#26 – “Presented by - über Brand Deals und kulturellen Ausverkauf"

Shownotes

Der schmale Grat zwischen Selbstermächtigung und Ausverkauf begleitet unsere Branche pausenlos - weil Brand Deals und Sponsored Content für viele Artists, Medienformate und Veranstalter*innen längst zur strukturellen Notwendigkeit geworden sind. Wie stark wirkt sich der Einfluss von Brands auf die Musikkultur in 2026 aus? Wie organisch lässt sich Werbung in künstlerische Werke und die Kulturlandschaft einbetten? Inwieweit gefährden Brand Deals den kulturellen Wert und die Integrität der Musiklandschaft? Wo beginnt kulturelle Vereinnahmung? Und gibt es im Kontext von Werbepartnerschaften zwischen Branchen-Playern und Konzernen echte, nachhaltige Win-Win-Situationen?

Werbung: Markiert euch den 4. Juni im Kalender: „Just Signed!“ kommt zurück nach Berlin. Für die dritte Ausgabe bringen Reeperbahn Festival / RBX GmbH präsentiert von FluxFM und Rausgegangen drei vielversprechende Newcomer-Artists ins Bi Nuu, Berlin. Aalle frisch unter Vertrag bei ihren Labels und bereit für den nächsten Schritt. „Just Signed!“ ist ein intimes Live-Showcase für Fans, Branchenprofis und alle, die neue Talente entdecken wollen. Während das Reeperbahn Festival in Hamburg jedes Jahr internationale Newcomer und die globale Musikbranche zusammenbringt, schafft „Just Signed!“ regelmäßig Raum für Networking, Austausch und exklusive Live-Momente mit aufstrebenden Künstler*innen, in Berlin.

Sichere dir hier deinen kostenlosen Platz: https://tickets.infield.live/event/69e8bcede4bae8af0fbbaeb3/6a043ce5ceb35b8e0c1b9e86?lang=de

Diese drei Acts sind frisch gesignt: Hank (April22): Nach einer Pause, die er genutzt hat um seinen Sound neu zu definieren, ist der Rapper aus Regensburg in neuem Gewand zurück und war gerade erst mit Kasi & Antonius auf Tour. YENVI (BMG): Die aus Iserlohn stammende Künstlerin YENVI vereint emotionalen Tiefgang, klare Haltung und ein modernes, melodisches Soundbild. Niyas (Vertigo): Eine aufstrebende Künstlerin mit einer klaren künstlerischen Haltung: Echtheit vor Inszenierung, Prozess vor Perfektion, Tiefe vor Lautstärke.

Neben den Live-Shows bietet „Just Signed!“ auch Raum für neue Geschäftsmöglichkeiten, Austausch und Partnerschaften innerhalb des RBX-Netzwerks. Bei Interesse meldet euch gerne unter contact@rbx.music.

Durch die Folge führen euch wie immer Lina Burghausen und Alex Barbian. Zu Wort kommen außerdem Sajeh Tavassoli, Dani Fromm, Sascha Winkler und Constantin Hochwald. Die Episode wurde im April 2026 aufgezeichnet.

Du hast Feedback oder Anregungen zum Podcast? Dann freuen wir uns über deine Nachricht an die Social-Media-Accounts des Reeperbahn Festivals oder deine Mail an deepdive@reeperbahnfestival.com!

Reeperbahn Festival Deep Dive - präsentiert von MusikWoche - ist ein Podcast der RBX GmbH

Redaktion & Recherche: Lina Burghausen & Alex Barbian Produktdesign & Produktion: Christina Schäfers, Luisa Blotzki, Lou Böhm & Michael Götting Studio: German Wahnsinn besonderer Dank gilt dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

SHOWNOTES:

100 Jahre Radio-Jingles: Sounddesign« (Deutschlandfunk) [https://www.deutschlandfunk.de/100-jahre-radio-jingles-sounddesign-100.html]

80 Prozent der Musikvideos enthalten Werbung« (Süddeutsche Zeitung / Jetzt) [https://www.sueddeutsche.de/jetzt/musikvideo/80-prozent-der-musikvideos-enthalten-werbung-jzt.94475566752282114]

Authentizität im Musik-Sponsoring« (Hochschule Ruhr West) [https://repositorium.hs-ruhrwest.de/frontdoor/deliver/index/docId/1528/file/Bachelorarbeit_CengizDogan.pdf]

Clubkultur: Ausverkauf der Technoszene – Zeit für eine neue Subkultur?« (nd-aktuell) [https://www.nd-aktuell.de/artikel/1180714.clubkultur-ausverkauf-der-technoszene-zeit-fuer-eine-neue-subkultur.html]

Coachella 2025: The most talked-about brand moments and VIP happenings« (BizBash) [https://www.bizbash.com/experiential-marketing/coachella-2025-the-most-talked-about-brand-moments-and-vip-happenings]

Diese 15 Musikvideos haben Werbegeschichte geschrieben« (Horizont) [https://www.horizont.net/marketing/charts/Supergeil-Is-mir-egal-und-Co-Diese-15-Musikvideos-haben-Werbegeschichte-geschrieben-166141]

Die Authentizitätskrise: Warum unabhängige Marken den Verbrauchercode immer noch nicht knacken können« (Curated Optics) [https://curatedoptics.com/de/die-authentizitatskrise-warum-unabhangige-marken-den-verbrauchercode-immer-noch-nicht-knacken-konnen/]

Endlich mal erklärt: Ist die Kultur noch unabhängig?« (Deutschlandfunk) [https://www.deutschlandfunk.de/endlich-mal-erklaert-ist-die-kultur-noch-unabhaengig-vom-100.html]

Fantastische Produktplatzierungen und wo sie zu finden sind« (fokus.swiss) [https://fokus.swiss/blog/fantastische-produktplatzierungen-und-wo-sie-zu-finden-sind/]

Festival x Brand: Sponsoring und Markenaktivierung auf Festivals« (Event Partner) [https://www.event-partner.de/business/festival-x-brand-sponsoring-und-markenaktivierung-auf-festivals/]

Influencer werben für manipulierte Sportwetten« (LTO) [https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/influencer-werben-fuer-manipulierte-sportwetten]

Kunst und Kommerz: Wenn Musiker mit der Werbung flirten« (Frankfurter Rundschau) [https://www.fr.de/kultur/musik/kunst-kommerz-wenn-musiker-werbung-flirten-11401604.html]

Links, unkommerziell und super erfolgreich: Die Besonderheit und der Zauber des Fusion-Festivals« (Deutschlandfunk Nova) [https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/links-unkommerziell-und-super-erfolgreich-die-besonderheit-und-der-zauber-des-fusion-festivals]

Marketing und Musik – Brand Partnership« (Academia.edu) [https://www.academia.edu/19701513/]

MC Rene im Interview: Das Ende der Hip-Hop-Kultur?« (BR Zündfunk) [https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/mc-rene-im-interview-ende-der-hip-hop-kultur-100.html]

Musik in der Werbung« (ResearchGate) [https://www.researchgate.net/publication/334180096MusikinderWerbung]

Pop-Sponsoring: Win-win-Situation?« (Der Spiegel) [https://www.spiegel.de/kultur/kulturspiegel/pop-sponsoring-win-win-situation-a-502216.html]

Product Placement in Musikvideos« (Hochschule Mittweida) [https://monami.hs-mittweida.de/frontdoor/deliver/index/docId/14331/file/BA50210Bianca-Schulte_geschwaerzt.pdf]

Rap-Musik zwischen Selbstermächtigung und Ausverkauf« (mzee.com) [https://www.mzee.com/2022/08/rap-musik-zwischen-selbstermaechtigung-und-ausverkauf/]

RIN, 187 und UFO361: Warum Deutschrap-Stars so oft Markennamen droppen« (BR Puls) [https://www.br.de/puls/musik/aktuell/rin-187-ufo-361-puma-nike-adidas-deutschrap-marken-100.html]

Selling out or giving up?« (Hörspiel und Feature) [https://www.hoerspielundfeature.de/freistil-selling-out-or-giving-up-100.html]

Sponsoring in der Club- und Musikkultur: Geld her, Logo weg!« (taz) [https://taz.de/Sponsoring-in-der-Club--und-Musikkultur/!5560284/]

Sponsoring: Marken, Musiker und Moneten« (Süddeutsche Zeitung) [https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/sponsoring-marken-musiker-und-moneten-1.2268241]

Städte-Haushalt: Wenn Kommunen bei Kultur sparen müssen« (MDR) [https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/staedte-haushalt-finanzierung-oper-theater-kultur-news-100.html]

The Ambition Score: Measure Cultural Credibility« (The Ambition) [https://the-ambition.com/magazine/the-ambition-score-measure-cultural-credibility]

Throwback Video: Neil Young – This Note’s for You« (Classics Du Jour) [https://classicsdujour.com/throwback-video-neil-young-this-notes-for-you/]

TikTok - Memefication und Performance. Einleitung in den Band« (Springer) [https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-70712-8_1]

Unbequemer Reality-Check: Ist elektronische Musik zum Sellout geworden?« (frohfroh) [https://www.frohfroh.de/43265/unbequemer-reality-check-ist-elektronische-musik-zum-sellout-geworden]

Universal Music und Optimal Media schmieden Biovinyl-Partnerschaft« (MusikWoche) [https://www.musikwoche.de/recorded-publishing/universal-music-und-optimal-media-schmieden-biovinyl-partnerschaft-3710a65a31d4ee748373f42d11429115]

Warum wir Deutschrap für die Werbung brauchen« (MEEDIA) [https://meedia.de/news/beitrag/8834-warum-wir-deutschrap-fuer-die-werbung-brauchen.html]

Wer hat Angst vorm Ausverkauf?« (FM4 / ORF) [https://fm4.orf.at/stories/3033504/]

Werbe- und Filmmusik (Vorlesungsskript)« (Hochschule der Medien Stuttgart) [https://curdt.home.hdm-stuttgart.de/PDF/Baessler.pdf]

Wie sich „The Ambition“ als Hip-Hop-Beratung etabliert hat« (W&V) [https://www.wuv.de/Themen/Kreation-Design/Wie-sich-The-Ambition-als-Hip-Hop-Beratung-etabliert-hat]

Die in diesem Podcast geäußerten Meinungen und Ansichten der Hosts sowie der Gäste spiegeln nicht notwendigerweise die Meinung der RBX GmbH wider. Der Podcast dient als Plattform für die Diskussion von Themen und den Austausch von Expert*innenmeinungen. Alle Inhalte sollen zur Inspiration und zur Anregung von Diskussionen dienen und stellen keine offiziellen Positionen oder Empfehlungen der RBX GmbH dar.

