben eine Nina Truba leichter haben im Business.
00:36:18: aber ich finde eben auch dass die Aussagen sehr, sehr heftiges Phänomen das du gerade Lina angedeutet hast rund um den Mythos Industry Plant eben auf den Punkt bringt.
00:36:27: dieser Vorwurf richtet sich fast immer halt an weibliche Artists.
00:36:32: tatsächlich habe Auch in meiner Karriere, ja kaum eine erfolgreiche Rapperin zum Beispiel erlebt die eben nicht mit diesem Vorwurf konfrontiert wurde Industry Plants zu sein.
00:36:43: Sixten, Sherwin David, Kyla Shikes, Batman's Jay und du hast mit ihr gearbeitet.
00:36:51: was kannst du beschreiben?
00:36:52: Was macht es mit einem Artist wie ihr mit ihrem Team wenn dieser Vorwurf geäußert wird?
00:36:59: Ja, ich kann es nur insofern beantworten dadurch.
00:37:01: Ich habe ja nie auf Label oder Management-Seite mit ihr gearbeitet.
00:37:05: Ich hab Tourmanagement für sie gemacht.
00:37:07: Deswegen kann ich's nur auf einer Live-Ebene beschreiben bzw wie vorhin auch gesagt, dass sich da der Begriff das erste Mal irgendwie so ein bisschen gehäuft hat so im Umfeld und dass der natürlich was macht mit Künstlerinnen?
00:37:21: Mit einer Batman Stay wird auch etwas mit Nina Chuba gemacht haben weil einfach eine Künstlerin damit Arbeit abgesprochen wird, ne?
00:37:30: Also alles was dazuzählt um den vermeintlichen über Nacht hitz zu haben.
00:37:34: Auch bei Nani Natschuba das Whiteberry Lilay so durch die Decke gegangen ist.
00:37:38: Davor ist einiges passiert also ... Sie hatte so viele Songs schon veröffentlicht.
00:37:43: Gestern hab ich eine Story von ihr gesehen.
00:37:46: sie hat gestern ihre größte Stadionsshow ausverkauft Solo-Stadionshow Absurd und hat eine Story vorher gemacht mit dem Kernteam mit dem sie halt damals unterwegs gewesen ist vor hundert Leuten gespielt hat und das waren auch, was weiß ich?
00:38:00: Das waren acht Leute die bis heute mit dabei sind.
00:38:03: Was aber auch absolut dafür spricht dass es keine Industry Planned ist weil man einfach irgendwann würde ich behaupten das Interesse verlieren würde wenn einfach das repetitiv ist und wenn einfach nur darauf geachtet werden würde dass irgendwie erfolgreich zusammen gemeißelt wird.
00:38:19: Ich glaube, das würde einfach langweilen die Leute drum herum vor allem so Songwriter, die haben einen Anspruch an Musik.
00:38:26: Die bleiben weil sie das geil finden und weil sie einfach darin eine Zukunft sehen, weil sie es unterstützen wollen.
00:38:34: Man kann da alles Geld reinbuttern, was ja auch nur so theoretisch vorhanden ist in der Industrie.
00:38:39: Und irgendwelche Klicks kaufen und irgendwelcher Hypes kaufen und welche Partnerschaften kaufen.
00:38:43: aber wenn da am Ende keine echten Fans stehen dann ist es ja nur eine riesengeldverbrennungsmaschine.
00:38:48: und warum sollte die Musikbranche das machen?
00:38:51: Das ist ja eigentlich irgendwie auch Bullshit!
00:38:53: Vielleicht machen wir das Thema... jetzt erstmal zu, weil wir haben noch ungefähr zehn Minuten und ich würde gerne noch auf einen anderen Mythos kommen.
00:39:00: Vielleicht kurz die Frage ins Publikum macht von euch jemand Musik selber?
00:39:06: Ja, okay.
00:39:06: Da melden sich ein paar Leute sehr schön.
00:39:08: Dann ist das Thema vielleicht was für euch?
00:39:10: Und zwar möchte ich gerne über Knebelverträge sprechen.
00:39:13: Das ist so ein Thema davon immer wieder die Rede des Artistkarrieren.
