#29 – “Synch-Deals - Verlässliche Einnahmequellen oder Sechser im Lotto?”

Shownotes

Hinter den allermeisten Musik-Platzierungen in Film-Intros, Serien-Trailern oder Werbeclips steckt ein Synch-Deal. Welche Schritte passieren konkret, bevor ein bestimmtes Lied seinen Weg in eine Netflix-Produktion findet? Welche Songs sind prädestiniert für Synch-Lizenzierungen? Wie können Artists ihre Chancen steigern, auf dem Radar von Music Supervisor*innen aufzutauchen? Wie realistisch ist es, dass Synch-Deals dir die Miete auf’s Konto spülen? Was gilt es für Künstler*innen zu beachten, die auf dem Synch-Markt Welle machen wollen? Und: Was sind aktuelle Entwicklungen, auch Erfolgsgeschichten auf dem Synch-Markt?

Durch die Folge führen euch wie immer Lina Burghausen und Alex Barbian. Zu Wort kommen außerdem Patrick Joest, Stefan Kauertz und Katharina Horn. Die Episode wurde im Juni 2026 aufgezeichnet.

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Shownotes:

»Die besten Lieder der EA Sports-Spielreihe« (11 Freunde) [https://www.11freunde.de/welt-des-fussballs/ea-fc-26-die-besten-lieder-der-ea-sports-spielreihe-der-song-lief-mal-bei-fifa-]

»Die zehn besten Werbesongs aller Zeiten« (Mukken Magazine) [https://mukken-magazine.com/die-10-besten-werbesongs-aller-zeiten-coca-cola-lufthansa-co/]

»Die 24-Stunden-Freigabe: Ihr Guide zur schnellen Musik-Synchronisation« (Artyfile) [https://artyfile.com/de/blog/die-24-stunden-freigabe-ihr-guide-zur-schnellen-musik-synchronisation]

»Filmmusik-Liste: Das sind die sechzig besten Soundtracks aller Zeiten« (Rolling Stone) [https://www.rollingstone.de/die-60-besten-soundtracks-aller-zeiten-1406911/]

»Genauso divers wie die Inhalte sind, ist auch die Musik« (Kaput Magazin) [https://kaput-mag.com/stories-de/druck_musik-in-serien_genauso-divers-wie-die-inhalte-sind-ist-auch-die-musik/]

»Global Music Report 2026« (IFPI) [https://www.ifpi.org/wp-content/uploads/2024/03/GMR2026_SOTI2.pdf]

»How Moby's 'Play' Became the Ultimate Sync Licensing Success Story« (Vice) [https://www.vice.com/en/article/moby/]

»How Sync Licensing Works« (Horus Music) [https://www.horusmusic.global/how-sync-licensing-works/]

»Im Fernsehen spielen sie meinen Song!« (mica music austria) [https://www.musicaustria.at/im-fernsehen-spielen-sie-meinen-song/]

»IMS Report: Elektronische Musikbranche erreicht Wert von 15,1 Milliarden Dollar« (FAZEmag) [https://www.fazemag.de/ims-report-elektronische-musikbranche-erreicht-wert-von-151-milliarden-dollar-deutschland-bleibt-wichtigster-streaming-markt/]

»Labrinth über seinen Soundtrack zu Euphoria und den Rückzug aus der Öffentlichkeit« (Musikexpress) [https://www.musikexpress.de/labrinth-euphoria-rueckzug-3186269/]

»Lizenzvergabe für Film, Werbung & Computerspiele« (mica music austria) [https://www.musicaustria.at/praxiswissen/lizenzvergabe-fuer-film-werbung-und-computerspiele/]

»Music Sync Pitching Platforms Market Research Report 2034« (DataIntelo) [https://dataintelo.com/report/music-sync-pitching-platforms-market]

»Musik-Synchronisation: Musik für Medien« (Lazi Akademie) [https://www.lazi-akademie.de/wiki/audio-podcast/musik-fuer-medien/musik-synchronisation/]

»Musikrecht: Urheberrecht, Verträge und Lizenzen in der Musikbranche« (anwalt.de) [https://www.anwalt.de/rechtstipps/musikrecht-187815.html]

»Musikverlage: Eine Einführung in die Welt der Syncs und Placements« (LANDR) [https://blog.landr.com/de/musikverlage-eine-einfuehrung-die-welt-der-syncs-und-placements/]

»Netflix-Serie Dark: Die fünf wichtigsten Songs aus dem Soundtrack« (BR Puls) [https://www.br.de/puls/themen/popkultur/wichtigste-songs-dark-100.html]

»Rechtliche Grundlagen der Musiknutzung« (GEMA) [https://www.gema.de/de/musiknutzer/gsvt/rechtliches]

»Reinhard Mey, Haftbefehl und Co: Wie alte Songs zu neuen Hits werden« (Der Freitag) [https://www.freitag.de/autoren/ji-hun-kim/reinhard-mey-haftbefehl-und-co-wie-alte-songs-zu-neuen-hits-werden]

»Sechs fatale Fehler, die Artists beim Eingeben von Metadaten machen« (iMusician) [https://imusician.pro/de/ressourcen/blog/fehler-die-artists-beim-eigeben-von-metadaten-machen]

»Sync Licensing Royalties Explained« (UniteSync) [https://unitesync.com/de/blog/sync-licensing-royalties-explained]

»Sync-Agentur: Hey, die spielen unser Lied!« (Die Presse) [https://www.diepresse.com/587619/sync-agentur-hey-die-spielen-unser-lied]

»Syncs sind unser Brot und Butter - welche Rolle Musik in Serien spielt« (Kaput Magazin) [https://kaput-mag.com/stories-de/die-gollin-files-3/]

»Synchronisationsrecht - Brauch ich das bei Videoproduktionen?« (Ripcue Music) [https://ripcue.com/synchronisationsrecht-brauch-ich-das/]

»The Power of Needle Drops: How Strategic Song Choices Shape Storytelling« (LWKS) [https://lwks.com/blog/the-power-of-needle-drops-how-strategic-song-choices-shape-storytelling]

»Vintage-Hype zur vierten und finalen Staffel der Netflix-Serie Stranger Things« (Der Freitag) [https://www.freitag.de/autoren/florian-schmid/vintage-hype-zur-4-und-finalen-staffel-der-netflix-serie-stranger-things]

»What Does it Mean to Own Your Masters in 2026?« (Ditto Music) [https://dittomusic.com/de/blog/what-does-it-mean-to-own-your-masters]

Reeperbahn Festival Deep Dive - präsentiert von MusikWoche - ist ein Podcast der RBX GmbH Redaktion & Recherche: Lina Burghausen & Alex Barbian
Produktdesign & Produktion: Christina Schäfers, Luisa Blotzki, Lou Böhm & Michael Götting Studio: German Wahnsinn
besonderer Dank gilt dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Die in diesem Podcast geäußerten Meinungen und Ansichten der Hosts sowie der Gäste spiegeln nicht notwendigerweise die Meinung der RBX GmbH wider. Der Podcast dient als Plattform für die Diskussion von Themen und den Austausch von Expert*innenmeinungen. Alle Inhalte sollen zur Inspiration und zur Anregung von Diskussionen dienen und stellen keine offiziellen Positionen oder Empfehlungen der RBX GmbH dar.

»What is Sync and Why is it Important?« (Anara Publishing) [https://www.anarapublishing.com/what-sync-why-important/]

»Yasmine Gallus von Budde Music über Music Sync und Lizenzierung« (Backstage PRO) [https://www.backstagepro.de/thema/yasmine-gallus-von-budde-music-ueber-music-sync-und-lizenzierung-2019-06-07-27mj81mtDn]

Transkript anzeigen

00:00:02: Ich würde mir total wünschen, dass in der Zukunft SYNC-Einnahmen für Künstlerinnen der Mittelklasse eine feste Größe wäre.

00:00:13: Einfach um genau diese KünstlernInnen oder auch dann wirklich tatsächliche Newcomer-KünstlerInnen zu unterstützen ihre Karriere aufzubauen.

00:00:21: Es gibt vielleicht einmal im Jahr einen Tag an dem bei mir ne ganz weirde Form der Nostalgie klickt.

00:00:27: Da versuche ich, das gemütlichste Gefühl meiner Kindheit schlechthin zurückzuholen.

00:00:32: Den FIFA-Five am Familienpc in den Sommerferienmoment.

00:00:37: Dieser Moment hat einen Soundtrack der bis heute in etlichen Spotify-Playlisten konserviert wird.

00:00:43: Playlisten mit aber tausenden Followerinnen voll mit Songs die als Menümusik in teilweise dreißig Jahre alten FIFA-Editionen aufgetaucht sind!

00:00:53: Das Computer- und Konsolenspiel FIFA hat es mit seiner Musikintegration über Jahrzehnte hinweg geschafft, immer neue popkulturelle Momente zu kreieren.

00:01:03: Die für viele Leute meiner Generationen auch nachfolgender Generation wie beschrieben bis heute nachhalten.

00:01:11: Artist-Karrieren geebnet, während Artists FIFA im Gegenzug überhaupt erst dieses FIFA-Feeling eingehaucht haben.

00:01:19: Eine absolute Win-Win-Situation sozusagen!

00:01:22: Hinter jeder einzelnen Songplatzierung in der FIFA-Menümusik steckt ein Zünddeal.

00:01:27: Genau wie hinter den allermeisten Musikplatzierungen in Filmintros, Serientrailern oder Werbeclips.

00:01:33: und ja Leute sorry to say Meilensteine der Popkultur, wie der Sound of the Police Moment in La Haine oder den Nothing suits me like a suit moment in How I met your mother.