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00:00:03: Ich glaube, die entscheidende Frage ist nicht mehr Sponsorship oder Nicht.

00:00:07: Sondern wer kontrolliert die Narrative ja auch in dieser Kultur?

00:00:12: Der Musiker Elle Gooney hat vor kurzem ein Video mit dem Titel Das Ende macht der Beruf Musiker noch Sinn auf Instagram hochgeladen das ganz schön die Runde gemacht hat.

00:00:22: Daran beschreibt er ziemlich drastisch, wie prekär die Lage für die allermeisten Artists wegen schlechter Streaming-Vergütungen und gedrosselter Social Media Reichweiten derzeit ist.

00:00:33: Elguni berichtet, dass er nur sechs Cent bekomme wenn sein Song eine Stunde lang gestreamt werde.

00:00:39: Die Aufnahme eines solchen Songs kostet ihn aber gleichzeitig hunderte von Euro.

00:00:44: Obwohl Elgunis zur nominellen Spitze der deutschen Künstler in den Landschaft gehört und noch im letzten Sommer riesige Shows gespielt hat Zweifelt er inzwischen daran, dass er im Zukunft als Berufsmusiker überleben kann.

00:00:57: Die Streaming-Plattform hätten Musik komplett entwertet und die sozialen Medien seinen Tod.

00:01:03: Musikerinnen, die nicht auf die Spenden ihrer Fans angewiesen sein möchten, müssen in dem Jahr zum Jahr auch mehr machen als Musik.

00:01:11: Die meisten von ihnen sind gezwungen, sich auf das Spannungsfeld zwischen Kunst-, Werbung- und Markenkooperation zu begeben und sich in der sogenannten Creator Economy zurechtzufinden.

00:01:23: Der schmale Grad zwischen Selbstermächtigung und Ausverkauf begleitet unsere Branche pausenlos – bei Branddeals und Sponsored Content für viele Artists, Medienformate und Veranstalterinnen längst zur strukturellen Notwendigkeit geworden sind!

00:01:39: kaum ein Tourticket, kaum ein Festival-Shirt, kaum eine Branchenparty, kaum einen Newcomer in den Contest.

00:01:46: Kaum ein Artist-Feed.

00:01:47: auf Social Media ist gänzlich frei von großen und kleinen, aufdringlich oder unauffällig platzierten

00:01:54: Markenlogos.".

00:01:55: Die Wirtschaftswoche nannte die Rapperin Badmumps J in einem Artikel aus dem Jahr zwölfzehn dreiundzwanzig allen Ernstes Telekom-Rapperin.

00:02:03: Tinder bot ein Jahr zuvor speziell für das Lollapalooza einen exklusiven Festival-Modus an und Emporio Amani feierte die Eröffnung seines neuen Flagship Stores am Kurfürstendamm mit einem exklusive Event im Berliner Funkhaus.

00:02:19: In unseren Köpsen ist Travis Scott automatisch mit McDonalds, Sabrina Carpenter automatisch dankendonats und Gucci-Main automatisch Mit Reebok verknüpft.

00:02:29: Weil es eben schillernde Kampagnen gab die ganz offensichtlich den gewollten Effekt hatten.

00:02:35: Wie stark wirkt sich der Einfluss von Brand auf die Musikkultur in im Jahr ist aus?

00:02:41: Wie organisch lässt sich Werbung in künstlerische Werke und Kulturlandschaft einbetten?

00:02:47: Inwieweit gefährden Branddeals den kulturellen Wert und die Integrität der Musiklandschaft, wo beginnt kulturelle Vereinahmung.

00:02:55: Und gibt es im Kontext von Werbepartnerschaften zwischen Branchenlayern und Konzernen echte nachhaltige Win-Win Situation?

00:03:03: Diesen Fragen wollen wir uns widmen in dieser sechsunzwanzigsten Episode von Reperband Festival Deep Dive presented by Musikwoche dem Podcast aus der Musikbranche für die

00:03:14: Musikbranche.

00:03:23: Bevor wir reinstarten, noch ein Hinweis in eigener Sache.

00:03:26: Just Signed ist das neue Showcase-Format der RBX als ... Organisatorin des Reperbahnfestivals und bietet Labels eine Bühne, um ihre jüngsten Sinings erstmals live zu präsentieren.

00:03:37: In einem ganz intimen, explosiven Rahmen der Fans- und Branche zusammenbringt – ein Abend im Zeichen davon sich wiederzutreffen, kennenzulernen und sich auszutauschen und dabei gemeinsam bereits veröffentlichte sowie auch neue Songs zu entdecken!

00:03:52: Am Donnerstag den vierten Juni findet die dritte Ausgabe in Binu in Berlin statt.

00:03:57: Einlass ist ab neunzehn Uhr und wir freuen uns, bald die ersten Künstlerinnen vorstellen zu dürfen.

00:04:02: Check dafür einfach unsere Socials aus!

00:04:06: Mein Name ist Alex Barbian und mir gegenüber sitzt wie immer die hochgeschätzte Branchenhasslerin Lina Burkhausen, die ihren Arsch selbstverständlich noch nie ans böse Kapital verkauft hat.

00:04:17: Wie immer kommen in dieser Folge ExpertInnen mit unterschiedlichsten Perspektiven auf unser Thema zu Wort.

00:04:23: Diesmal sind das Sahyit Havasoli, Dani Fromm Sascha Winkler und Konstantin Hochwald.

00:04:29: Wir nehmen den Podcast am Zweiundzwanzigsten April-Zweißen-Sächsen-Zwanzig auf, haben euch unsere relevantesten Quellen wie immer in den Shownotes verlinkt!

00:04:37: Hallo an all unsere Stammhörerinnen und herzlich willkommen man alle die zum ersten Mal einschalten!

00:04:48: Wenn wir morgens unter der Dusche stehen, hören wir von Werbung unterbrochene Musik auf einem Streaming-Portal.

00:04:54: In der Playlist befindet sich mehr zufällig der Song King von Cool Savage und Elias, der im Jahr of two thousand twenty one als mehr oder weniger offensichtliches Kollabo-Projekt mit Jägermeister erschienen ist.

00:05:07: Während des Frühstücks scrollen wir durch unseren Instagram Feed und erkennen dabei die Stimme unserer Lieblingssängerin in ein Werbesport für einen Lieferdienst Startup!

00:05:16: Der legendäre Meme-Song ist mir egal, begegnet uns in einem Clip der BVG.

00:05:21: Jede dritte Story befreundeter Artists oder sagen wir besser Testimonials ist mit dem Hinweis Anzeige

00:05:28: versehen.".

00:05:29: Und jede Sechste enthält einen Rabattcode für irgendein Online-Shop von dem wir noch nie etwas gehört haben!

00:05:35: Während wir das Haus verlassen, stolpern wir auf TikTok über eine Branded-Hashtag-Challenge.

00:05:41: Auf dem Weg zur Arbeit blicken wir dann mehrmals an das Gesicht von Nina Tchuba weil es im Rahmen einer Mineralwasserkampagne in der ganzen Stadt großflächig plakatiert wurde.

00:05:50: Ein VW Golf Sport Van in der Helene Fischer Sonderedition rollt vorbei.

00:05:55: die Kollegin trägt ein Piece aus den sechsundzwanzigteiligen Adidas Kollektionen die im Zuge der Oasis Reunion an den Start gegangen ist.

00:06:02: In der Mittagspause gehen wir zum Supermarkt.

00:06:05: Der Verkäufer trägt ein Slayer-Shirt aus dem H&M Sortiment, aus den Boxen schallt ein Song von Empire of the Sun in einem Vodafone Clip.

00:06:14: An der Kasse können wir exklusive Tickets für eine Fanta IV Tour kaufen.

00:06:19: Ja beim Anblick einer Camp David Jacke denken wir an die Tobolen.

00:06:23: Beim Griff nach der Granini Flasche fragen wir uns was macht eigentlich Echo Fresh?

00:06:27: Nach dem Geldverdienen gehen wir auf ein Konzert, querfinanziert von einem Energy-Drink stattfindend in einer Halle die den Namen einer Versicherung trägt.

00:06:36: Vor der Tür werden Proben vom Beautyprodukten aus der Reihe des auftretenden Artists verteilt.