00:39:17: auf Eis liegen, dass man irgendwie einen Kniebelverträgen feststeckt nicht rauskommt.
00:39:22: vor allem ging vor ein paar Wochen oder Monaten der Fall Juju durch den Medien hat in ihrer Community nach einem Anwalt gefragt.
00:39:29: auch Zartmann ist ein Beispiel, der mal im Kniebevertrag feststeckte war der Zitat Manager hatte den das eingebrockt hat und ihr beide seid ja seit wirklich vielen Jahren in der Branche unterwegs, habt mit vielen Artists gearbeitet.
00:39:43: Wie oft hattet ihr denn in dieser Zeit tatsächlich Berührungspunkte mit Knebelverträgen?
00:39:47: Und ab wann würdet ihr sagen dass ein Knäbelvertrag tatsächlich einen Knäbelfertrag ist?
00:39:54: Also da schenkt es ganz stark davon ab aus welcher Perspektive ich jetzt antworte.
00:40:00: als Label sage ich dir ganz ehrlich sehr schwierig, einem Künstler eine Perspektive zu geben wenn man sagt wir machen jetzt Vertrag für zwölf Monate und dann soll da auch wirklich alles reingebuttert werden.
00:40:13: Und nach zwölfe Monaten sagt der Künstlerin.
00:40:17: ja jetzt kann ich mir jetzt noch mal alles anhören und hier ist jetzt richtig viel Geld investiert worden und danach kann auch jemand anderes kommen mit mir nochmal richtig viel geld geben und dann guckt ihr schön in die Röhre.
00:40:27: also das will man natürlich nicht zulassen.
00:40:29: Umgekehrt verstehe ich aus Künstlerinnen und Künstlern Perspektive, dass man sagt, ich möchte die größtmögliche Flexibilität oder ich möchte sehr viel Budget haben um mich zu entwickeln usw.
00:40:38: Und da muss man dann immer abwägen!
00:40:41: Und meine Erfahrung ist das wenn es gut läuft, dann haben beide so geil verhandelt und man isst schon fast Family und es alles geil.
00:40:49: und wenn's scheiße läuft hat die andere Seite halt immer den Knebel angewendet.
00:40:54: Es gibt tatsächlich Verträge die ich gesehen habe asozial scheiße sind und das sind so.
00:40:59: aber in der regel diese.
00:41:00: da kann man schon fast sagen, dass kann vorher sehen.
00:41:03: Diese DSDS-Verträge wenn du sozusagen da als Künstlerin und Künstler versuchst Karriere zu machen dann und das mal gegen andere Verträge die wir beide wahrscheinlich in der Regel sehen verdleist dann sagst du okay das muss man nur echt nicht unterschreiben.
00:41:18: Aber ich behaupte man kann gar nicht seriös als Firma arbeiten wenn mein Ruf bekommt Knebelverträge zu haben.
00:41:25: Es gibt immer einen Grund, warum ein Vertrag besonders lange läuft oder warum einem Vertrag vielleicht besonders restriktiv ist wenn man seine Rechte an jemand anderen weitergeben möchte und so weiter und sofort.
00:41:38: Man muss sich das einfach nur mal erklären lassen und dann geht den meisten Licht auf und dann ist es alles nicht mehr so knebelig.
00:41:46: Ja, ich würde auch sagen also ich habe gerade überlegt und mir ist ein einziges Beispiel eingefallen ohne Namen nennen zu wollen wo ich von einem Knebelvertrag sprechen
00:41:56: würde.
00:41:57: Und das in vierzehn Jahren.
00:41:59: Musikbranche in meinem Fall.
00:42:03: Es geht halt immer um eine Augenhöhe bei einer Zusammenarbeit.
00:42:06: Auch da wieder das Geldthema natürlich, aber ich glaube wenn du einigermaßen gut beraten bist gerade als Newcomer ist es super wichtig dich nicht alleine an irgendeinen Plattenfirmtisch zu setzen und ihr irgendwas erzählen zu lassen.
00:42:21: Das geht im Zweifel in die Hose, aber es liegt irgendwie auch auf der Hand.
00:42:25: also ist immer gut anweitliche Hilfe dabei zu haben Und halt einfach auch sich entsprechend beraten zu lassen gerade was Zeiträume angeht.