00:01:44: Oder der Where's my mind moment in Fight Club?

00:01:47: Die wurden erst durch kaugummiartige staubtrockene Sync-Verhandlungen überhaupt möglich!

00:01:53: Der SYNC-Bereich war im vergangenen Jahr für zwei Prozent der weltweiten Musikindustrie umsetzeverantwortlich, hat global über sechshundert Millionen US-Dollar und innerhalb der deutschen Musikbranche immerhin zwölf Millionen Euro an Umsätzen generiert.

00:02:09: Service-Episode und für einen Deep Dive in das durchaus komplexe Feld, welche Schritte passieren konkret bevor ein bestimmtes Lied seinen Weg in eine Netflix Produktion findet.

00:02:20: Welche Songs sind prädestiniert fürs Sync-Lizenzierungen?

00:02:24: Wie können Artists ihre Chancen steigern auf dem Radar von Music SupervisorInnen auftauchen?

00:02:31: Wie realistisch ist es, dass Zünddeals dir die Miete aufs Konto spülen?

00:02:35: Was gilt es für Künstlerinnen zu beachten, die auf dem Zündmarkt Welle machen wollen?

00:02:39: und was sind aktuelle Entwicklungen vielleicht auch Erfolgsgeschichten auf dem Sündmarkt.

00:02:45: All das wollen wir hier klären in dieser neunundzwanzigsten Episode von Repa-Band Festival DiebDive, den Podcast aus der Musikbranche für die

00:02:53: Musikbranche

00:02:54: präsentiert von Musikwoche!

00:02:56: Wir – das sind immer noch und wie immer Alex Barbian und Dina Burghausen Und natürlich haben wir auch diesmal hochkarätige ExpertInnen an Bord, die ihren Wissensschatz netterweise mit uns teilen.

00:03:07: Danke im Voraus für eure unfassbare Hilfe und Eure Insights an Patrick Yoist, Katharina Horn und Stefan Kauertz!

00:03:14: Wir zeichnen diesen Podcast am fünften Juni-Zweißen-Sächsen-Zwanzig auf.

00:03:18: Alle relevanten Recherchequellen findet ihr in den Show Notes und wir starten rein und freuen uns dass Ihr uns

00:03:24: begleitet.

00:03:29: Ja, ich weiß nicht wie es dir geht Lina.

00:03:31: Aber in meiner Wahrnehmung ist der Zündbereich innerhalb der Musikbranche der vielleicht abgeschottete überhaupt und ich will ehrlich sein bis vor etwa zwei Wochen hatte ich absolut gar keinen Schimmer davon wie das Alltagsgeschäft im Zünd-Bereich den ich aus der Ferne immer als sehr ja bürokratischen Komplex empfunden habe abläuft.

00:03:51: falls uns gerade Menschen zuhören denen es ganz ähnlich geht Keine Sorge, wir fangen mit dem absoluten einmal eins an und verstehen diese Folge selbst als Sync Crash Course.

00:04:02: Sync warerweise mit C oder CH am Ende geschrieben ist die gängige Abkürzung für das Wort Synchronization und meint in unserer Branche den Prozess indem ein Musikstück lizenziert wird um Achtung Fachschaggon in zeitlicher Abstimmung mit visuellen Medien verwendet werden zu können.

00:04:20: Also findet ein existierender Song oder einen Schnipsel daraus den Weg in einen Spielfilm, eine Serie einer Dokumentation.

00:04:26: Eine Werbung oder ein Videospiel wird also mit dem entsprechenden Produkt synchronisiert.

00:04:31: daher der Name.

00:04:32: hat es im Vorfeld in der Regel einen Zünd-Deal gegeben.

00:04:36: In einem solchen Deal sind verschiedene Parteien oder besser Gewerke involviert, das liegt an der wichtigsten Grundregel im Musikrecht nämlich am Umstand dass jeder Song von zwei voneinander getrennten Rechtesäulen geschützt wird.

00:04:50: Ich habe die Zündexpertin meines Vertrauens gebeten Milieenes Säulenmodell so plastisch wie möglich zu erklären.

00:04:57: Es handelt sich um Katharina Horn Die seit Februar sich ihre eigene Firma betreibt, in der sie Künstlerinnen und ProduzentInnen managt.

00:05:07: Gleichzeitig aber auch Music-Supervisorin ist und sich in der Vergangenheit bei Neubau & Golden Gate Management um den Zündbereich gekümmert hat.

00:05:16: Wenn mich jemand bittet ihm oder ihr einen Zünddeal zu erklären dann bitte ich die Person tatsächlich als erstes sich einmal so kindliche Holzbauklöcke vorzustellen mit denen wir ein ganz rudimentäres, einfaches Haus bauen.

00:05:31: Das besteht einfach nur aus zwei Säulen und diese Säule sind

00:05:34: gleich hoch,

00:05:35: gleich breit haben wirklich die selbe Form und darauf einfach einen dreieckiges Dach so.

00:05:42: Und diese ganz einfache Konstruktion ist unser Song!

00:05:46: Es ist wichtig dass die beiden Säulen dieselbe Form haben denn sie sind auch gleich wichtig.

00:05:53: Die eine Säule ist das Urheberrecht, also das Recht an Komposition und Text.

00:05:58: Es sichert die Urheberninnen, die SongwriterInnen und ProducerInnen eines Songs ab und wird – sofern die SongwritersInnen bei einem Verlag unter Vertrag stehen – von einem Verlager vertreten.

00:06:11: Wenn ein Song mehrere KomponistInnen hat, können natürlich auch mehrere Verlage für das UrHeberrecht hinter dem entsprechenden Song zuständig sein!

00:06:20: Katharina Horn dazu.

00:06:21: Es ist im Urheber recht so, dass eine Person einen Song schreiben kann.

00:06:26: Aber es können auch zwanzig Personen einen Song schreiben und diese zwanzigen Personen um jetzt mal bei einem sehr übertriebenen Beispiel zu bleiben, können sich kreuz und quer das Copyright teilen also die hundert Prozent am Werk untereinander aufteilen.

00:06:40: Eine Person kann zwei Prozent haben, eine andere dreißig dann wieder jemand acht.

00:06:45: wie auch

00:06:45: immer.

00:06:47: Die zweite rechte Säule stellt das Leistungsschutzrecht an der spezifischen Tonaufnahme dar.

00:06:54: Die Rechte derselben Person klärt im Prinzip.

00:07:21: Das fertige Master eines Songs gehört also erstmal den Interpretinnen, die den Song eingesungen oder eingespielt haben.

00:07:28: Oftmals wird das Master dann von einem Label dezentriert und gehört dann eben diesem Label zumindest temporär.

00:07:34: In der Regel ist es das Label bei dem der jeweiliger Hauptinterpret, die Hauptinterpretin gesigned ist oder auf dem der entsprechende Song erschienen ist.

00:07:43: Mittlerweile werden Songs aber natürlich auch oftmals ohne Label oder Verlag im Rücken veröffentlicht.

00:07:48: In diesen Fällen gehören Urheber und Masterrechte selbstverständlich den beteiligten Artist selbst.

00:07:54: Für einen erfolgreichen Zünddeal braucht es zwei separate Genehmigungen.

00:07:58: Scheitert die Einigung am Ende an nur einer Partei, also an dem... Urheberrechten oder den Masterrechten, oder auch nur an einer einzigen beteiligten Person die ins Songwriting oder in Produktionen involviert war fällt der Song durch.

00:08:11: Bevor wir uns die einzelnen Inzünddils involvierte Gewerke genauer anschauen und uns dem Ablauf eines solchen Deals widmen muss auf einen Sonderfall hingewiesen werden.

00:08:22: Wird ein nichtwerbliches Produkt für das klassische Fernsehen oder zum Beispiel die ARD-Mediathek produziert und ausschließlich innerhalb Deutschlands ausgestrahlt, müssen keine Sync-Deals für Musikstücke eingetütet werden, die im Background laufen.

00:08:37: Das hat stark zusammengefasst mit Gema-Rahmenverträgen zu tun, die alle öffentlich rechtlichen Sender und sämtliche dem Verband privater Rundfunk- und Telemedienangehörigen Player abgeschlossen haben.

00:08:50: Warum

00:08:50: das in der Praxis schwer von vorte ist, hat uns Alex Teilzeitchef Stefan Kauerts erklärt!

00:08:56: Stefan ist Geschäftsführer der Berliner Film- und Fernsehproduktionsfirma Film Five, dort als Produzent, Autor und Regisseur tätig.

00:09:04: Früher war Stefan mal Programmchef von Viva und Viva II – bis heute ist er nicht minder Musik denn Filmen-Ört!

00:09:11: Jetzt ist zum Beispiel in einer deutschen Produktionslandschaft das so, dass immer wenn man für deutsche Fernsehesender produziert – und so sind es in vielen anderen Ländern auch in den meisten gibt es schon Bematil, das heißt ich kann eigentlich alle Musik die offiziell veröffentlicht ist

00:09:28: benutzen

00:09:29: um mein Werk zu scoren.

00:09:32: Das liegt daran, dass die Fernsehsender Patrige mit den Verwertungsgesellschaften bei uns der GEMA haben und man dann einfach nur eine Liste schreibt.

00:09:40: Mit der Musik, die man verwandt hat, mit der Dauer, mit dem Labelcode damit die GEMA treten kann was man da benutzt hat und danach nach einem Verteilungsschlüssel bekommen nachher Label- und Kündensler Geld ausgezahlt dafür wie es verwendet

00:09:55: wurde.