00:06:42: Über der Bühne hängt ein Banner, auf dem nicht etwa der Name des Artists steht, der an diesem Abend natürlich von Kopf bis Fuß eingekleidet in die Klamotten seines Modeausstattes auftreten wird sondern der Name einer mittelmäßigen Biermarke.

00:06:56: Das war er, ein stinknormaler Tag im stinknormalen Leben eines stinknormalen Musikfans.

00:07:02: Was euch dieses Intronähr bringen sollte?

00:07:05: Werbung fällt uns gar nicht groß auf weil sie pausenlos durch unseren Alltag geistert – in den sozialen Medien, im öffentlichen Raum, auf Konzertplakaten, auf Festival-Infields und in Musikvideos!

00:07:17: Wenn unsere Lieblingsband auf dem Bustach eines Schnapsherstellers auftritt sind wir kaum irritiert.

00:07:22: Vielmehr sind wir einmal im Jahr total überrascht, wenn wir auf dem Fusion Festival einreiten und feststellen dass ausnahmsweise komplett auf klassische Werbung und Sponsoring verzichtet wird.

00:07:33: Theodor Adornos in den viertiger Jahren formulierte These, dass Kultur unter kapitalistischen Vorzeichen quasi automatisch zur Ware wird hat sich seit seinem Wirken immer deutlicher bewahrheitet.

00:07:46: Gerade die Musikbranche hat sich im Laufe der Jahre Stück für Stück immer weiter in den Kaktusgarten Werbewelt.

00:07:52: schau dort die Sterne gewagt und ihre hier könnte ihre Werbung stehen attitude immer charmloser und professioneller entfaltet.

00:08:01: Lass uns einen kurzen Blick auf den Zeitstrahl werfen, liebe Lina.

00:08:04: Sehr sehr gerne!

00:08:05: Als Coca-Cola begann die Sängerin Hilda Clark als Model für zahlreiche Kampagnen zu verpflichten war Teodor Adorno nämlich noch nicht einmal geboren.

00:08:15: Wir sprechen hier von den Drei Dekaden später tauchten dann immer häufiger einprägsame Jingles und Sound-Logos als akustische Reize in Radiowerbung auf.

00:08:27: Ein wichtiges Ahaerlebnis für die junge Marketingwelt, die langsam aber sicher das affektive Potenzial von Musik in Werbung begriff.

00:08:36: Spätestens ab den Sechzigern war das Mediummusik tief in die Vermarktungswelt verknüpft!

00:08:42: In der Popkultur, der Postwoodstock-Era wurden dann auch Debatten um vermeintliche Selloutmoves.

00:08:48: Also den angeblichen Verkauf künstlerischer Werte an das Kapital lauter.

00:08:53: Spannenderweise wurde der Selloutbegriff im Wandel der Gezeiten immer weiter aufgeweicht.

00:08:58: die Debatten verschoben sich stetig.

00:09:01: Nier Yang schrieb noch im Jahr in dem Jahr und ein Song, in dem er sich explizit gegen die Vereinahmung von Künstlern durch Konzerne positionierte.

00:09:11: Zu dieser Zeit hatte das New Yorker Hip-Hop-Kollektiv Run DMC im Zuge seiner Songs My Adidas bereits aktiv mit einem gewissen Familienunternehmen aus Herzogenaurach angewandelt.

00:09:21: Aus der Liaison ging bekanntlich das Nika-Modell UltraStar hervor!

00:09:26: Das Aufkommen der Hip-Hop Kultur spielte bei der Annäherung zwischen Musikwelt und Markenwelt generell eine ganz entscheidende Rolle.

00:09:33: Ja, das hat uns auch Sahye Tavassoli bestätigt – sie muss es wissen!

00:09:37: Sahye bewegt sich seit Jahren an der Schnittstelle zwischen Kultur-, Wirtschaft- und gesellschaftlicher Transformation.

00:09:45: Sie ist nicht nur Brand and Commercial Growth Strategist bei KISS FM sondern hat unter anderem im Bereich Brand Activation für Adidas gearbeitet Unveranstaltet einmaljährlich den funkelnden Hip-Hop Ball in Wien und Berlin.

00:10:00: Hip Hop hat dieses Verhältnis grundlegend verändert, die Kultur hat einfach angefangen selbst Markenwert zu schaffen.

00:10:09: Eines der ikonischsten Beispiele war natürlich auch da die Verbindung von Adidas mit One DMC und den Adidas Superstars, die nicht nur organisch in die Musik eingebunden wurden sondern auch bei Konzerten einfach hochgehalten wurden.

00:10:23: Das löste eine Bewegung aus, die man mit Geld in Wahrheit gar nicht einkaufen kann oder mit Inszenierung.

00:10:31: Hier wurde also das erste Mal sichtbar, dass nicht die Marke die Kultur definiert sondern die Kultur der Marke Bedeutung gibt.

00:10:41: Parallel dazu gab es natürlich Michael Jordan und die Nike Linie und der Air Jordan war einfach als Produkt ein kulturelles Symbol, das nicht nur Sport sondern auch Streetwear und Lifestyle miteinander verbunden hat und bis heute prägt wie wir über Brand Collaborations auch denken.

00:11:00: Saayi hat im Interview mit uns noch einen weiteren Marketingmeilenstein aus der Hip Hop-Welt erwähnt, Missy Elliotts eigener Adidas Kollektion aus Jahr vier.

00:11:08: Ganz viel Liebe dafür!

00:11:10: Zu dieser Zeit hatte die Werbeindustrie längst begriffen dass sie dazu in der Lage ist denkwürdige popkulturelle Ereignisse zu konstruieren.

00:11:17: Ich denke hier etwa an den legendären, mehrminütigen Paps die Superbowl-Spot in dem Britney Spears Beyoncé und Pink als Gladiator erinnern im Kolosseum We Will Rock You performten.

00:11:28: Ja spätestens jetzt waren alle Dämmel gebrochen.

00:11:31: Wenige Jahre nachdem Jim Morrison von The Doors noch über einen Deal seiner Bandkollegen mit einem Autohersteller schimpfte ließen sich Pink Floyd und The Rolling Stones auf strahlkräftige Kollaborationen mit Volkswagen ein.

00:11:45: Werbewelt und Popkultur verschwammen immer weiter.

00:11:48: Und ging vor allem immer intensivere Abhängigkeiten miteinander ein.

00:11:52: Sponsoren-Logos brankten immer präsenter auf großen Bühnen, Nina Hagen verdingte sich für Ikea selbst stolze Indie-Bands wie Feist, Waben Offensiv für den iPod unbelievable von IMF schalte uns im verschiedensten Werbeklips für verschiedene Produkte entgegen.

00:12:09: Die Köln Arena hieß auf einmal Langsays Arena.

00:12:13: Was ist da passiert?

00:12:14: Zwischen das alles und noch viel mehr würde ich machen, wenn nicht König von Deutschland wäre.

00:12:19: Und dass alles und auch vielmehr würde ich tun, wenn ich Kunde bei Mediamarkt wäre!

00:12:24: Eigentlich gar nicht so fundamental.

00:12:26: viel findet unsere maximal geschätzte Kollegin Dani Fromm.

00:12:30: Dani ist seit zwanzig Jahren Redakteurin bei lautde trägt definitiv eine Mitschuld an unserer Beiderberufswahl und war schon für ihre scharfe Zunge bekannt als wir noch nervige Teenager waren.

00:12:42: Dieses Sellout-Ding war also schon immer ein zweischneidiges Schwert, das mit einer gewissen Pikoterie gesprungen wurde.

00:12:47: Von denen die weniger hatten, solange sie weniger hatten gegen die finanziell besser dastanden.

00:12:53: Weil Sie betriebswirtschaftlich geschickter operiert haben, weil Sie sich besser verkauft haben oder eben einfach schamloser.

00:12:59: Man konnte da die Schamlosigkeit anprangen so lange bis man selbst ein Angebot bekam dass man nicht ablehnen wollte.

00:13:05: Sobald man dann selbst kassierte brandete man was man bis dahin Sell out schimpfte halt als Unternehmer tun Und dann war es nicht nur okay, dann war's bewundernswert und nachahmenswert.

00:13:16: Okay, Lesson One!

00:13:18: Wer dich heute als Cellout-Opfer bezeichnet wird möglicherweise schon morgen selbst eins

00:13:23: sein.".

00:13:23: Und Celloutdiskurse werden natürlich auch weit über die Grenzen des Pop-Spektrums hinausgeführt und im Zweifel irgendwann beigelegt.

00:13:32: In den achtziger Jahren wäre es undenkbar gewesen dass ein Theater eine Abhängigkeit von Wirtschaftsunternehmen geraten könnte.

00:13:39: Heute sind viele Inszenierungen ohne die Finanzhilfen von Banken, Großkonzernen oder einzelnen Medizin längst nicht mehr möglich.

00:13:46: Es hat ein klares Umdenken stattgefunden und das ist natürlich nicht zuletzt befördert durch eine fortschreitende Präkarisierung der

00:13:53: Kulturbranche.".

00:13:54: Wir haben hier bei Deep Dive häufig darüber gesprochen – mit dem Anbruch des Streaming-Zeitalters sind klassische Einnahmequellen wie CD Verkäufe für Musikschaffende eingebrochen oder mindestens stagniert!

00:14:06: Viele Artists aus der Mittelklasse unserer Branche, auch jenseits von Elguni beschreiben das Musikmachen als Null-Geschäft und Markenkooperation als lohnenswertes Add On eines ansonsten arg prekären Berufsbild.