00:42:33: Auch das Thema Vorschuss angeht Dass man nicht vergessen darf dass ein vorschuss ist einfach kein geschenktes Geld.
00:42:39: So du musst das zurück zahlen.
00:42:41: deswegen ist es im zweifel gar nicht so geil so eine Riesenvorschuss zu bekommen weil Du dann einfach sehr lange keinen geld erst mal bekommen es im Zweifel?
00:42:48: Was ab und zu leider passiert ist, dass man als Team, also man hat dann ein Künstlermenagementteam und macht einen sehr großen Vertrag mit einem Label.
00:42:58: Und dann trennt sich Künstler- und Management und dann merkt man okay der Vertrag ist eigentlich sehr zugunsten des Managements ausgestellt worden oder so.
00:43:05: was passiert dann öfter mal ja Da würde ich jetzt aber sagen, ist so die Künstler-Labelbeziehung halt eine andere.
00:43:12: Und deshalb musst du... Das ist meine Empfehlung für alle, die das jetzt hören.
00:43:17: Egal wie gut du dich mit deinen Kolleginnen und Kollegen verstehst und wie viel Vertrauen du dem Label gibst, du solltest immer mindestens einmal dein Vertrag mit einer juristischen Person besprechen und sie fragen was es mein Worst Case Szenario wenn dieser Vertrag nicht erfüllt wird?
00:43:33: Das ist die wichtigste Frage!
00:43:36: Wird dir das erklärt und dann kannst du relativ gut einschätzen, ob du das unterschreiben solltest oder nicht.
00:43:41: Bester Tipp, bitte alle merken.
00:43:43: Gerade für Newcomer in Lille du hast es gesagt Es ist einfach so schwierig weil die Leute haben die Erfahrungen nicht, sie haben das Netzwerk nicht Die haben das Cash nicht um sich eben einen guten Anwalt zu finanzieren und gute Anwältin.
00:43:56: Und da merkt man dann halt auch dass gerade in solchen Fällen Verträge eben oft auch wenn vielleicht Das Wort Knebelvertrag nicht zustimmt wirklich eigentlich eher zum Nachteil sind Für die Artists und das merken viele eben leider auch erst wenn Sie erfolgreich sind oder eben nicht erfolgreich sind und weg wollen von einem Label oder wegwollen von einem Management.
00:44:16: Und merken, ich komme hier nicht raus und das ist halt ein
00:44:19: Problem.".
00:44:21: Ja und tatsächlich darüber sind wir auch während der Recherche gestolpert gibt es Knebelverträge die illegal sind.
00:44:28: also sie können Betonung liegt auf Können auch illegal sein.
00:44:32: Es gab zum Beispiel einen Urteil über einen Management Vertrag mit einer Künstlerin beim Landgericht in Potsdam in der der Vertrag als Sittenwidrig eingestuft wurde.
00:44:42: Das hat in der Praxis dann bedeutet, dass der Vertragt wirklich unwirksam war und die Künstlerin keinerlei Pflicht mehr hatte gegenüber ihrem Management.
00:44:52: Ja jetzt ist natürlich keiner von uns Anwalt oder Anwältin aber Lina du hast trotzdem zusammengetragen wann ein Vertrag tendenziell Ich finde das Wort so komisch, aber ja, Sittenwidrig sein könnte.
00:45:04: Ja irgendwie extrem höheres Wort, aber juristisches Wort!
00:45:08: Es geht darum also wenn es ein extremes Ungleichgewicht gibt zwischen den Vertragsparteien.
00:45:13: Das heißt keine Ahnung und der oder die Künstlerin wird massiv eingeschränkt auf künstlerischer Ebene hat irgendwie kaum Handlungsspielraum wird in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht.
00:45:23: Das sind so die Schlagworte, Im Prinzip eine Entscheidungsgewalt gibt über Art, Inhalt und Dauer der künstlerischen Tätigkeit die nicht mehr beim Artist liegt.
00:45:33: Dann
00:45:33: ist es tendenziell schwierig auch wenn parallel dazu das wirtschaftliche Risiko ausschließlich auf der Artistseite liegt.