00:09:56: Wenn im Tatort ein Song von den Beatles läuft, hat im Voraus also kein Zinktil stattgefunden.

00:10:02: Weil es Gema-Schlüssel gibt über denen die Beatles bzw der Nachfahren ohne große Umwege Tantiemen erhalten.

00:10:09: Komplizierter wird das aber zum Beispiel schon in dem Moment wo ein deutscher Film auch in den USA gezeigt werden soll oder wenn ein Videoprodukt ins Blaue oder für Plattformen ohne Gema Rahmenverträge hergestellt beziehungsweise auf diesem Plattform ausgestrahlt wird.

00:10:23: Stefan Kauerts spricht da auch.

00:10:28: Das heißt, wenn ich jetzt eine Netflix-Serie herstelle um ein Beispiel zu geben.

00:10:47: Was ja bis zu hundert Ländern auf der Welt ausgegeben wird, dann muss ich halt die Sinkrechte für diesen Song erwerben damit er auch überall auf der welt benutzt werden kann.

00:10:58: Weil die Streamer denen gibst du alle rechte von deinem gedrehten und vertont Material für meistens zeitlich räumlich unbegrenzt Und damit sind wir im Grunde genommen schon mitten im thema.

00:11:11: Im Raum steht also ein, in welcher Form auch immer visuelles Projekt das mit passender Musik unterlegt werden soll.

00:11:19: Diese Musik muss natürlich erstmal ausfindig gemacht werden und schon dies geschieht in der Realität auf unterschiedlichste Arten und Weisen.

00:11:27: Wenn Stefan Kauerts Filme produziert, scoutet und sammelt er seine Soundtracks- und Musiksnipsel – das weiß ich aus eigener Erfahrung – in der Regel auf eigene Faust!

00:11:37: Es gibt aber auch Verlage und sogar spezialisierte Pitching-Agenturen, die proaktiv Kund in den Akquise betreiben.

00:11:44: Also Songs für potenzielle Synk-Einbettungen beispielsweise an Filmemacherinnen oder Music SupervisorInnen pitchen.

00:11:51: Zweit genannte sind für gewöhnlich Menschen mit großen Musikbranche-Netzwerk und großer Musikexpertise.

00:11:58: Sie treten zunächst mal als Songdetektiv-Innen auf, als Zuarbeiterinnen für ja beispielsweise Filmschaffende die nach einer bestimmten Musikfarbe für ihr Projekt oder eine bestimmte Szene suchen.

00:12:10: Ehrlich gesagt finde ich es gar nicht so einfach den Job Music Supervisorin zu erklären ganz einfach weil er von Personen zu Personen so super unterschiedlich interpretiert und praktiziert wird.

00:12:22: Wie breit das Feld Supervising ist, hat SYNC-Ultra-Experte Patrick Geust für uns skizziert.

00:12:29: Er blickt auf eine über zwanzigjährige internationale Karriere im Licensingbereich zurück und hat quasi sämtliche Sync Gewerke durchlaufen und unter anderem für die Sony, BMG, Warner, MTV, Hypnosis und drei Pee gearbeitet.

00:12:42: Er ist außerdem Gründer und Geschäftsführer der Beratungsfirma Musicwise!

00:12:47: Auch die Qualifikationen von Superweisern können sehr unterschiedlich sein und die stärken.

00:12:51: Es gibt Superweiser innen, und ich sage jetzt kurz Infos, weil es mir zwei von rein im Kopf gekommen sind.

00:12:58: Die kommen sehr von der kreativen Seite diesen selbst ausgebildeten Musikerinnen.

00:13:01: Die gehen mit ins Studio, die betreuen die Aufnahmen wenn zusätzlich Score eingespielt werden soll.

00:13:07: Sie sitzen in der Mischung.

00:13:09: Das ist wirklich komplett unterschiedlich, was die Leute auch an Fachwissen mitbringen.

00:13:13: Ich werde da lost.

00:13:14: wenn ich mich jetzt in den Studio stecken.

00:13:15: würde das dann sagen, ja kannst du hier mal die Aufnahmen überwachen?

00:13:17: oder so ganz klassisch ist im Film- und TV-Bereich zum Beispiel dass du dann das Debruch kriegst, dann machst du einen Spotting guckst wo ist Musik ins Zähn schon reingeschrieben?

00:13:26: also sei es umso lang definierter Song oder bestimmte Beschreibung keine Ahnung.

00:13:30: Bar und Pianomusik läuft im Hintergrund.

00:13:33: Bei dem Sporting geht man halt durch und guckt, an wie viel Stellen braucht man Musik.

00:13:36: Was dann aber sofort auch in meinen Kopf jetzt reinklickt ist... ...dass man da ein Budget mitdenken muss.

00:13:42: Und das ist ein Teil, also der administrative Teil macht nach allem was ich selbst weiß und auch aus Gesprächen mit anderen superweise in der administrativen Teil ist super, super wichtig!

00:13:53: Also das umfasst für mich auch so Budget-Kontrolle zum Beispiel.

00:13:56: Das ja natürlich ist wenn du eine Filmproduktion hast zu meiner europäische die dann oft sowieso als Gesamtproduktion und Budget relativ klein im Vergleich zum Beispiel zu den USA sind, dass du dementsprechend noch einen relativ kleinen Anteil davon auch für Musik hast.

00:14:11: Das ist auch in den USA so.

00:14:12: aber du musst insgesamt von Anfang an das Budget mitdenken und auch überwachen und kontrollieren also auf wirklich ein Auge drauf

00:14:18: fahren.".

00:14:19: Ihr seht schon was die Supervising-Personen, sofern es sie auf dem jeweiligen Projekt gibt

00:14:24: macht

00:14:25: kommt stark auf die entsprechende Konstellation an.

00:14:28: Hier pitcht sie eigens gescautete Songs an Filmfirmen, da verschickt sie wage musikalische Briefingsanlage und lässt sich entsprechend bemustern.

00:14:38: Dort klopft sie die Branche nach expliziten Wünschen eines Auftraggebers

00:14:41: ab.".

00:14:41: Wenn ein Match gefunden ist gilt es ob nun vonseiten der superweisigen Person oder zum Beispiel der Produktionsfirma herauszufinden wer die Urheber- und Masterrechte am entsprechenden Song besitzt.

00:14:54: Um festzustellen, wer am Song beteiligt war und Rechte daran besitzt kann die frei zugängliche GEMA-Reportoirsuche eine Hilfe sein.

00:15:03: Spätestens an diesem Punkt weiß man dann hoffentlich welche Verlage und Labels kontaktiert werden müssen um in Zündverhandlungen eintreten und Details klären zu können.

00:15:13: Und jetzt Patrick Jöst?

00:15:15: Dann will ich den Verlag ansprechen weil der Verlag verwaltet ja die Komposition also das Copyright.

00:15:21: Das ist quasi das Recht, was der Kern des Ganzen ist.

00:15:24: Also du brauchst eigentlich immer erst die Frage auch für die Kontosition.

00:15:26: Wenn es so wäre, dass da ein Sample drin wäre und dann wenn wir über Verlage aufstehen, dann müsste man auch das Sample mit klären.

00:15:32: Dann müssen wir mal auch das mit anfragen.

00:15:34: Dann werden da Fragen kommen.

00:15:36: also das heißt man sollte da auch schon vorbereitet sein.

00:15:38: wie soll die Nutzung genau aussehen?

00:15:40: Man sollte möglichst genau wissen, was man braucht.

00:15:42: Ich hab das ein paar Mal in meiner Reihe erlebt, dass Leute ankamen und weil sie irgendwie nicht so richtig verstanden haben.

00:15:48: Das ist halt auch relativ komplexen.

00:15:49: Leute haben manchmal auch so bisschen Angst davor und tun dann so oder meinen dann so tun zu müssen als wenn sie sich super auskennen.

00:15:55: Mir sind zum Beispiel schon untergekommenes Leute ankamten.

00:15:57: ja wir wollen auf jeden Fall Orm-Media Und Media ist halt das größte Paket was du dir vorstellen kannst.

00:16:03: Weil es halt nicht definiert ist im Zweifelsfall das teuerste.

00:16:06: also bei der Lizenzierung geht's halt drum möglichst genau zusammen rauszufinden, was wirklich gebraucht wird.

00:16:12: Man muss auch ein bisschen die Rechte haben und verstehen wie natürlich der Job ist zu schützen und zu gucken dass der Wert erhalten bleibt.

00:16:21: Okay verstanden!

00:16:22: Der geplante Film oder besser sogar die exakte Szene wird also beim Verlag vorgestellt oder auch beim Arzt selbst falls dieser keinen Verlag haben sollte.

00:16:32: Ja, das hat er aber zumindest wenn er für Singteals in Frage kommt.

00:16:36: In der Regel und wer nicht sollte er sich spätestens an dieser Stelle dringend professionellen Support- und Beratung holen?

00:16:42: Es ist ab einer gewissen Größe schlichtweg ein ganz schöner Brockenarbeit, sich eigenhändig um die Verwertungen, die Verwaltung, die Vermarktung, die Lizensierung und den Schutz der eigenen Musikrechte zu kümmern.

00:16:53: Den eigenen Zündkatalog und dessen Metadaten zu pflegen und parallel dazu noch irgendwie kreativ weiterzuarbeiten!

00:16:59: Jedenfalls wird an diesem Punkt im Prozess, also nachdem eine Clearance-Anfrage beim Musikverlag eingetrudelt ist der alle relevanten Parameter enthält die sogenannte Sync V verhandelt.