00:14:20: Finanzielle Einsparungen durch Endorsements und Bonuseinnahmen durch Produktplatzierungen und Ambassador Ships sind vielerorts Einkünfte die die klassischen Einnahmequellen eines Artis zweit übertrumpfen.

00:14:32: Hinzu kommen bestenfalls sogar noch Sync-Deals, also die Einbindung der Songs zum Beispiel in Werbeclips.

00:14:37: Sie haben schon etliche MusikerInnenkarrieren gerettet oder aufs nächste Level gehoben weil sie oftmals sehr lukrativ sind.

00:14:44: Das große Thema Sync klammern wir an dieser Stelle allerdings bewusst aus, weil wir es in einer der kommenden Episoden in Detail besprechen werden.

00:14:52: Abonniert Deep Dive also, um das nicht zu verpassen und split unbedingt auch den Deep Dives Iced Tea am Kiosk eurer Wahl.

00:14:59: Spaß beiseite!

00:15:01: An dieser Stelle gilt es eine wichtige Erkenntnis festzuhalten.

00:15:04: Ohne Branddeals wären viele Komponenten des Showgeschäfts in dem Jahr im Jahr ist schlichtweg nicht refinanzierbar.

00:15:12: Während staatliche Kulturförderungen immer stiefmütterlicher verteilt werden können sich brands mehr denn je als möglich Macher inszenieren.

00:15:20: Das Problem werden diese Möglichmacher unersetzlich, können sie die Bedingungen von Partnerschaften immer willkürlicher ausgestalten.

00:15:28: Dass das durchaus zum Problem werden kann, werden wir im Laufe dieser Folge noch mehrmals feststellen.

00:15:34: Spannend ist dass man beim Blick auf den zeitgenössischen Markt durchaus den Eindruck gewinnen kann, dass Kooperation zumindest in Teil der Musiklandschaft Gradmesser für die Popularität von Artists geworden sind.

00:15:47: Anders als früher, scheinen sie inzwischen als cool und eben nicht mehr als peinlich oder sogar als Verrat am Fan wahrgenommen zu werden.

00:15:54: Wie eben besprochen galt ein Werbediel früher als Zeugnis des Ausverkaufs und ein Auftritt im Möbelhaus für kommerziellen Misserfolg.

00:16:04: Heute bekommt die Sängerin Eliza Doolittle einen sechsstelligen Dollar-Betrag für einen Auftritt bei der Eröffnung einer Supermarktfiliale, während selbst Grießkram Bob Dylan seine Unschuld an eine Automarke verloren hat und die toten Hosen ihre eigene Puma-Kollektion an den Staat gebracht

00:16:21: haben.".

00:16:22: Die Leute – gerade die Angehörigen der Gen Zee – scheinen sich längst damit abgefunden zu haben dass Bands inzwischen Brands und Musikerinnen selbst Marken sind, die nun einmal Partnerschaft mit anderen Marken eingehen.

00:16:35: In der durchkommerzialisierten Welt, in der wir heute leben scheint Authentizität also nicht mehr als Gegensatz zum Kommerz wahrgenommen zu werden weil Authentikität innerhalb des Marktes konstruiert wird.

00:16:47: Der moderne Mensch im Kapitalismus nutzt Marken, um seine Identität und seine Werte zum Ausdruck zu bringen.

00:16:54: Speziell dann wenn er mit diesen Marken aufgewachsen ist sie als Teil des täglichen Lebens wahrnimmt und durch ständigen Zugang zu digitalen Medien pausenlos mit offensichtlicher, halb verdeckter und schleichender Werbung konfrontiert wird.

00:17:09: Vorallgemeinern lässt sich beschriebene Verschiebung des Coolness-Parameters aber trotzdem nicht – was mir während meiner Recherche aufgefallen ist, ist auf jeden Fall dass die Einstellungen zur Werbewelt von Genre zu Genre sehr stark variieren und jede Bubble dahingehend einen völlig anderen Kompass, auch eine völlig andere Definition von Ausverkauf hat.

00:17:30: Die Hip-Hop Kultur entstanden als globale Ausdrucksform der Unterdrückten hat sich die kapitalistische Marktlogik wie gerade skizziert schon früh zu eigen gemacht und Protagonistinnen aus den eigenen Reihen abgefeiert, die es in Anführungsstrichen geschafft

00:17:45: haben.".

00:17:46: Und zum S geschafft haben, gehört dann natürlich auch der Flex mit dem individuellen hochdotierten Apple-Deal oder der eigenen Shisha-Tabak-Sorte.

00:17:56: Dani Fromm dazu!

00:18:08: Wenn du es dann aus der Armut raus schaffst, gehört irgendwie dazu das auch zu zeigen.

00:18:21: In dem ganzen Rumgeprozess steckt ja auch eine gewisse Selbstermächtigung.

00:18:24: Dass das vielleicht nicht sehr durchdacht ist weil man damit ja auch bloß ein System befeuert dass einen selbst unten gehalten hatte als man noch nichts hatte steht auf einem anderen Blatt.

00:18:34: Statussymbole bling-bling Designer Klamotten Eiders war im Hip Hop schon immer Thema.

00:18:38: da können wir gerne beim viel zitierten Old School Beispiel Run Yen Si und Mai Adidas anfangen.

00:18:44: Markenkollaborationen gehören für viele Rapperinnern geradezu zur künstlerischen Erzählung, weil sie in ihrer Welt statusuntermauernde Trophäen und eben in keinster Weise moralische Zwickmühlen sind.

00:18:56: Kanye Wests Adidas Kollaboration also das Großprojekt Yeezys hat definitiv zu seinem zwischenzeitlichen Status als größter Rapper der Welt beigetragen bevor Adidas die Zusammenarbeit mit Kanye beendete, weil er sich wiederholt antisemitisch geäußert hatte.

00:19:11: In den letzten Jahren wurden Markennamen vermehrt sogar ohne entsprechenden Brand-Deal in Raptexte verwoben, einfach aus Lifestylegründen oder in Voraussicht auf eine mögliche Kampagne in der Zukunft.

00:19:23: Bis heute rankten sich dahingehend beispielsweise Gerüchte um Nina Chubas Hit Wildberry Lilé

00:19:28: Während das Genre K-Pop geradezu als Marketingtool für Luxusbrains erfunden worden zu sein scheint, werden Produktplatzierungen und Sponsorkontent in der Punk- und auch in der Metal Szene bis heute kritisch gesehen.

00:19:42: Um das Metaluniversum samt seiner feinen Sensorik für potenziellen Fakeshit trotzdem hier und da mit der Werbewelt zu verkuppeln haben die selbsternannten Metalheads Sascha Winkler und Konstantin Hochwald die Agentur Brain and Dead gegründet.

00:19:58: Gerade die Metal-Szene ist ja bekannt dafür und es stimmt das auch, sehr empfindlich auf anbieternde Angehungsversuche von außen zu reagieren.

00:20:06: Es sind nur mal sehr skeptisch was Leute von außerhalb angeht.

00:20:11: Auch das Thema Werte in der Metal- Szene ist sehr groß wenn man echte Markenwerte hat Wenn man die sozusagen nach Außenträg, den der Metal-Szene erklärt und näher bringt und zeigt wo da Überschneidungspunkte sind.

00:20:24: Obwohl die Marke nicht aus dem selben Kosmos kommt.

00:20:26: Ist die Chance eigentlich recht gut damit offenen Armen empfangen zu werden?

00:20:30: Die Berührungsängste der Metal Szene gegenüber der Marketingwelt sind allerdings nicht das einzige Problem, dem sich die Jungs von Brain and Dead gegenübersehen.

00:20:39: Die Marketingwelt fremdelt bis heute nämlich auch mit der Metal Zähne.

00:20:43: Wir haben Sascha und Konstantin gefragt, warum die Metal-Community zum Beispiel im Vergleich zur Hip Hop Welt in der Werbebranche bis heute derart unterbewertet ist.

00:20:53: Dafür gibt es im Wesentlichen drei Gründe.

00:20:55: Der erste ist das massive Imageproblem, dass Metal und die Metalsobkultur haben.

00:21:00: In den Köpfen von vielen Werbern und Marketingleuten geistert immer noch das Klischee vom langharigen, dauerbes offenen Arbeit herum, der zu keiner klaren Kaufentscheidung fähig ist.

00:21:10: Diese Stigmatisierung ist aber eigentlich ... völlig paradox, denn Forschung und statistische Erhebung zeichnen ein völlig anderes Bild.

00:21:18: Metal-Fans sind im Schnitt überdurchschnittlich gebildet sehr häufig Akademiker und finanziell extrem gut situiert.

00:21:24: Und was eigentlich die ganze Branche hellhörig machen müsste, Spotify hat vor langen Jahren schon herausgefunden dass Metalheads die größte Brand Loyalty überhaupt besitzen.

00:21:32: Also wenn man die quasi einmal für seine Marke gewonnen hat dann hat man sie.

00:21:36: Warum kommt es nicht an?

00:21:37: Weil in den meisten Kreativagenturen schlichtweg gar nicht so viele Metal-Fans arbeiten.

00:21:41: dort dominieren halt so eher Indie Rock Hip Hop und Metal Guild in der Branche eigentlich als eines der missverstandensten Geurs überhaupt.

00:21:49: Und wenn in solchen Branchen Metal überhaupt mal aufgegriffen wird, dann nur als Platte-Karikatur.

00:21:54: Mal hier irgendwie ein paar Gothic Mädchenglischees da mal ein bisschen Todesgegrunze... Die Ziggruppe wird nicht eins genommen sondern es wird auf Klamauk reduziert.