00:45:40: also das sind so die Faktoren die dafür sprechen könnten dass es ein Knebelvertrag ist und wo man vielleicht auch im Nachgang durchaus nochmal einen Anwalt drüber schauen lassen kann ob dieser Vertrag denn überhaupt rechtens ist.
00:45:52: Man muss aber dazusagen Das ist extrem selten der Fall ist wirklich eigentlich nicht so standardgekommen ist aus juristischen Gründen.
00:46:01: Beim Managementvertrag kommt man als Künstler auch deshalb besonders gut raus, noch mal ein kleiner Tipp weil es eine Pflichterfüllung, wie heißt das?
00:46:14: Pflicht gibt oder vielleicht nicht das richtige Wort und eine Pflecht zu das Vertrauensverhältnis zu erfüllen.
00:46:22: Und das sind ja subjektive Dinge, die man sehr schlecht anhand von klaren, was sich Rechnungsstellungszeit laufen oder so beweisen kann.
00:46:32: Da kann man vor Gericht schon relativ oft gewinnen wenn man sagt es Vertrauensverhältnis ist gestört und die Pflicht der Managerin erfüllen sollte ist nicht erfüllt.
00:46:42: also da kommt man schon ganz gut raus.
00:46:44: Insofern sitzt die Industrie da eigentlich auch am kürzeren Hebel.
00:46:48: Ich glaube im Bookingbereich gibt's gar keine so Krassen Verträge, alles voll viel auf Handshake-Basis
00:46:54: aktuell.
00:46:55: Also ich weiß nicht was du so gesehen hast Lille aber ich habe durchaus auch Bookingverträge gesehen wo die Art ist sehr lange drin hängen und sehr oft den Goodwill angewiesen sind.
00:47:07: Das ist auch alles super, wenn es läuft.
00:47:10: Aber ich bin noch durchaus arztbegegnet die halt manchmal so ey... Ich hänge jetzt fünf Jahre in einem Booking-Vertrag und ich habe nicht das Gefühl dass die Agentur was macht.
00:47:17: Und wo es dann eben auch darum ging wird da tatsächlich am Ende die Arbeit gemacht.
00:47:23: aber auch das ne?
00:47:24: Es knürscht dann eben wenn's nicht gut läuft.
00:47:26: Wenn alles läuft schaut eigentlich auch niemand mehr in den Vertrag.
00:47:30: Deswegen ist die Frage, was das Worst Case Szenario eigentlich eine Top-Frage an den eigenen Anwalt, die eigene Anwältin?
00:47:38: Ja und ganz grundsätzlich finde ich, dadurch dass wir unter dem großen Überbegriff Knäbelverträge jetzt irgendwie doch von einem Musikindustrie-Myth aus sprechen liegt es irgendwie auf der Hand nochmal die Frage reinzugeben wird dieser Begriff inflationär genutzt?
00:47:52: weil ich finde das ist am Ende so ein bisschen auch die Frage nicht mehr.
00:47:55: oft stelle haben Leute vielleicht einfach ihre Verträge nicht gut genug durchgelesen und sprechen deshalb dann im Nachhinein von oh ich war in einem Knäbelfertrag gefangen oder wurden die ihn wirklich total übel mitgespielt über Ecken und so.
00:48:09: Ja, also ich würde es als Mythos betiteln auf jeden Fall weil wie gesagt... Also mir ist das nicht so häufig untergekommen und ich hab's auch gar nichts so häufig gehört.
00:48:17: wenn dann hört man es halt einfach ne?
00:48:19: Wenn Zusammenarbeiten auseinander gehen sollen aus verschiedenen Gründen weil es halt irgendwie intern nicht mehr läuft Richtung Management Richtung Booking Label oder was auch immer.
00:48:28: Und ich glaube auch, was zum bisschen vielleicht dazu beiträgt.
00:48:31: Gerade eben bei den genannten Newcomer Inn ist halt einfach so eine anfängliche Euphorie dass da jemand auf sich zukommt und dir quasi durch die Blume sagt Ich werde dich groß rausbringen Quatsch!
00:48:42: Auf jeden Fall.