00:17:11: Wie Patrick und vorhin auch Stefan schon angedeutet haben orientiert sich der Preis für ein Sync Lizenz federführend an den Faktoren Plattform Nutzungsform Territorium und Dauer.

00:17:23: darüber sprechen wir später noch in Detail.

00:17:25: Unser Synth-Deal liegt ja schließlich noch auf Eis.

00:17:28: Zum Beispiel, weil der Verlag sobald ein Angebot vorliegt im Zweifel erstmal alle am Song beteiligten Artists abklappern muss um nachzufragen ob sie beispielsweise in einer Autowerbung oder einem politischen Film stattfinden möchten.

00:17:43: Katarina Horn dazu.

00:17:45: In einem nächsten Schritt werden dann die jeweiligen Tatsächlichen RechteinhaberInnen also die Autorinnen und der oder die Künstlerin, oder Band vielleicht auch kontaktiert und dann wird ihnen genau erklärt.

00:17:59: Pass auf!

00:18:00: Der und der Song ist angefragt.

00:18:01: es geht um diese oder jene Nutzung.

00:18:04: was hältst du davon?

00:18:06: Und dann ist erst mal ein Bauchgefühl.

00:18:09: also es gibt ganz viele Künstler in denen sich natürlich eine Synclicensierung total wünschen oder deren Traum.

00:18:17: Das ist das, was mal passiert, dass sie ihren Song irgendwo in einer großen Werbung hören oder einen tollen Film oder eine tolle Serie.

00:18:24: Aber

00:18:25: es kommt natürlich auch mit Komplikation um die Ecke.

00:18:27: also... Was ist es für ne Marke zum Beispiel wenn wir von der Werbung sprechen?

00:18:31: Was ist das für ein Produkt?

00:18:33: welcher Konzern steckt vielleicht dahinter?

00:18:35: Da gibt es durchaus Künstlerinnen und ich unterstütze das sehr persönlich Die Prinzipien haben und zum Beispiel sagen Sie machen keine Werbung für die Bundeswehr, sie machen keine werbung für Nestle oder was auch immer.

00:18:47: Was für Konzerne?

00:18:49: Einfach nur Beispiele jetzt!

00:18:51: Oder sie machen kein Werbung von Alkohol oder keine Werbungen für irgendetwas, was umweltschädigend ist.

00:18:57: Autos zum Beispiel oder was doch immer.

00:18:59: egal und in Filmen und Serien ist das oft ein Stolperstein wenn eine Szene recht heikel ist.

00:19:06: Also, manche Künstlerinnen wollen nicht dass ihre Musik im Kombination mit der Darstellung von Drogen des Brauch zum Beispiel verwendet wird oder Gewaltszenen oder meinetwegen auch Sex oder ja keine Ahnung.

00:19:21: also egal was für Prinzipien jemand hat die sind alle natürlich rechtfertig und müssen alle gehört werden.

00:19:29: An dieser Stelle eine kleine Anekdote von Stefan Kauerts, die verdeutlicht dass der Prozess der alle Artists Abklapperei durchaus Nerven kosten kann.

00:19:47: Und der Guitarist war schon ziemlich krank.

00:20:00: Das hat über ein Jahr gedauert, bis ich alle Gos zusammen

00:20:04: hatte.".

00:20:05: Kurz zum Kontext!

00:20:06: Der Dokumentarfilm Liebe Demak Tod produziert von Film Five erschien in den Jahr-Zwei-Tausend-Zweihundzwanzig und beinhaltete einen Ninzehundertzweihunachtzig von der Berliner NDW-Band ideal vertontes Gedicht des deutsch-türkischen Schriftstellers Aras Ören.

00:20:23: Und jetzt zurück in den Clearance-Prozess.

00:20:25: Neben dem Verlag und allen beteiligten Kreativen muss natürlich auch das Label mitspielen, dass ebenfalls eine Clearance Anfrage erhält – zumindest wenn Artist XY nicht selbst im Besitz seiner Masterrechte ist.

00:20:38: Erst wenn die Master Use License justisch erteilt wurde alle Beteiligten der Nutzung und dem angebotenen Preis zugestimmt haben, wird das Label zum technischen Dienstleister und sendet das Audio-Material samt Instrumentalversionen und sämtlichen isolierten Tonspuren in höchster Studiokwalität an die Verwertungspartei.

00:20:56: In unserem Fall also die Produktionsfirma für unseren Film.

00:20:59: In der Regel erhalten Verlag und Label bei Abschluss einer Synthlizenz denselben Beitrag.

00:21:04: Wenn ein Die die Deal abgeschlossen ist, ist es dann der Verlag.

00:21:08: Der Fies eintreibt teilweise an die Beteiligten auszahlt und die Gema-Meldungen für Komponistinnen und Textdichter übernimmt.

00:21:15: Erst jetzt darf die Produktionsfirma oder von mir aus der Spielehersteller das gesünkte Lead final benutzen!

00:21:22: Wie ihr euch vorstellen könnt gibt's etliche Faktoren, die den eben skizzierten nicht selten durchaus Zähnen-Synchprozess crashen oder zum Platzen bringen können... Wenn nur zehn Prozent vom Copyright fehlen, kann ein Song nicht lizenziert werden.

00:21:37: Außerdem scheitern Dieels oft an unterschiedlichen Budgetvorstellungen und ihrem Schneckentempo wie uns Patrick Jöst erzählt hat.

00:21:50: Und das Timing hängt oft damit zusammen, ob Klarheit besteht.

00:21:53: Wer die Stakeholder sind und wer alles zustimmen muss.

00:21:56: Im Umkehrschloss bedeutet es auch wenn du selbst Artist bist oder ein Rechteinhaber oder Kataloger hast.

00:22:03: Das ist super.

00:22:03: wichtig ist wie du das Profil schärfst.

00:22:06: Ah, das Profi... klar was ist da künstlerisch dahinter?

00:22:09: Wofür steht die Musik der Katalog aber auch dass rausstellst was eben sauber zu kriegen.

00:22:16: Sauber ist ein doofes... ich will jetzt aber nicht leicht sagen Es geht nicht um leichte, es geht um Klarheit.

00:22:22: Und das Dore ist, dass es quasi ein eher hygienischer Faktor ist heutzutage.

00:22:28: Was Patrick damit sagen will?

00:22:30: Artists get your shit together!

00:22:33: Also sorgt dafür, dass alle Gewerke in euren Teams absolute Klarheit über die rechte Situationen eurer Komposition und Master haben, um eben Sinkdeals nicht unnötig in die Länge zu ziehen.

00:22:45: Gegen Ende dieser Folge werden wir euch lieber Artists... Toller Service Podcast, wie wir sind.

00:22:51: Gerade wenn ihr euren Weg independent geht noch mit ein paar praktischen Tipps versorgen.

00:22:57: Vorher wollen wir aber einen Exkurs in die Praxis unternehmen oder besser gesagt in die Welt der wirklich spektakulären bergeversetzenden Sync-Deals der jüngsten und älteren Popgeschichte.

00:23:09: Als ich angefangen habe mir zum Thema Sync Notizen zu machen stand sehr früh der Name David Bowie auf meinem Zettel.

00:23:16: Die Überpräsenz seines Hits Heroes im oneinzehntundachtachzig erschienenen Filmklassiker Wir Kinder vom Bahnhof Zoo ist der beste Beweis dafür, dass ein Perfekt Zündmatch sogar dafür sorgen kann, das ein Song zum Teil der Handlung eines Films wird.

00:23:33: In Wir Kinder von Bahnhof Zu untermalt Heroes nicht nur eine sehr zentrale Szene – Christiane F besucht im Laufe des Films dann sogar einen David Bowie Konzert!

00:23:43: Ein aktuelleres Beispiel für die konkrete Handlungseinbindung eines Songs in Bewegbild ist das Stück Pleasure to Kill von Creator, dass in der Serie Dark verstrickt wurde.

00:23:53: Interessant ist daran, dass dieser Song vor mehr als vierzig Jahren erschienen ist und durch Dark vor kurzem eine Art zweiten Frühling erlebt hat.

00:24:02: Damit sind wir bei einer sehr spannenden Entwicklung auf dem Syncmarkt angelangt über die wir hier unbedingt sprechen müssen – also sogenannte Needledrops!

00:24:10: Platzierungen längst vergessener Musikstücke in Filmen, Serien und Werbeclips.

00:24:15: die haben in den letzten Jahren vermehrt stattgefunden.

00:24:18: Denken wir nun mal an den angestaubten Reinhard Maisong In Meinem Garten aus neunzehnhundertsiebzig der durch die Haftbefehl Doku-Zweitausendfünfundzwanzig zum Hit einer ganz neuen Generation geworden ist und auf seine alten Tage etliche goldene Platten eingesammelt

00:24:32: hat.".

00:24:33: Ein entscheidenden Anteil am Retrohype im Synkbereich hat sicherlich die Netflix-Serie Stranger Things.

00:24:40: Kate Busch's Running Up That Hill hat, so sieben und dreißig Jahre nach Veröffentlichung dank der Serie so unverhofft wie prominent zum zweiten Mal Einzug in den Pop-Olymp gehalten.

00:24:53: Nach der Serienplatzierung stießt der Song in vierunddreißig Ländern in die Topten vor.

00:24:59: Inzwischen wurde Running Up Dead Hill über eins Komma sieben Milliarden Mal auf Spotify gestreamt!

00:25:05: Wahnsinn, ein solches Erdbeben erzeugt neben Stranger Things derzeit vermutlich höchstens die Eingangs erwähnte FIFA-Reihe von EA deren Games heutzutage eA Sports FC heißen.