00:22:03: Der dritte Punkt Metal findet im klassischen Mainstream Radio oder TV zu Primetime so gut wie gar nicht statt, vor allem in Deutschland ist es so.

00:22:10: Das hat aber eben auch damit zu tun dass die ganze Szene in ihrem Selbstverständnis sich als Gegenkultur positioniert.

00:22:16: Es ist ja ein gewollternden bewusster Rückzug den Abgrenzen gegenüber dem Mainstream Mit eigenen sehr komplexen Codes, mit einer Vorliebe für den Tabu-Buch und während Hip Hop heute omnipräsent ist bleibt Metal eine Bastion der Unangepasstheit.

00:22:32: Das ist extrem schwer zu sagen.

00:22:34: wir sind Außenseiter aber wollen vom Mainstream gehört

00:22:36: werden.".

00:22:38: Jede Partnerschaft besteht aus mindestens zwei Parteien die sie eingegangen sind und Marketing in der Musikwelt ist immer eine doppelbürdige Angelegenheit.

00:22:47: springen wir mal ein Genre weiter auf das Feld der elektronischen Musik.

00:22:52: Auch dort wird in den letzten Jahren kontrovers darüber diskutiert, wie weit das Tor für Werbepartnerschaften geöffnet werden sollte.

00:22:59: Authentizität ist gerade in Clubkulturen eine Währung weil sich diese Kulturen klassischerweise über die Abgrenzung vom Mainstream definieren.

00:23:08: Viele Brands sind darauf aus, genau diese Währung zu ernten indem sie sich mit dem rebellischen und verruchten Charakter von Clubkultur zu assoziieren versuchen.

00:23:18: Sie wollen das Gefühl Teil eines exklusiven gefährlichen Untergrunds zu sein verkaufen.

00:23:24: ja und dieses Gefühl an ihre Produkte koppeln.

00:23:27: Das beste Beispiel hierfür ist wahrscheinlich die bereits vor Corona in Berlin, Amsterdam und Tokio veranstaltete Reihe Boiler Room and Scopes Driven by Porsche.

00:23:36: Die Zitat den jungen Leuten den visionären Geist der Automarke näher bringen sollte oder die Telekom Electronic Beats-Reihe, in deren Zuge meine geliebten Sugar Belves – yes wir können endlich Sugar Belvs bei Deep Dive positionieren Leute!

00:23:49: im Juni zwanzig zusammen mit DJ HeartString in einem Berliner Spiti aufgetreten sind In einer Zeit in der Tourist-Innen rund eineinhalb Milliarden Euro jährlich ausgeben, um in Berliner Clubs feiern zu gehen und die Technoszene zum Weltkulturerbe erhoben wurde ist es wenig verwunderlich dass Brands ein Stück vom großen Kuchen Rave Kultur abhaben wollen.

00:24:11: Und das natürlich auf Kosten von Untergrundscham!

00:24:13: Um auch ältere Alterskohorten zu adressieren, hat das sich die Werbewelt in den letzten Jahren aber beispielsweise auch in der Klassik bequem gemacht.

00:24:21: Cartier unterstützt beispielsweise eine Gruppe an Musikerinnern aus genau diesem Segment – darunter die Geigerin Clara Jungi Kang.

00:24:27: In dem Jahr im Jahr zwei tausendfünfundzwanzig präsentierte die Maison ihre neue Kollektionen dann sogar in Form einer Feierlichkeit, wie eine Oper in drei Akten inszeniert war.

00:24:37: Klar!

00:24:38: Brands, die in der Musikwelt mitmischen werden strategisch immer kreativer.

00:24:42: Das Zeitalter, in dem Deichmann bei der Band Deich Kind anklopft und nach einer Zusammenarbeit fragt – wir haben das haben die wirklich gemacht – ist weitgehend überholt.

00:24:52: Statt unordinellen Werbebannern erleben wir immer häufiger Versuche von Brands im Musik-Szenezusammenhang echte Experiences zu schaffen!

00:25:01: Wir sind in der Epoche des Advertainments

00:25:04: angekommen.".

00:25:06: Die Grenzen zwischen Werbebotschaften und redaktionellen oder künstlerischen Inhalten, zwischen Musik hören und Werbung sehen.

00:25:15: Zwischen Unterhaltung und Werbepause verschwimmen immer stärker.

00:25:19: Werberichte vom letzten Coachella gesehen hat bekommt einen Eindruck davon was die Werbewelt-Welt-sächsenzwanzig zu Leisten im Stande ist.

00:25:27: Dort schaffen Brands längst multisensorische Erlebnisse bei denen Storytelling viel wichtiger ist als Plumpe Produktplatzierung.

00:25:35: Pinterest hat letztes Jahr in Zusammenarbeit mit einer weltberühmten Designerin eine begehbare Erlebniswelt aufs Coachella-Gelände gezimmert.

00:25:43: In der aktuellen Festiviltrends ausgestellt wurden, basierend auf Pinterest-Suranfragen.

00:25:48: Ein hervorragendes Culture Marketing!

00:25:51: Da war sich die Werbebranche einig.

00:25:53: Zagetavassoli hat uns erklärt was sie unter diesem Begriff versteht

00:25:58: Kalte Marketing, für mich ist nicht einfach nur Werbung in Kultur platzieren sondern wirklich Teil von Kultur werden.

00:26:08: Es geht da auch darum zu verstehen was die Menschen in diesem Kulturraum wirklich bewegt und inspiriert, motiviert.

00:26:19: Sowohl musikalisch-visuell aber auch sich gesellschaftlichen Fragen stellt und daraus ein Storytelling baut oder auch ein Produkt und Erlebnisse entwickelt die halt authentisch anschlussfähig sind.

00:26:36: Die besten Beispiele fühlen sich dann einfach nicht wie Werbung oder Marketing an, sondern sie wirken wie etwas das ohnehin hätte passieren müssen und dass einfach wirklich gut zu der Kultur passt und sich jetzt nicht irgendwie verbiegt, sondern dass es sich wirklich real und kredibel

00:26:56: anfühlt.".

00:26:58: Was Pinterest da auf dem Coachella gemacht hat, ist auch ein Paradebeispiel für gute Community-Arbeit.

00:27:05: Die Werbeaktion spiegelte welche Outfits und Gadgets Kundinnen von Pinterest im Vorfeld des Festivals mit ihren Suchanfragen auf der Plattform zur Festivaltrends gekürt hatten und war Abbild eines längerfristigen Prozesses.

00:27:18: Also früher waren die Beziehungen relativ klar verteilt.

00:27:22: Marken haben Kultur genutzt, um Reichweiten zu generieren.

00:27:26: Heute hat sich das Machtverhältnis verschoben, Kultur und vor allem Communities entscheiden was relevant ist Und Marken müssen sich dieser Relevanz verdienen.

00:27:39: Das funktioniert nicht mit einer einmaligen Aktion Sondern es ist halt auch wie in einer menschlichen Beziehung.

00:27:46: Auch dass baut sich auf Wiederholende Unterhaltungen, Gespräche, Treffen, Erlebnisse, Ups and Downs – das baut sich auf.

00:27:59: Aber gleichzeitig ist halt alles schneller und fragmentierter und unfassbar sichtbar geworden in den Social Media Post abzusetzen.

00:28:08: Das kann man mittlerweile binnen Sekunden machen.

00:28:12: Und vielleicht am allerwichtigsten ist es, es reicht nicht mehr einmal eine gute Kampagne zu machen sondern es geht um Kontinuität und um echtes Commitment.

00:28:24: Echtes Committment und großzügige Werbeaktionen im Sinne der Kundschaft schön und gut aber aus Spaß an der Freude und wegen vermeintlicher Unternehmenswerte allein gibt kein Konzern Geld aus!

00:28:36: Und natürlich handelt kein Akteur im Kulturbetrieb frei von Eigeninteressen.

00:28:41: Wer Geld investiert, erwartet einen Nutzen.

00:28:44: Lass uns an dieser Stelle noch mal kurz vertiefen was überhaupt die Motivation für Brands ist in die Musiklandschaft zu investieren Mikro-Influencerinnen mit Gratispaketen zuzuschütten und Makro- Influencerinnen exklusiv Deals anzudrehen.

00:28:59: Warum ist die Pop-Kultur überhaupt so attraktiv für Firmen der ein Produktpalette absolut gar nichts mit Musik am Hut hat?

00:29:07: Ein ganz wichtigen Punkt haben wir schon zu Beginn unserer Geschichtsstunde angerissen.

00:29:11: Musik kann Entscheidungsprozesse kognitiv beeinflussen!

00:29:16: Wir wissen alle nur zugut, dass bekannte Hits und Werbung Ohrwürmer schaffen – die Konsumentinnen in Kombination mit den dazugehörigen Bildern nie wieder vergessen.

00:29:25: Ich meine, wir wissen alle womit Waschmaschinen am längsten leben.

00:29:28: Musik emotionalisiert Und Artists, deren Musik uns emotionalisiert sind logischerweise bestens geeignet um Produkte mit Emotionen aufzuladen.

00:29:39: Keine Frage!

00:29:40: Ein Sound kann Markenbedeutung entstehen lassen und zwar gerade im TikTok-Zeitalter.

00:29:45: Denken wir nur an Smirnoffs WeDoWe oder an KFC's Notorious KFC.

00:29:50: Die Musiklandschaft ist auch deshalb so prädestiniert für Werbeplatzierungen weil sie jugendlich ist Identität und Inspiration schafft.