00:48:44: Was wir jetzt schon mehrfach ja betont haben Da einfach mal ein bisschen Ruhe bewahren Sich das genau durchlesen Jemanden drüber schauen lassen Im besten Fall jemanden juristischen.
00:48:55: Das ist das Beste, was man tun kann.
00:48:56: In jedem Fallen, in dem man irgendeine Art Vertrag unterschreibt.
00:49:02: In jeder Lebenslage ja sogar...
00:49:03: Stimmt!
00:49:03: Ist auch gar nicht Musikindustrie exklusiv.
00:49:07: Ja, gute Rechtsschutzversicherung.
00:49:10: Oder wenn man keinen Geld hat sich einen Anwalt zu nehmen oder so, kann man die gegenüberseite mit einer E-Mail zur Auffordern zu antworten.
00:49:19: Was is the worst case?
00:49:21: Outcome, wenn dieser Vertrag nicht erfüllt wird.
00:49:24: Da hat man's halt auch schwarz auf weiß was die sagen.
00:49:27: das kann man dann auch immer im Zweifelsfall vor Gerichts gegen sie verwenden.
00:49:30: plus sehr viele lokale Pop Büros haben juristische Beratung zum Teil für super wenig Geld oder so.
00:49:36: also Wenn ihr da Support braucht ist es immer eine gute Adresse.
00:49:40: Oder oder schreibt mir eine Mail.
00:49:42: ich beantworte euch
00:49:43: Ja Schreibt Dibo.
00:49:45: Das ist jetzt aufgenommen.
00:49:47: Also ihr wisst das Jetzt alle Ihr dürft das machen.
00:49:50: Gut Leute, ich würde sagen wir kommen zum Ende auch wenn wir noch ungefähr zwanzig andere Mythen hätten über die wir hier sprechen können.
00:49:57: Sehr sehr schön dass wir das machen konnten.
00:49:59: Es gibt einen Mythos das eine Stunde sechzig Minuten hat.
00:50:01: Das ist hart.
00:50:02: Ja, ich weiß nicht ob da was dran ist.
00:50:05: Aber wir haben noch eine Abschlusskategorie.
00:50:08: Alex willst du die anmoderieren?
00:50:09: Ja das machen wir traditionell bei Repa-Bahn Festival Deep Dive.
00:50:12: Die gute Nachricht am Ende.
00:50:14: Wir reden immer wahrscheinlich mit einem recht fatalistischen Unterton über gesellschaftliche Gegenstände.
00:50:19: deswegen erhellen wie die Stimmung hinten raus.
00:50:23: Diesmal haben wir euch gebeten etwas mitzubringen.
00:50:25: Die gute nachricht aus der Branche der letzten Zeit über dir so gesteupert seid.
00:50:32: Also ganz aktuell bin ich darüber gesteupert, einmal weil hier vor vierundzwanzig Stunden ein Talk über mentale Gesundheit gehalten wurde.
00:50:40: Dass ich finde das ist ganz toll finde dass es einfach viel mehr Anklang findet, vielmehr Bühne wortwörtlich findet, dass irgendwie KünstlerInnen wie eine Billie Eilish darüber spricht offen über ihre Erkrankung und über ihr Struggles.
00:50:52: Gestern habe ich einen Reel gesehen von Luis Capaldi der mit Betterhead zusammengearbeitet hat und gratis ein Monat gratis Therapien zur Verfügung stellt Kooperation und so weiter.
00:51:03: Und da geht es auch nicht nur im KünstlerInnen, da geht's auch einfach ganz doll um die Leute, die hinter den Kulissen arbeiten und die auch damit zu tun haben.
00:51:11: Es ist super das einfach zunehmend darüber gesprochen
00:51:14: wird!
00:51:16: Vielen Dank!
00:51:17: Dibo hast du auch eine gute Nachricht mitgebracht?
00:51:20: Was hoffnungsstiften
00:51:21: des?!
00:51:22: Ja, aber ich habe euch ändert.
00:51:23: das.
00:51:23: jetzt zu unserem vorherigen Gespräch.
00:51:25: Meine gute Nachricht ist früher als ich Künstler auf der Bühne war, habe ich im zentralen Publikum nur männliches Publikums gesehen.