00:25:16: Anhand von FIFA Platzierungen lässt sich optimal verdeutlichen, was für ein heftiger Karriere-Katalysator ein Zinkdeal sein kann.

00:25:24: Im Gegensatz zu einem Film in dem ein Song vielleicht mal höchstens forty-fünf Sekunden im Hintergrund läuft, läuft die Menümusik bei FIFA wieder und wieder durch – und das auch noch in Momenten, an denen Spielerinnen Dopamin ausschütten!

00:25:38: Wenn es dein Song in die FIFA-Menü-Musik geschafft hat wird er am Release-Takt des Spiels gleichzeitig von Millionen Menschen in London, Tokio Berlin und Sao Paulo gehört.

00:25:48: Sobald das Spiel erscheint, schießt die Schesähmkurve deines Songs stein nach oben.

00:25:53: Was wiederum dazu führen kann dass er wie automatisch in riesige kuratierte Playlisten auf den relevanten Streaming-Plattformen rutscht!

00:26:01: Einmal im Spiel platziert, generiert der Song auch zehn Jahre später noch verlässlich Streams und Tantiemen.

00:26:06: Bands wie Blockparty, Casabian oder auch Billie Eilish wurden durch FIFA für Millionen Menschen zu prägenen Künstlerinnen ihrer Jugend.

00:26:15: FIFA Road to World Cup'n'Ninety Eight ist untrennbar mit Song Two von Blur verbunden.

00:26:20: Jerk it out von Caesars würde ohne die Platzierung in FIFA Null vier wohl kaum auf jeder Y to K Party laufen.

00:26:27: Love Me Again von John Newman ist durch FIFA XIV zum Generationenurwurm geworden und auch die Glass Animals wurden erst durch die Platzierungen des Stücks Heat Waves in FIFA XXI vom Indie-Geheimtipp zur Billboard Band.

00:26:40: Spannenderweise munkelt man, dass die Vergütungen für Synthdeals mit den Fifa-Macherinnen verhältnismäßig eher gering sind vor dem Hintergrund das diese Deals einer kulturelle Ritterschläge und andererseits monetäre Sächser im Lotto über drei Banden sind, ist das ja aber auch irgendwie nachvollziehbar.

00:26:59: Wer angefragt wird, wird im Boot sein – selbst wenn dafür vorerst nur eine verhältnismäßig kleine Vieh eintrudelt!

00:27:06: In einer anderen Region des Sync-Universums, die mit deutlich weniger positiven Kultfaktor versprechen verknüpft wird als ihr Kinder von Warnhof Zoo, Stranger Things oder EA Sports FC – wäre das absolut undenkbar.

00:27:19: Wir hören Patrick Jöst.

00:27:21: Wenn es eine filmere TV-Serie ist und es jetzt etwas halbwegs Schmackvolles würde im zweifelsten Fall einem Song nicht schaden.

00:27:30: Wenn dies aber eine Werbung ist Ist das schon eine ganz andere Diskussion?

00:27:33: Ah, weil man vielleicht keinen Bock aufs Produkt hat.

00:27:35: Auf die Produktgattum!

00:27:36: Weil es Fast-Food ist.

00:27:37: oder Fleisch oder Tabak gibt's eigentlich nicht mehr und du weißt was ich meine?

00:27:41: Gleichzeitig ist auch so im Werbebereich dass gerade größere Kunden dann schon nachfragen wurde der Song in den letzten drei Jahren... In den letzten fünf Jahren wo wurde er in Europa schon mal benutzt?

00:27:51: Wo wurden wir so...?

00:27:52: Das ist jetzt ne Frage, den Rechteinhabern nicht beantworten muss aber die meisten werden es trotzdem.

00:28:08: Eine Platzierung in einem Hollywood-Streifen mit acht Komma siebener IMDB-Bewertung wertet einen Song natürlich auf.

00:28:15: Eine Platzierung in einem Werbeklipp für Spirituosen kann ihm hingegen den Trash-Dempel aufdrücken.

00:28:21: Wir haben ja erst vor Kurzem, in unserer Episode XXVI presented by Branddeals als kultureller Ausverkauf darüber gesprochen das Musik im Zuge geschickt gebaute Kampagnen geradezu mit Produkten verschwimmen können und auch darüber dass es natürlich zum Problem wird wenn die Bewerbung von entsprechenden Produkten arg moralische Fragen aufwirft.

00:28:44: für sich.

00:28:45: Coldplay werden bis heute kaum mit der Entscheidung hardern, Vivala wieder für eine iTunes-Werbung hergegeben zu haben und Moby, der den inoffiziellen Weltrekord für die kommerziellste Verwertung eines Albums aufgestellt hat indem er jeden einzelnen der achtzehnt Songs seiner LP Play unter anderem für Nissan American Express und Bay Lease Werbespots versünken ließ scheint sich in puncto Sellout bis heute auch keiner Schuld bewusst zu sein.

00:29:13: Ein ungeschriebenes Gesetz in der Sync-Branche besagt allerdings schon, dass Platzierungen und Werbungen ausschließlich dann passieren wenn das Geld stimmt.

00:29:22: Und Beträge fließen die das Budget der allermeisten Filmproduktionen um Weiten sprengen würden!

00:29:27: In Foren und Artikeln sind wir immer wieder über die Lachsefaustregel – Werbung bringt Cash, der Film eher prästisch gestolpert.

00:29:35: Auch wenn die Sache wahrscheinlich nicht ganz so einfach ist wird da schon was dran sein.

00:29:41: Lass uns an dieser Stelle doch mal etwas tiefer in den Prozess der Preisfindung eintauchen, der auf dem Weg zum fertigen Zünddeel stattfindet, Lena.

00:29:50: Für die Zündvieh also die Einmalzahlungen für die Nutzung eines Songs im Zündkontext gibt es keine feste Preisliste.

00:29:57: Die Summen, die ausgeschüttet werden variieren extrem und hängen erster Linie von drei Faktoren ab Der Bekanntheit des Songs bzw.

00:30:05: des Artists dem Budget der Produktion und der Reichweite beziehungsweise den Nutzungsrahmen des Songs im entsprechenden Projekt.

00:30:14: Regel Nummer eins Wenn ein Song bereits vor dem Deal ein Hit ist, kostet seine Verwertung mehr Geld.

00:30:21: Wer Forever Young oder Live is live in seinen Werbeclip verbauen will kann sich also schon mal mit der Auflösung seines Bausprachvertrags auseinandersetzen.

00:30:30: Und Beyoncé wird ein ihrer Songs mit Sicherheit auch nicht für fünftausend Euro an einen Spielfilm verhökern.

00:30:37: Eine deutsche Mittelklasseband mit hunderttausenden monatlichen Hörerinnen wäre dagegen im siebten Himmel, wenn sich für zwanzig Sekunden in denselben Film stattfinden dürfte und dafür vielleicht sogar noch einen mittleren Vierstelligen Betrag kassieren würde!

00:30:50: Wobei

00:30:50: es natürlich schon darauf ankäme, von welcher Art Film wir hier sprechen.

00:30:54: Ein unabhängiger Indie-Film der vielleicht ausschließlich auf kleinen Filmfestivals ausgestrahlt wird und kaum kommerzielle Auswertung erfährt hat wenig monetären Verhandlungsspielraum zu bieten.

00:31:06: Realistischerweise kann er allerhöchstens ja fünfhundert Euro für eine einzelne Synthlizenz ausgeben.

00:31:12: Demgegenüber kann eine Platzierung in einem globalen Werbespot einen bis zu siebenstelligen Betrag abwerfen.

00:31:19: In den USA scheint es absolut gängig zu sein, dass Artists durch die Platzierung eines Stückes in einer Werbekampagne zwischen einhunderttausend und einer Millionen US-Dollar einheimsen!

00:31:30: Eine Besonderheit des Sync-Bereichs Werbung ist einerseits, dass Rechte dort meistens nur für einen sehr begrenzten Zeitraum eingekauft werden.

00:31:38: Also Unternehmen nutzen den entsprechenden Song ja gezielt um ihr Produkt emotional aufzuwerten oder eine Kampagne aufzuladen und die dauert meistens ja höchstens ein paar Monate lang.

00:31:49: Weshalb die meisten Werbelizenzen nur für die Zeitspanne von einem Jahr verdient werden.

00:31:54: Andererseits verlangen Marken, Patrick hat es gerade angesprochen oftmals auch eine Exklusivität.

00:31:59: Der Vorteil einer Automarke zahlt einen massiven Aufpreis damit der selbe Song im nächsten Jahr nicht in der Werbung eines Konkurrenten läuft.

00:32:07: Lizenzdauer und Exklusive sind generell natürlich wichtige Parameter eines Deals.

00:32:13: Hinzu kommt der Faktor Nutzungsbereich.

00:32:15: Also die Frage, ob ein Song in einen Free TV, Kino, Mediatheken oder Pay-TV Produkt eingebettet wird und in welchem Ausmaß das Produkt perspektivisch vervielfältigt werden soll?

00:32:27: Bevor ein Deal geschlossen und einen Preis gefunden wird, muss natürlich auch über das Lizenzgebiet also die Größenordnung bis Territoriums gesprochen werden auf dem das Produkt zu sehen sein wird.

00:32:39: Soll eine Serie ja ausschließlich in Deutschland oder ganz Europa vielleicht sogar weltweit zugänglich sein?

00:32:46: Die großen Streamingdienste haben den Zinkmarkt revolutioniert aber auch die Preise gedrückt!