00:29:59: Genau deshalb sind Musikvideos in den letzten Jahren immer häufiger zu verlängerten Werbespots mutiert.

00:30:06: Nirgendwo lässt sich Product Placement so zielführend mit einem euphorischen Vibe oder generell mit einem guten, selbstbewussteinschaffenden Gefühl verknüpfen wie hier.

00:30:17: Naja

00:30:17: wenn überhaupt dann noch in Serien!

00:30:20: In der dritten Staffel von Stranger Things kommen fünf und siebzig Marken vor, alleine das Coca Cola-Logo ist satte sechzigmal zu sehen.

00:30:29: Aber einige Musikvideos stehen dieser Fülle an unterschwelligen Produktenweisen um nichts nach.

00:30:34: Die Visualisierung des Songs Twenty Three von Mighty Cyrus, Wiz Khalifa und Juicy J wurde regelrecht um die Marke Knight Jordan herum gebaut Und im Mammut-Video zu Heifisch Nike's Allstars von einer gewissen Hamburger Straßenmusikband über die wir hier nicht weitersprechen wollen, taucht das Nike Logo circa vierzigmal im Bild auf.

00:30:53: Sichtbarkeit in einem Video dieser Crew trägt jetzt vielleicht nicht unbedingt zur Image-Politur eines internationalen Sportherstellers bei – aber natürlich ist auch das ein häufiger Beweggrund für die Entscheidung sich in der Musikwelt sichtbar zu machen!

00:31:08: Natürlich geht es hier um kulturelle Relevanz, darum sich als Wohltäter zu profilieren und nicht zuletzt darum, Assoziationspunkte mit der eigenen Marke neu zu codieren.

00:31:19: Ein Rüstungskonzern möchte im Zweifel lieber als junger frischer, lifestyler knüpfter Autobauer wahrgenommen werden – eine Fast-Food-Kette wirbt nicht grundlos mit Cheering David, obwohl diese sich vermutlich seltener als wir von fastfood aus dem Mac Drive ernährt!

00:31:35: Ein Werbesport muss nicht dringend einen direkten Kauf bewirken.

00:31:39: Er soll eine positive Einstellung zum Produkt erzeugen, neue Verknüpfungen in den Köpfen der Menschen

00:31:45: zementieren.".

00:31:46: Gleichzeitig

00:31:47: hat die Marketingforschung vielfach belegt, dass Konsumentinnen häufig Produkte kaufen eben weil sie die Personen, die das Produkt anpreisen besonders toll und attraktiv finden – und nicht weil die Produkte einer per se besonders gute Qualität haben oder beispielsweise besonders gut schmecken!

00:32:04: Durch Botschafterinnen kann ein Habitus eine kulturindustrielle Symbolik mitverkauft werden.

00:32:11: Und gute Werbung ist sogar dazu in der Lage zu suggerieren, dass man kulturelles Kapital – also Status, Wissen oder Coolness quasi mit kaufen kann!

00:32:21: Wenn eine Uhrenmarke mit Segelsport wirbt, verkauft sie nicht nur eine Uhr sondern direkt auch den Habitus der Oberschicht im Hafen von Monaco.

00:32:29: Wenn Ace of Rocky eine Ray-Ban anpreist, verkauft er nicht nur eine Sonnenbrille.

00:32:34: Sondern damit auch ein klitzekleines Fünkchen von der ultimativen Ace Of Rocky Transsetter Aura!

00:32:40: Ja.

00:32:40: und dann gibt es da natürlich eine Welt innerhalb der Musikwelt die mit besonders viel Freiheitsversprechen, Spaß, Exzess-, Abenteuer- und Emotion verknüpft ist... ...und jedes Sonnenbrennenfeeling übertrifft.

00:32:55: Ich spreche natürlich von der Festivalwelt.

00:32:57: Es ist kein Wunder dass Brands Festivals als regelrechte Werbe-Arenen erkannt haben.

00:33:03: About You hat direkt mal ein eigenes Festival installiert, Magenta hat in der letzten Saison gleich vier relevante Festival-Formate live gestreamt.

00:33:12: und ja quasi jedes Festival wird schon einem großen Werbepartner querfinanziert.

00:33:17: Einmal heißt das Splash Festival, Splash festival presented by Sprite es gibt das Lollapalooza Berlin, presented by Essence oder das SunEyes Festival gesendet by Sunrise heißt... Nirgendwo lässt sich Erlebnis-Marketing besser umsetzen als in den Festival Areas.

00:33:36: Logoplatzierungen, gemeinsame Onlineaktivierungen und Gewinnspiele, hamplne Maskottchen, Werbeflächen auf dem Gelände, gebrandete Bühnennamen gesponserte Zeltstädte, Standflächen für Aktivierung vor Ort – Festivals sind wahrhaftige Werbeparadiese!

00:33:52: Zumal Brandsort anders als beispielsweise im Rahmen eines Fußballspiels mit Fans in den direkten Dialog treten können?

00:33:59: Marken sind hier mitten drin und oft nur drei Meter vom Schlafplatz der Besucherinnen entfernt, statt nur auf Banden oder auf Trikots repräsentiert.

00:34:08: Und Sie können im besten Fall sogar BesucherInnen-Probleme lösen.

00:34:12: dazu später mehr!

00:34:13: Ja aber wenn es blöd läuft ist überborderte Werbung auf Festivals allerdings in erster Linie ein.

00:34:19: Es nämlich eine nervige unesthetisch unpersönliche reizüberfluten blinkende aufdringliche, laute aber irgendwie unvermeidbare Begleiterscheinungen die jeglichen Geruch von Subkultur abtötet.

00:34:35: Und zur Wahrheit gehört natürlich auch das es für die großen kommerziellen Player an im Jahr und zwei tausend sechsundzwanzig fast unmöglich ist ohne große Werbepartner auszukommen die sie sich im Zweifel nur sehr bedingt selbst aussuchen und deren Aktivitäten vor Ort sie nur teilweise wirklich beeinflussen können.

00:34:52: Und am Ende sind nicht zuletzt auch die Gäste eines Festivals für die Dauer der Veranstaltung dem Marketing-Mahlstrom mehr oder weniger freiwillig ausgeliefert.

00:35:02: Schließlich werden sie zu wandelnden Werbeflächen, die das Lebensgefühl ihrer Generation symbolisieren sollen.

00:35:09: Dafür müssen sie noch nicht einmal den geschenkten Tequila-Sombrero tragen, den man ihnen am Eingang in die Hand drückt hat.

00:35:39: übel zur Finanzierung und werteentfremdeten Totalausverkauf.

00:35:44: Wenn ein Branddeal nicht zum Image des Festivals passt oder ethisch fragwürdig ist, folgt der Shitstorm in der Regel prompt.

00:35:51: Erinnern wir uns nur mal an das Harry Kane Festival – dass gerne Nachhaltigkeit-und Mülltrennung predigt.

00:35:58: In den letzten Jahren prädigte sich dann aber den chinesischen Fast Fashion Riesen Xi'in als Sponsoren präsentierte und damit seine Fans empörte!

00:36:07: oder an die Diskussion, die jährlich rund um das Wackenopen eher geführt werden.

00:36:11: Weil Altfans das Festival in seinem jetzigen Zustand als Freizeitpark- oder Verkaufsmesse

00:36:17: verspotten.".

00:36:20: Auch im Rahmen des Splashfestivals wurde letztes Jahr eine relativ breite Debatte rund ums Thema Ausverkauf geführt.

00:36:27: Der Rapper MC René kritisierte damals öffentlichkeitswirksam, dass sich das Festival und die gesamte deutsche Rap-Szene mit den Jahren viel zu sehr der kapitalistischen Verwertbarkeitslogik unterworfen und einer gewissen Beliebigkeit Tür und Tor geöffnet habe.

00:36:42: Kunst sei in der heutigen Rap-Szene nur noch Content und die Szene seien nur noch kompliz in einem Theater, das hauptsächlich aus schnöden Castingprodukten bestehe.

00:36:51: Was

00:36:51: MC René damals beschrieb war letztendlich eine vollumfängliche Cellout-Distupie im Endstadium, in der Kunst und Kultur frei nach Adorno eigentlich nur noch zahme, allglatte Ware sind!

00:37:04: Ich habe letztens den Begriff Algorithmic Taste aufgeschnappt und tielt ihn für sehr treffend.

00:37:09: Er beschreibt die ästhetische Gleichförmigkeit, die in der Musik entsteht wenn die Mehrheit der relevanten Player nur noch harmlose Lieder schreibt um den Algorithmus zu gefallen und ja letztendlich werbefreundlich zu sein.

00:37:23: Wo der Algorithic Taste regiert leidet und verhungert jegliche Formen der Gegenkultur.

00:37:29: In der Berliner Club-Landschaft lässt sich dieses Phänomen zum Beispiel sehr gut beobachten.

00:37:34: Während Läden wie das Prince Charles einen Lifestyle gezielt kommerzialisiert und sich in einer Art Marketing-Launch und After Workspace verwandelt haben, kämpfen Clubs die auf kommerzieller Ebene weniger Kompromisse eingehen mehr denn je ums Überleben.

00:37:50: zynisch und sicherlich auch arg verkürzt formuliert, könnte man auch sagen.