00:51:35: Das hat sich geändert und die Frauen sind da mit drin.
00:51:38: Und es hat ganz viel mit der Branche... In dem Sinne zu tun, dass man quasi wahrscheinlich die Künstler das vorleben.
00:51:47: Das weitergeben ans Publikum.
00:51:49: eine gewisse Awareness, keine Ahnung niemand soll ausgeschlossen werden.
00:51:54: insbesondere Frauen sollen gleichberechtigt Spaß haben.
00:51:57: es gibt halt bestimmte Regeln auf immer mehr Konzerten Männer lasst die T-Shirts an und so weiter und sofort diese ganzen kleinen Schritte die sich sozusagen ergeben haben.
00:52:05: Und jetzt spann ich den ganz großen Bogen.
00:52:08: Musik ist immer so ein kleiner Funke, der dann auf die Gesamtgesellschaft überspringen kann.
00:52:13: Und das ist meine Hoffnung, dass sich eventuell, egal wie drastisch gerade die Zeiten sind letztendlich doch durchsetzt.
00:52:21: gesellschaftlich wäre toll.
00:52:23: Lieben wir!
00:52:24: Vielleicht noch eine ganz kurze News in eigener Sache.
00:52:28: Das Repa-Band Festival, was ja unseren fantastischen Podcast macht hat in diesem Jahr das erste Mal eine eigene Programmstrecke zum Thema Hip Hop und das Ganze heißt Spotlight on Hip Hop Culture.
00:52:40: Es soll um relevante Stimmen, Themen und Talente aus dem aktuellen deutschen Hip Hop gehen und ich finde es extrem cool dass für alle Leute die vielleicht sich klassisch kein Rehbarbandfestival Ticket holen würden, weil sind wir ehrlich so nach dem Splash-Wochenende.
00:52:53: Sind wir alle Brock as fuck?
00:52:55: Für die gibt es ein Ticket explizit nur für die Hip Hop-Programmpunkte was halt günstiger ist und deswegen hoffe ich sehr dass wir vielleicht dieses Gespräch fortsetzen.
00:53:03: Mitte September in Hamburg vom sechzehn bis neunzehnten September checkt das doch mal aus.
00:53:08: Genau und damit sind wir für heute am Ende angelangt hier mit unserem kleinen Musikindustrie Talk auf dem Splash.
00:53:17: Natürlich in erster Linie danke an Lille und an Dibo, dass ihr vorbeigekommen seid und hier mit uns gesprochen habt eure Expertise geteilt hat.
00:53:25: ein großen Applaus für unsere Gäste!
00:53:28: An Lukas vom Splash Festival der diese Bühne hier mega kraskurratiert hat uns eingeladen hat an die Leute von der Technik im Stage-Management natürlich auch an unser zauberhaftes Team das extra weiterklatschen, Leute.
00:53:43: Extra angereist ist Michi, Lou, Luisa und Nele.
00:53:48: Ja genau!
00:53:49: Und an alle, die zu dieser gottlosen Uhrzeit vorbeigekommen seid ihr wart ein wunderbares Publikum.
00:53:54: Vielen vielen Dank und an
00:53:56: dich Lina in
00:53:57: allerallererster Linie vielen vielen dank.
00:54:00: Es ist so schön diesen Podcast mit Alex Fabian zu machen.
00:54:03: Ihr habt keine Ahnung, das ist jedes Mal so ein Geschenk!
00:54:07: Wenn ihr im
00:54:07: Nachgang Feedback
00:54:09: habt, Ideen habt für Deep Dive dann könnt ihr uns eine E-Mail schreiben an deepdive klein und zusammen at Reaper Band Festival Klein und zusammen.
00:54:17: Und natürlich über die Socials vom Reaper Band Festival mit uns Kontakt aufnehmen.
00:54:21: Danke für alle, danke an alle die von zu Hause einschalten.
00:54:25: Wir freuen uns, wenn ihr den Podcast abonniert, liked, kommentiert und euren ganzen Friends stoppen erzählt!
00:54:31: Und damit sagen wir tschau bis zum nächsten mal bei Rehbarband Festival Deep Dive.
00:54:35: Bis bald!
00:54:36: Tschüss.
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