00:32:51: Ihre Inhalte sind in der Regel dauerhaft weltweit abrufbar, weshalb die Netflixes und Amazons wohl standardmäßig weltweite Synkrechte für unbegrenzte Zeit einkaufen.

00:33:02: Da Serien pro Staffel mit ähnlichen Songs gespickt sind, ist das Budget pro Musikstück gedeckelt.

00:33:08: Ich habe in einem Artikel gelesen, dass ein eher unbekannterer Artist für die Platzierung in einer Netflix-Szene Pimal Down dreitausend Euro kassiert.

00:33:17: Vor allgemeinern lässt sich allerdings noch nicht einmal das – weil natürlich auch die Parameter Medienumfang, Musikspieldauer und Ort der Platzierungen innerhalb des Produkts eine wichtige Rolle spielen!

00:33:29: Es macht einen riesigen Unterschied ob ein Song Main Title im Vorspann, Endtitel im Abspannen, Trailer-Song vielleicht sogar offizieller Soundtrack oder nur plätschernde Hintergrundkulisse im Mittelteil einer filmischen Produktion ist der von Dialogen in einer Bar übertönt wird.

00:33:46: Und selbstverständlich kann mehr Geld für eine Sechzig als für eine Zehnsikündige Platzierung verlangt werden!

00:33:52: Wie schon

00:33:52: mehrmals angerissen, ist Sichtbarkeit natürlich auch eine Währung für sich die sich schwerlich in Geld übersetzen lässt.

00:33:59: Damit sind wir wieder beim Beispiel FIFA, denn selbst wenn einer Sinkplatzierung auf Anhieb wenig Vieh generiert kann sie ein unheimlich wirksames Werbetul sein und Streams, Shazam-Quoten, Followerinnen zahlen oder meinetwegen auch Merchverkäufe massiv ankurbeln.

00:34:15: Ganz davon abgesehen dürfen wir den GEMA Faktor nicht vergessen.

00:34:19: Ein Kinofilm oder eine TV-Serie kann völlig unabhängig von ausgehandelten einmal Fies über Jahre hinweg sogenannte Performance Realities generieren.

00:34:30: In Deutschland werden das die Gemartandjemen, die jedes Mal neu ausgeschüttet werden wenn ein Produkt beispielsweise im Fernsehen gezeigt wird.

00:34:38: Ich hab wie schon kürzlich in der Radioepisode Interesse halber mal den Gema Rechner angeschmissen.

00:34:44: Wenn dein Song dreißig Sekunden lang als Illustrations und Hintergrundmusik einer Fremdproduktion, also zum Beispiel eines einstigen Kinofilms im Fernsehen läuft, generiert das bei Pro-Sieben zehn Euro.

00:34:56: Bei RTL achtzehn Euro in der ARD einundvierzig Euro und beim Kinderkanal vier Euro.

00:35:04: Und dass selbst wenn der entsprechende Film fünfundzwanzig Jahre alt ist und damals schon ein saftiger Zündziel eingetütet wurde!

00:35:11: Größenordnung und Budget der Produktion, Imagerisiko, Exklusivität, Berühmtheitsgrad, Sichtbarkeitslevel, Lizenzdauer, Lizenzgebiet, Platzierungsform, Longtail – all diese Aspekte sollten mitgedacht werden.

00:35:25: Dazu kommt speziell in der Filmwelt leider auch der Faktor dass für Sync-Ausgaben ein geplantes Geld zum Zeitpunkt der SYNC-Deal Abwicklung oftmals schon anderweitig ausgegeben wurde.

00:35:36: In der Theorie gibt es bei Filmen und Serien meist einen Anteil von etwa fünf Prozent des Gesamtbudgets, die für den Musikbereich vorgesehen sind.

00:35:44: Häufig ist dieses Geld allerdings schon verschleudert wenn es hinten raus darum geht, Szenen mit entsprechender Musik zu untermalen.

00:35:50: Was wiederum dazu führt dass nicht selten gerade bei gering budgetierten Vorhaben rechtefreie wie gemafreie Dosenmusik aus Soundbibliotheken Billigere Cover-Versionen oder leicht verfremdete Songnachbauten benutzt werden, um die Synk Ausgaben zu drosseln.

00:36:08: Gelegentlich werden leider auch unbekannte Musikstücke ohne entsprechende Abwicklung verwendet.

00:36:14: Was ebenfalls nicht vergessen werden sollte, ist das RegisseurInnen und auch Werbetreibende natürlich in sehr vielen Fällen mit Komponistinnen und ProducerInnen zusammenarbeiten.

00:36:24: Die ohne dass es überhaupt externe Synkplatzierungen bräuchte weite Teile von Filmserien oder Werbeklipp-Soundbetten exklusiv produzieren.

00:36:34: Wer den kompletten Soundtrack einer Serie komponiert wird zum festen Teil ihrer DNA.

00:36:39: Im Fall der Erfolgs-Serie Euphoria ist das kürzlich durchaus ein Problem geworden, weil der Producer Labyrinth nachdem er den Soundtrack der ersten beiden Staffeln produziert hatte sich nach Differenzen ziemlich öffentlichkeitswirksam aus den Produktionen der dritten Staffel zurückgezogen

00:36:54: hat.

00:36:55: Und dann ist an dieser Stelle natürlich auch die wachsende Relevanz von KI generierter Musik aus Tools wie Tsuno oder Yudio zu erwähnen.

00:37:03: Auch wenn diese in großen, teuren Hollywood- oder Streamingproduktionen derzeit noch sehr zögerlich bis gar nicht eingesetzt wird – schon allein weil sie juristisch eben nur schwer einwandfrei klierbar ist – könnte sie schon in naher Zukunft diverse Syncslots für Artists aus Fleisch und Blut verunmöglichen.

00:37:21: Worauf wir hinaus wollen, die Tatsache dass ein durchschnittlicher Film zwanzig bis dreißig Musikslots übrigens cues genannt zu vergeben hat, impliziert also nicht automatisch das im Rahmen der Produktion zwanzi bis dreizig SYNK-Deals abgeschlossen werden müssen.

00:37:36: Viele Löcher werden eben mit Musikstücken gestopft, die vorher noch gar nicht in der Welt sind, gar keine in Anführungsstrichen regulären Songs sind oder eben gar nicht versünkt werden müssen!

00:37:50: Kurzer Werbeblock Mit dem Rabattcode Diebdive-Xen zusammengeschrieben, könnt ihr euch jetzt zehn Prozent auf Festival und Contrains Tickets des Reperbahnfestivals sichern.

00:38:00: Nur so lange der Vorrat reicht – Werbung Ende!

00:38:05: Das Engagement von Leuten wie Hans Zimmer schmälert für die breite Masse an Artists natürlich die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Synthdeals.

00:38:15: Wie viel ist also dran?

00:38:16: An der vielerorts geäußerten hoffnungsstiftenden Behauptung, dass der Synkbereich im Zeitalter der Spotify-Sentzellerei die Einnahmequelle der Zukunft sei.

00:38:27: Na ja!

00:38:28: Auf der einen Seite gibt es natürlich Musiker in den Karrieren, die durch einen einzigen dreißig sekündigen Werbeklipp rundum saniert und aufgefangen wurden und werden.

00:38:38: Wenn ein Synkziel klappt kann er auch schnell mal einen Großteil der Einnahmeislener Artists ausmachen Und wenn es knallt, kann's eben oft richtig knallen.

00:38:47: Wobei die Betonung hier wirklich auf Wenn liegt!

00:38:49: Die Künstler in Mittelklasse sollte sich – da sind sie so gut wie alle unsere Quellen einig – nicht an internationalen Stars orientieren, die ihr halbes Leben mit Zynkeinnahmen querfinanzieren können.

00:39:01: Der Zynkbereich ist ein hart und kämpfter ziemlich geschlossener Raum der nur wenigen Leuten wirklich Eintritt gewährt und noch weniger Leute ernsthaft die Chance auf verlässliche Einnahmen garantiert.

00:39:14: Sofern man nicht gerade UrheberInnen oder InterpretInnen eines sehr gefragten Musikstücks ist, darf man nicht erwarten dass die Branche auf der Suche nach passender Musik von selbst auf einen Aufmerksam wird.

00:39:25: Auch wenn es in einigen glücklichen Fällen so passiert

00:39:27: ist.

00:39:28: Patrick Juist hat dem Interview betont das Sync im Normalfall-Zitat Nicht Im Vaku umpassiert.

00:39:35: Es gibt natürlich auch jede Menge spezialisierte Studios die für Werbung produzieren und Filme für Trailer etc.

00:39:41: produzieren – auch in Deutschland.

00:39:43: Aber das sind eben Leute, die sich dann irgendwann spezialisiert haben und auch das gesamte Paket anbieten im Sinne von... Wir haben ein Studio wo Leute vorbeikommen können.

00:39:51: Wo sie einen Kaffee kriegen, wo man Brainstorms und Sachen diskutiert, wo sie eventuell auch dann Audio Post Production anbieten

00:39:58: etc.,

00:39:59: etc.. Das ist dann anders!

00:40:01: Game als jetzt in Anführungszeichen wieder nur seine Musik ein bisschen durch die Gegend zu schicken.

00:40:05: Es gibt bestimmt Leute, die auch das gut machen und clever machen und sehr fokussiert drauf sind.

00:40:09: Wir fallen noch so eins, zwei, drei Beispiele ein von Leuten, die sich da einen Stadding erarbeitet haben aus einem Stadi-Income.