00:37:55: Die Werbewelt hat die Musikwelt erst angefüttert dann gepämpert und in diesen Zuge ziemlich glatt geschliffen und in der Zwischenzeit derart heftige Abhängigkeitsverhältnisse geschaffen dass es jetzt kein Zurück mehr gibt Und alle die nicht mitspielen wollen oder auch nur ja gegen Konditionen Absprachen verstoßen nach und nach vom Spielfeld verschwinden.

00:38:16: wer überleben will muss dann eben auch mal klarklos auf einer Goloise-Aktionsfläche auftreten und mit einem Set einen sogenannten Goloises Moment schaffen.

00:38:26: Kunst muss unabhängig sein, alles sein dürfen – auch kontrovers!

00:38:31: Ein Autohersteller präsentiert eine Tournee aber aller Voraussicht nach nur wenn du genau das nicht bist weil er antritt um Kundinnen zu gewinnen.

00:38:42: Selbstverständlich mag es begrüßenswert sein, wenn der Wendler im Zuge seiner Schwurbelein zügig seinen Kaufland-Deal verliert.

00:38:50: In der Konsequenz ist die schiere Machtasymetrie zwischen Kulturplayern und ihren Brandpartnern aber dann doch durchaus

00:38:57: besorgniserregend.".

00:38:58: Es liegt in der Natur der Sache – ein Geldgeber also eine Brand ist mindestens auf finanzieller Ebene besser aufgestellt als die menschliche oder materielle Litfer-Säule, die er für seine Kampagne benutzt!

00:39:11: Damit sitzt der Geldgeber zum Beispiel im Falle einer juristischen Eskalation in der Regel am längeren Hebel.

00:39:17: Und je abhängiger ein Artist, ein Festival oder eine Venue in prekärer Lage von Brandpartnern ist, desto akribischer müssen sämtliche ja vielleicht auch willkürlichen Bedingungen erfüllt werden die der Partner verlangt.

00:39:30: Im Festival-Kontext könnte ein großer Geldgebers beispielsweise damit drohen gänzlich abzuspringen wenn er veranstalter die Mainstage nicht nach ihm benannt gegen Exklusivitäten verstößt, die Gäste in den Liste nicht nach seinen Vorstellungen kuratiert oder bestimmte Artists auftreten lässt.

00:39:46: Die ihm aus welchem Grund auch immer nicht in den Kram passen.

00:39:50: und wenn ein großer Partner abspringt dann kann das auch eine Kettenreaktion auslösen weil so manch kleiner Sponsor nur wegen des Klärmerfaktors im Boot ist den der Hauptsponsor mitbringt.

00:40:01: klingt Kartenhausartigen Zuständen, oder?

00:40:05: Ja und wo der Einbruch des Kartenhauses Berufsmusikerinnen da sein eine stetige Angst im Hinterkopf darstellt werden schnell auch mal faule Kompromisse gemacht.

00:40:15: Zum Beispiel mit Unternehmen die moralisch eigentlich nicht vertretbar sind.

00:40:19: in Teilen der Rap-Szene wird immer häufiger und immer aggressiver für dubiose Sportwettengruppen Völlig.

00:40:28: zu Recht wurde in der Vergangenheit, zum Beispiel als Juju ihren eigenen Sekt Hardcore Highlaunchte oder als Sido seinen Kabum-Wodka auf den Markt brachte.

00:40:38: Immer wieder und häufiger kritisiert das Artists gemeinsame Sache mit Alkoholherstellern machen.

00:40:44: Hohe Wellen schlug vor einigen Jahren auch der Vertretbarkeitsdiskurs um die sogenannte Red Bull Music Academy.

00:40:50: In den letzten Jahren kündigte das Berliner Label Live from Earth die Kooperation mit Red Bull wegen rechtspopulistischer Äußerungen des damaligen Firmenchefs Dietrich Mattischitz.

00:41:01: Eine ganz ähnliche Debatte haben wir ja erst vor wenigen Monaten erlebt, da hatte Kohl Savasch auf der Weihnachtsfeier im Tesla-Werk in Grünheider ein Konzert gespielt und dafür sehr viel Kritik eingesteckt.

00:41:13: Viele seiner Fans nahm es dem King of Rap ziemlich übel, dass er sich gegen Geld für dreißig Minuten zum Hof nahe des Elon Musk schon Hofstados gemacht hatte.

00:41:22: Werbung ist nicht gleich Werbung!

00:41:24: Natürlich besteht ein erheblicher Unterschied zwischen einer Zusammenarbeit mit Viva con Aqua und einer Kollaboration mit Nestlé, und Rheinmetall ist nicht Patagonia.

00:41:35: Mancher Deal kann mühsam aufgebaute Karrieren oder die Integrität von Institutionen beschädigen oder sogar zerstören.

00:41:42: Beim Thema Integrität muss ich quasi zwangsläufig an die Musikmedienlandschaft denken, die in dieser Episode bisher ziemlich unterbeleuchtet geblieben ist.

00:41:51: Auch sie isst in den letzten Jahren durch prekäre Rahmenbedingungen immer stärker in Abhängigkeiten von Brands geraten – wir haben diese Problematik in unserer Episode V im März-Werzehntausendspiel schon einmal etwas ausführlicher besprochen!

00:42:05: Die Lücken, die der in weiten Teilen weggebrochene klassische Musikjournalismus hinterlassen hat sind im Online-Zeitalter von Corporate Formaten geschlossen worden.

00:42:15: Apple und Amazon produzieren eigene Formate – die Telekom sponsert einen Tanzmusikpodcast.

00:42:21: des Internationale Magazin Resident Advisor ist zugleich eine Art Ticketing-Plattform!

00:42:25: Und natürlich hat auch Red Bull die Szene mit einem eigenen Kulturmagazin gekapert für das etliche renommierte Musikjournaalistinnen geschrieben haben….

00:42:33: Man kann einige dieser Formate sicherlich als schnöde Werbe- und PR-Tools ansehen, darf dabei allerdings nicht vergessen wie abhängig selbst der in Anführungsstrichen herkömmliche Musikmedienmarkt von der Gunst seiner betuchten Partner ist.

00:42:49: Ein Großteil der Werbeplätze im Musikmagazin und anderen musikbezogenen Medien wird traditionell von Plattform oder Markenanspruch genommen die sich mit dem entsprechenden Genre assoziieren.

00:43:02: Dadurch kann ein Klima entstehen, in dem sich Musikredakteur innen und wenn auch nur indirekt an den Wünschen der WerberInnen orientieren.

00:43:10: Also Geschichten aufgreifen die für einen Werber vorteilhaft sind oder ja unvorteilhafte Geschichten weglassen Mal ganz abgesehen davon dass man ungern am Ast sägt auf dem man sitzt.

00:43:21: Ein Coldplay-Verriss neben einer Coldplay Albumwerbung sieht zugegebenermaßen einfach naja komisch aus.

00:43:31: Sie haben ja super viel über die negativen Aspekte von Brandkooperationen im Musikökosystem gesprochen.

00:43:38: Abschließend bringt sich mir dann natürlich so ein Stück weit die Frage auf, was einen echten Win-Win-Deal zwischen Brands und Musikbranchenplayern – falls es den denn überhaupt gibt – letztendlich ausmacht?

00:43:50: Was meinst du dazu

00:43:50: Alex?".

00:43:51: Ja, um als Brand bei den Mitgliedern einer bestimmten Musikkultur zu landen sollte man sich ein Mindestgrad an Kultursensibilität antrainieren und sich ausführlich mit dem entsprechenden Genre Codex beschäftigen statt billige Klischees zu reproduzieren.

00:44:07: Was die Jungs von Brain and Dead im folgenden Take ausgeführt haben gilt im Grunde genommen für sämtliche Genrebiotope jenseits des Metal genauso wie für das Metal-Biotop.

00:44:18: Eine Marke glaubhaft, diese Umfelds zu platzieren ist gar nicht so schwer.

00:44:22: Ich glaube allen voran darf man jetzt nicht anfangen irgendwie mal ganz kurz sich ein bisschen mit Metalheads auseinanderzusetzen und versuchen irgendwie ihre Coats und ihre Darstellung zu kopieren und sich dann so ein bisschen wie der uncool Papa oder uncool Onkel irgendwie anzubiedern.

00:44:35: das ist ganz wichtig.

00:44:37: Viel wichtiger ist dass man irgendwie sehr offen und neugierig in die Szene reingeht viel reinhört guckt, wo ein echter Neid sein könnte.

00:44:45: Was könnte man als Marke ermöglichen?

00:44:46: Wo könnte man den Fans oder auch den Bands und die Festivals unterstützen?

00:44:50: Und ihnen versuchen irgendwas zu bieten in irgendetwas zu ermöglichern, was sozusagen ohne die Marke nicht möglich

00:44:55: wäre.".

00:44:57: Stärzt sich unnötig aufzudrängen und dabei gegebenenfalls das wertvolle Gut Musik in den Schatten gebrandeter Riesenräder zu stellen, sollten Marken also versuchen, sich an der Basis nützlich zu machen damit Kultur auch jenseits der großen Bühnen weiterleben kann.

00:45:13: Das kann zum Beispiel bedeuten, dass man Bandcontests mitveranstaltet.

00:45:18: Dass man das NachwuchskünstlerInnen ermöglicht in gut ausgestatteten Studios aufzunehmen oder Streetgigs auf die Beine stellt.

00:45:26: Natürlich können auch große Künstlerinnen zuweilen Unterstützung bei der Umsetzung spektakulärer Moves gebrauchen.