00:40:18: Aber die geben halt eine große Stück weit ihre normale Artiskarriere auf.

00:40:24: weil die dann ganz schön dedicated sein müssen, wenn du davon ausgehst.

00:40:28: Du bist ein normaler Touring-Artist und gleichzeitig machst du irgendwie jetzt deinen Steady Income auch noch über Sync.

00:40:34: Wenn du ein Releasingartist bist ist nichts zu unterschätzen.

00:40:38: oder wie ich immer gerne sage es passiert mich nicht im Barco um.

00:40:41: da wird schon auch geguckt.

00:40:42: wo steht der die Artist kulturell.

00:40:46: Was sind die Streamingzahlen?

00:40:49: Wie sieht deren Instagram aus, also einfach da nicht nur die Zahlen sondern auch was passiert da kulturellen.

00:40:56: Das ist die eine Seite der Medaille.

00:40:58: Die andere ist das in Zeiten in denen die Streamingsplattformen Massive in Originals investieren generell unfassbare Mengen an Bewegtbild produziert werden und dass menschliche Gehirn dauerhaft Hintergrundmusik gewohnt ist mehr gesüngt wird denn je.

00:41:14: Dieser Take von Stefan Kauerts macht, wie ich finde, Hoffnung.

00:41:18: Wenn man so denkt zu jahren neunzig Minuten, keine Ahnung, wieviel Songs brauchte, dann machst du eine Playlist von zwanzig dreißig Songs oder so?

00:41:24: Nee!

00:41:25: Da kannst du mal eine Null dranhängen.

00:41:27: ja also das geht auf jeden Fall immer in die hunderte was man da so braucht.

00:41:31: wenn man viel ausprobieren muss weil manchmal nur Schnipsel brauchen dann passt der doch nicht.

00:41:38: Wenn für jede neunzigminütige Doku eine so riesige Playlist voller potenzieller Sync-Kandidat innen angelegt wird, könnte es sicher doch lohnen sein Glück zu probieren.

00:41:49: Auf jeden Fall gibt es einige beachtenswerte Komponenten die die Wahrscheinlichkeit einen Sync Deal abzustauben erhöhen können.

00:41:57: Kommen wir nun also endlich zu unserer Tipp fürs Sync Amateur in den Rubrik!

00:42:04: Eine Sache ist schon mal klar... Es gibt züngfreundliche und züngunverträgliche Musik.

00:42:10: Auf der letzten jährigen Reeperbahn Festival Conference hat nicht zum ersten Mal eine sogenannte Zündpitching-Session stattgefunden.

00:42:18: Dort hatte man die Chance seine Musik internationalen Superweiserinnern vorzustellen.

00:42:22: Als ich mir das Panel jetzt im Nachgang mal angehört hab, habe ich direkt verstanden dass das Fachpersonal ein derart präzises und geschultes Ohr hat.

00:42:32: Dass es schon nach wenigen Sekunden eigentlich ganz genau weiß welcher Song wie züngtauglich ist Und für welche Zündsparte er taugen oder eben auch nicht taugen könnte.

00:42:42: Wir hören mal kurz rein

00:42:44: This isn't great, thank you.

00:42:54: Do you guys feel like they can use it for something too?

00:42:57: Ja, absolut.

00:42:58: Sehr sinkfremdlich.

00:43:00: Ich habe mir gedacht, dass es in einem Travelle-Sekt vielleicht etwas hat, das ein schönes Fahrzeug ist und so forward wird.

00:43:07: Aber es fühlt sich gut auf die ganzen Sachen, die alle those Advertising Boxen haben.

00:43:11: Ja, definitiv, ich agree mit dem.

00:43:13: Das ist mehr als ein Travelledraving.

00:43:14: Es geht um die Appelhaut.

00:43:16: Ich arbeite bei den Produkten, aber wir haben andere Dinge wie Apple CarPlay und solche Sachen.

00:43:26: Und ich denke, dass etwas so funktioniert.

00:43:40: Die transitionale Elemente in dieser kurzen...

00:43:52: Ja, so klingt's wenn Experte in den Reden.

00:43:55: Für synth geeignete Stücke mag es zwar kein universelles Rezept geben, aber es kann durchaus helfen zu verstehen wozu werbetreibende Spieleentwicklerinnen und FilmemacherInnen Musik überhaupt brauchen.

00:44:08: Stefan Kauerts hat das eigentlich ziemlich gut für uns zusammengefasst.

00:44:12: Musik ist natürlich ein Emotionsverstärker und im Film selbst im dokumentarischen Film geht die Bindung an den Zuschauer.

00:44:24: Das erreichst du meistens mit Emotionen, natürlich auch mit Dramaturgy also mit Spannung oder so.

00:44:31: Aber in den einzelnen Szenen kann Musik oder wird Musik oft benutzt um Emotion herzustellen.

00:44:38: Jetzt leben wir in sehr modernen Zeiten die mit einer großen Aufmerksamkeitsbembel für potenzielle Nutzer reingeht.

00:44:48: das heißt da muss man sehr viele Reize.

00:44:50: Musik kann also auch generell ein Reiz sein.

00:44:53: Es gibt sehr, sehr viele Produkte im Film- und Serienbereich die ohne keine Sekunde Musik mehr auskommen.

00:45:01: Das sind dann nicht immer nur Emotionsverstärker sondern die Füllen quasi gelücken als ob das Gehirn in seiner Manimung keine Sekunden von Lehre mehr aushält.

00:45:13: Musik hat in Bewegtbild die Funktionen Emotion zu verstärken und auch anzuregen.

00:45:19: Ein guter Synth-Song muss also, egal ob er für einen oktoberfest verknüpften Werbeklipp die Radiomusik in GTA VI oder ein Horrorfilm benötigt wird, ein großes starkes Gefühl mitbringen.

00:45:31: Züng prädestiniert ist erst mal jeder Song, der nicht völlig egal ist.

00:45:35: Weil er zum Beispiel glaubhaft Weihnachtsstimmung oder Liebeskummer Schmetterling am Bauch oder Empowerment Schaudern- oder Jugendlichkeit transportiert.

00:45:44: Gleichzeitig hat ein Züngsong meistens die Aufgabe Bilder zu unterstützen statt von ihnen abzulenken.

00:45:51: In der Regel wird nicht nach dem komplexesten Kunstwerk sondern nach funktionalen Tracks gesucht, die sich perfekt an das Bewegtbild anschmiegen.

00:46:00: Ein Song kann noch so gut sein.

00:46:02: Wenn er das gesprochene Wort in einem Film übertönt, fliegt der im Schnitt sofort raus!

00:46:08: Zu viele kreischende Synths, schreddernde E-Gitarren oder dichte Gitarren-Tepiche blockieren den Platz für Dialoge und ein unaufgeräumter Songmix sorgt zusätzlich schnell dafür dass ein Song wenn er im Hintergrund läuft zu einem undefinierbaren Match vorkommt.

00:46:25: Sync unfreundlich sind Songs außerdem immer dann, wenn sie in ihrer Struktur zu gleichbleibender herkommen.

00:46:32: Filmeditorinnen hassen Lieder die von Sekunde eins bis zum Ende Stur den selben Loop durchziehen!

00:46:39: Ein optimaler Sync-Track baut sich auf, startet also oft minimalistisch und gipfelt in einem emotionalen gerne möglichst epischen Höhepunkt.

00:46:49: Er sollte dynamisch sein, unterschiedliche Phasen enthalten.

00:46:53: Kann gerne Tempowechsel und Akzentuierungen beinhalten und klingt bestmöglich aus statt abrupt zu enden!

00:47:00: Kleine, interessante Soundelement und Details im Mixkönnen, Cutterinnern und Editorinnen dabei helfen.

00:47:06: Bild-und Ton kreativ miteinander zu

00:47:09: verknüpfen.".

00:47:09: Auch die Lyrics eines Songs sind natürlich ein entscheidender Faktor für seine Lizenzierbarkeit!

00:47:15: Sven Regner ist.

00:47:16: gezeilen wie eine Rennbahn halt im Schlamm versunken, einen alter Hase vom Verlieren betrunken oder anstößige kontroverse Raptexte sind natürlich Gift für den Zündbereich.

00:47:28: Ganz einfach, weil sie nur zu einer einzigen sehr spezifischen Szene passen, die es im großen Filmuniversum vermutlich niemals geben wird!

00:47:37: Ein Lied wie Dog Days Are Over von Florence and the Machine, dessen Text voller Metaphern ist, ist dagegen universell einsetzbar und passt sowohl zum Aufstieg von Schalke Null Vier als auch zu einem kämpferischen Clip der Linkspartei als auch so einen Biopic über eine Bergsteigerin.

00:47:55: Syncpics setzen häufig auf große emotionale aber eben auch wage allgemeingültige unspezifische Sprachbilder.

00:48:03: Liebe meines Lebens!

00:48:05: Ein neuer Tag bricht an, vergessen wer ich war und so weiter.

00:48:09: Im Werbebereich wird von vornherein häufig sogar explizit nach Lyric Keywords gesucht.

00:48:14: aller neue Welt entdecken oder Geschwindigkeit?

00:48:18: Ja es gibt Musikerinnen die Songs zum Beispiel darüber was heute für ein schöner Tag ist explizite und maximal berechnend fürs Sync Zweck geschrieben.

00:48:27: Für solche Leute, aber auch für Independent-Künstlerinnen die sich neben Einkünfte aus dem Zündbereich erhoffen und nicht zuletzt für Verlage, die die Songs ihrer Artists anpreisen wollen gibt es inzwischen verschiedene Möglichkeiten der Zündbranche ihre Musik digital zu präsentieren.

00:48:44: Wer seine Synch-Pitches in Musikbibliotheken wie Song Trader, Music Bad oder Music Gateway einspeist und den Songs direkt mit Keywords und Text zu Lyrics, Genre und Stimmung verknüpft sind erhöht seine Chancen auf attraktive Deals.

00:49:00: Überhaupt ist es wichtig die Metadaten seiner Songs und Song Dateien sauber oder wie Patrikius sagen würde hygienisch zu halten und beisammen zu haben!

00:49:10: Tracktitel, Artist, Featuredartist Name des Albums Genre und Subgenre Releasedatum ISRC und UPC Codes SongwriterInnen ProducerInnen Dauer des Tracks Samplingrad und Bit Riot Labelverlag You name it.

00:49:23: All diese Infos sollten jedem einzelnen Song angeheftet sein.

00:49:27: Again Artists get your shit together.

00:49:30: Wer auf eigene Faust Songs an Music SupervisorInnen verschicken möchte Und keinen Verlag hat Sollte sich einen Disco-Profil einrichten Auf dem man Tracks streamen kann ohne sie herunterladen zu müssen und die entsprechenden Lyrics einsehbar sind.

00:49:43: Das Stichwort ist stabiles, und bestenfalls ästhetisches Portfolio – ganz, ganz wichtig Aufindbarkeit!

00:49:52: Wie bereits erwähnt, sollten auch Instrumental-Versionen und Stamps der jeweiligen Songs stets im eigenen One Stop Shop Music Ordner Parat liegen.

00:50:01: Wer sich einen solchen Ordner anlegt sollte sich vorher um besser einschätzen zu können in welchem Syncbereich man eventuell Erfolg haben könnte Gedanken gemacht haben wo die eigenen Stärken liegen.

00:50:12: Wie ist dein Profil?

00:50:13: Was sendest du an den Markt aus, passt dein Song genretechnisch zum Ton zur Stimmung zum Thema eines bestimmten Zündprojekts.

00:50:21: Wenn Du fröhliche Pop-Songs schreibst hast Du vermutlich bessere Chancen einen Zünddeal für eine Komödie zu bekommen als für ein Drama!

00:50:28: Wenn Du Ambient Gramm machst sind Deine Songs vielleicht eher für ein Videospiel oder eine Dokumentation geeignet als für eine Sitcom.

00:50:35: Der allerwichtigste Ratschlag, der sich aus all unseren Quellen erschließt ist aber ein anderer.

00:50:40: Synklizensierungen erfordern ein breites Netzwerk!

00:50:44: und vor allem Durchhalte-Willen jenseits von schnellem Dopaminkicks.

00:50:49: In diesem Branchenbereich werden viele Mails verschickt und wenige beantwortet, die Timings sind schwer kalkulierbar, Geduld ist das A&O, überhaupt ist der Synkmarkt ein Pflaster der Unvorhersehbarkeiten?

00:51:02: Manchmal dauert es neun Monate bis sich denkgenüber wieder bei dir meldet nicht zuletzt weil die Zensierungen langsame zähre auch bürokratische Prozesse sind.

00:51:12: Selbst wenn du irgendwann etwas platziert bekommst, kann es ein oder zwei Jahre dauern bis Geld bei deiner Verwettungsgesellschaft ankommt.

00:51:20: Einerseits ist jeder Artist nur einen Zinkdil vom großen Erfolg entfernt.

00:51:25: Andererseits zünden oft gerade die Songs nicht, die eigentlich nach Sync-Material riechen und umgekehrt.

00:51:32: Manchmal kommt der Sync Deal in genau dem Moment, in dem man am wenigsten damit rechnet!

00:51:37: Der Song Time's Dance Still von der österreichischen Singer-Songwriterin Anna F ist auf ihrer MySpace-Seite für einen Rifeisen-Spot entdeckt worden Und eine mir bekannte Künstlerin, mit der ich zufällig die Wohnung teile wurde vor ein paar Jahren aus dem Nichts von einem Fußball-Bundesligisten kontaktiert.

00:51:55: Der ihren Untergrund-Elektropop-Song für einen Trikotvorstellungsvideo verwenden wollte.

00:52:01: Binnen weniger Tage wurde dann so unverhofft wie unkompliziert ein Deal eingefädelt und abgewickelt – eine echte Win-Win Situation!

00:52:12: Wir würden die heutige Episode gerne mit dieser mutmachenden Anekdote beenden aber... Das wäre vermutlich zu traumtänzerisch.

00:52:20: Das letzte Wort hat deshalb Katharina Horn und das fällt Sorry to Say so nüchtern wie realistisch

00:52:26: aus!

00:52:27: Ich würde mir total wünschen, dass in der Zukunft SYNC-Einnahmen für Künstlerinnen der Mittelklasse eine feste Größe wären, einfach um genau diese KünstlerInnen oder auch dann wirklich tatsächliche Newcomer-Künstlerinnen zu unterstützen ihre Karriere aufzubauen.

00:52:46: Aber es ist leider total unrealistisch und das liegt nicht an der Größe der Künstlern, sondern einfach daran dass SYNC Business wirklich absolutes Lotto ist!

00:52:58: Es gibt Künstlerinnen, die sind dann weltweit erfolgreich vielleicht sogar auch oder zumindest auf dem deutschen Markt sehr erfolgreich.

00:53:06: Und da steigt dann die Wahrscheinlichkeit dass sie auch noch einen Zünddeal bekommen.

00:53:12: das kann schon sein je nach Genre natürlich weil manche vor allem in der Werbung manche Marken und Konzerne das einfach gerne mögen, wenn dann ein sehr bekanntes Werk genutzt wird.

00:53:23: Und dann ist es im Prinzip so der Teufelscheiß gefühlt auf den größten Hopfen und nimmt auch noch einen Song von einem Künstler oder einer Künstlerin die eh schon super erfolgreich sind.

00:53:34: Aber ansonsten ist Sync Business wirklich reines Lotto!

00:53:39: Ob dich oder genau deinen Songs jemand hört in genau der Stimmung, die du brauchst.

00:53:46: Damit er oder sie denkt ... Moment mal, das muss ich mir merken!

00:53:49: Das ist ja so ein toller Song.

00:53:51: Der passt für unsere Werbekampagne.

00:53:53: Ich hab diese oder jene Szene im Film und TV-Serie.

00:53:58: Und was für eine tolle Künstlerin?

00:54:01: Das ist reines Lotto spielen.

00:54:03: Es ist leider überhaupt nichts, worauf man sich als Künstler egal in welchem Stadium der Karriere man sich befindet verlassen

00:54:12: kann.

00:54:13: Was wir auf jeden Fall festhalten können, ist dass in genau diesem Moment mehr Musik für den Sync-Bereich gebraucht wird als jemals zuvor.

00:54:22: Es bleibt natürlich zu hoffen das es auch in zehn Jahren nicht ausschließlich Meisterin KI ist die den Bewegbildmarkt mit Hintergrundmusik versorgt und ja das nach wie vor auch kreative aus unseren Reihen am Sync Game partizipieren können.

00:54:36: Vielleicht bist du da draußen, der schon bald seinen Stempel in der Soundwelt der neuen Staffel Babylon Berlin hinterlassen darf und mit den Einnahmen aus jedem Deal das nächste Album refinanzieren kann.

00:54:48: Wir drücken dir auf jeden Fall die Daumen!

00:54:58: Die globale elektronische Musikindustrie wächst weiter und erreicht laut IMS Electronic Music Business Report, erstmals ein Marktvolumen von über fünfzehn Milliarden US-Dollar.

00:55:15: Besonders auffällig – Deutschland behauptet seine Schlüsselrolle im Streamingsektor!

00:55:20: Laut Bericht bleibt die Bundesrepublik der weltweit größte Markt für elektronischem Musik auf Streamingplattformen.

00:55:30: Damit werden wir dann nun aber wirklich auch am Ende dieser neunzwanzigsten Episode von Repa-Bahn Festival Diebdev angelangt.

00:55:37: Ein besonderer Dank, von ganzem Herzen an unsere wunderbaren Gästinnen in dieser Folge Patrick Jyoth, Stefan Cowards und Katharina Horn.

00:55:45: Danke auch an euch da draußen, an jede einzelne Person die sich diesen Podcast angehört hat und bis zum Ende dran geblieben ist Und an unser wunderbares Team hier im German Wahnsinnstudio hinter der Glasscheibe.

00:55:56: An Luisa, an Michi, an Lu, an Hajo.

00:55:59: Danke an Lisa und das Musikwocheteam!

00:56:01: Und natürlich danke an dich, bester Co-Host aller Zeiten.

00:56:06: Danke lieber Alex.

00:56:07: Und an dich liebe Lina jedes Mal wieder eine große Freude.

00:56:11: Lasst uns da draußen wie immer gern eure Meinung zur Folge oder natürlich auch gerne eine Bewertung dar auf der Streaming-Plattform Eures Vertrauens oder auch per Mail an deepdive zusammengeschrieben at reperbandfestivalzusammengeschrieben.com.

00:56:27: Reperband Festival Deep Dive ist ein Podcast der RWX GmbH und wird präsentiert von Musikwoche, Redaktion und Recherche Lina Burghausen und Alex Barbian.

00:56:38: Produktion Produktdesign und Vermarktung Christina Schäfers Luisa Blotzki Lou Böhm und Michael Goetting Studio German Wahnsinn.

00:56:47: Mit besonderem Dank an den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

00:56:52: Bis zum nächsten Mal, tschüss!

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