00:45:33: Wenn eine erfolgreiche Band im Zuge ihres Album-Releases mit einer sieben mal sieben Meter großen Fassadenwerbung mitten auf der Reeperbahn auftrumpfen möchte, dafür aber nicht das nötige Kleingeldparat hat und gut damit leben kann dass in einer Plakatekke ein ganz dezenter Sponsorenhinweis gegeben wird ist ein Deal mit einer moralisch vertretbaren Brand doch tatsächlich Win-Win Situation.

00:45:57: Ich musste auch an Bad Bunny denken, der seine Partnerschaft mit Adidas kürzlich dafür nutzte ein eigenes Archiv in Puerto Rico zu eröffnen, indem über eine hundertfünfzigteils unveröffentlichte Sneaker Designs ausgestellt wurden wie einem Kunstmuseum.

00:46:13: Im Best Case haben Kampagnen auch einen Mehrwert für das Publikum dessen Erlebnis durch die Kampagne verbessert und durch zusätzliche Ressourcen aufgewertet wird.

00:46:23: Dazu hören wir noch mal Sascha!

00:46:24: Ein

00:46:25: Paradebeispiel für eine Marke, die jetzt nicht explizit Metal ist.

00:46:31: Die es aber perfekt geschafft hat, ist Kaufland auf dem Wacken.

00:46:34: Die haben mit einem Tausendreinhalb Quadratmeter großen Markt direkt auf den Campinggelände ein existenzielles Problem der Metalheads gelöst – die Versorgung und was relativ... Geil daran ist, dass sie keine Extrafestival-Aufschläge verlangen.

00:46:47: Das heißt es ist ein ganz normaler in Anführungszeichen ehrlicher Service.

00:46:51: da ist kein großes Marketingsprech drin.

00:46:53: die versuchen nicht sich anzubiedern sondern die haben sich einfach angeschaut.

00:46:56: was brauchen die Leute und wie können wir das als Marke irgendwie besetzen beziehungsweise ein Problem lösen?

00:47:01: Deshalb hat die Telekom letztendlich sehr ähnlich gemacht.

00:47:03: mit dem weltweiten Livestream den Sie davon wackeln haben oder von anderen Festivals haben sie dann eine Image was eben das bedürfende Datei habe als Infrastruktur löst, beziehungsweise das auch dann einfach noch aufbaut.

00:47:17: Da geht es aber manchmal nicht nur um Funktionen sondern auch eine kulturelle Intelligenz.

00:47:23: Ein Regencape von American Spirit schützt mich akut vor Wetter-Einbrüchen, eine geschenkte Powerbank lässt sich mit meinem Camp in Kontakt bleiben.

00:47:32: Ein kostenloser Trinkwasserstand meintet wegen einer Versicherung.

00:47:36: Er spart mir die Wanderung ins benachbarte Dorf des Festivals und ein gratis Fotoautomat hilft mir, unvergessliche Erinnerungen festzuhalten.

00:47:44: Brands sollten ehrlich auf die Bedürfnisse der Fans eingehen – genauso wie sie auf die bedürfnisse ihrer Botschafterändern eingehen sollten!

00:47:51: In den letzten Jahren sind immer mehr Agenturen aus dem Boden geschossen, die versuchen Brücken zwischen Artist und Brandseite zu bauen und für ein besseres gegenseitiges Verständnis zu sorgen.

00:48:03: Im Hip-Hop Bereich gibt es da zum Beispiel die Unternehmensberatung The Ambition ,die letztens einen Score veröffentlicht hat in dem aufwendig ausgewertet wird welche Marke angeblich wie Hip Hop ist.

00:48:15: Dieser Score soll die kulturelle Relevanz für Marken messbar und vergleichbar machen.

00:48:21: Und ist sicherlich auch ein guter Ratgeber für Artists, um sich im Vorfeld eines Deals über den potenziellen Partner zu

00:48:27: informieren.".

00:48:27: Und das sollten Sie definitiv immer tun bevor sie sich unnötig von einer Brand vereinnahmen lassen – und dies im Nachgang vielleicht sogar bereuen!

00:48:36: Je mehr kreative Kontrolle im Verlauf einer Kampagne beim Artist liegt desto besser und desto authentischer ist sie auch.

00:48:43: Ganz wichtig Werbliche Instagram-Posts müssen laut Gerichtsurteil auf den ersten Blick erkennbar sein.

00:48:50: Und noch wichtiger, man sollte sich niemals von der schnellen Sichtbarkeit blenden lassen die eine Kampagne mit sich bringen kann weil sich diese Sichtbarigkeit in der Regel – Zitat Judith Holofernes – nicht in etwas übersetzen lässt was tatsächlich von Wert ist!

00:49:03: Aus Künstlerinnen Perspektive verbindet die bestmögliche Kampagne letztendlich ästhetische Qualität, ein flaches Machtgefälle zwischen Artist und Brand, eine positive Publikumswahrnehmung und einen langfristigen Effekt auf die Kultur mit logisch einer angemessenen Summe an Geld.

00:49:22: Und verkraftbar ist erst mal alles was sich stimmig anfühlt findet zumindest Danny Fromm.

00:49:28: Legitär ist eine Einnahmequelle in meinen Augen immer dann, wenn man sich für das Geld, dass man da kassiert nicht verbügen muss.

00:49:34: Oder die Grenzen liegen muss natürlich jede Person für sich entscheiden.

00:49:37: Für mich als Kunde oder von außerhalb spielt Authentizität da die Hauptrolle.

00:49:42: Wenn jemand, der gerne Tiefkühlkitzer ist und seine Fresse auf den Pizzakarton drucken lässt, finde ich das glaubwürdig.

00:49:48: Wenn einer der Shisha raucht, Shishataback verhückelt ... Ja Mai!

00:49:50: Warum denn nicht?

00:49:51: Wenn eine, die als Beauty-Influencerin angefangen hat, Kosmetik verkaufen will bitte.

00:49:56: Ich traue da sogar so eine gewisse Kompetenz zu.

00:49:59: Genauso wenn sie do Gras verkauft.

00:50:02: Auf mich wirkt halt immer sehr seltsam, wenn ich keinen Bezug sehe zwischen beworbenem Produkt.

00:50:08: In diesem Punkt sind sich Dani und Saarje ziemlich einig.

00:50:12: Ich glaub, Unabhängigkeit bedeutet heute weniger ohne Partner zu arbeiten sondern die richtigen Partner zu wählen und die eigene Haltung dabei nicht zu verlieren weil die Realität ist halt auch kulturelle Formate brauchen Ressourcen um sichtbar zu sein und zu wachsen Und ich glaube die entscheidende Frage ist deshalb nicht mehr Sponsorship oder Nicht Sondern wer kontrolliert Die Narrative.

00:50:38: auch in dieser Kultur, wenn Kulturakteure ihre inhaltliche Führung behalten und Partnerschaften strategisch eingesetzt werden kann echte Unabhängigkeit weiterhin existieren weil es auf Augenhöhe stattfindet.

00:50:53: Aber sie ist halt einfach bewusster, kuratierter und anspruchsvoller geworden.

00:50:58: die Zusammenarbeit

00:50:59: hier."

00:50:59: Mit besagter Unabhängigkeit von Marketing getriebenen Finanziers wie wir im Laufe dieser Folge immer wieder gesehen haben, natürlich so eine Sache.

00:51:09: Die wunderbare Dani Fromm hat in ihrem Abschlussplädagier nochmal sehr eindringlich darauf hingewiesen, dass es selbstverständlich Geldgeber in einen Jenseits der Werbewelt braucht um einer diverse bunte Unangepasste und sich nicht völlig dem Neoliberalismus beugendem Musikfeld am Leben zu

00:51:27: halten."

00:51:34: kann und darf eine nachhaltige Kulturförderung einfach nicht ersetzen.

00:51:38: Und was die Lerntöpfe betrifft, in denen finden sich ja immer wieder erstaunliche Summen sobald deine wirkmächtige Lobby auf den Plan tritt und die Hand auffällt.

00:51:45: Ich schätze, die Kultur müsste wirklich schleunigst anfangen, die eigene Interessenvertretungen besser zu organisieren.

00:51:51: Aber ehrlich gesagt, ich habe wenig Hoffnung, dass das gelingen würde!

00:51:54: Wenn wir alle drauf wären wie Autofarmer oder Waffenlobbyistinnen, dann werden wir ja Businessmenschen geworden und keine Kultur schaffen.

00:52:02: Amen Andererseits häufen sich in den letzten Jahren die Anlässe, in deren Rahmen kulturschaffende und businessmenschen aufeinandertreffen.

00:52:11: Denken wir nur mal an die alljährliche und wahlweise von CUPRA oder Leuchtturm unterstützte Spotify All Yours Summit bei der wir im Kreis unserer kultur schaffenden Friends zugegebenermaßen eine gute Zeit haben!

00:52:24: Die Moralkeule zu schwingen ist in Anbetracht der ökonomischen Realitäten beinahe naiv eben weil die Symbiose zwischen Kreativwirtschaft und Werbewelt unsere Branche am Leben hält.

00:52:35: Und mit Verantwortung daran hat, dass wir alle Freitag für Freitage in den Genuss guter neuer Musik kommen.

00:52:41: Dennoch gibt es Grenzen.

00:52:43: Grenzen des guten Geschmacks der Vereinbarkeit, der Moral auch des Verantwortungsmissbrauchs – diese Grenzen gilt es zu wahren!

00:52:52: Sonst erleben wir eines Tages glattgebügelte Artists auf glattgebügelten Festivals, die mit einem Monster-Energie in der Hand und einem großen XXL-Lutzlogo auf der Brustwerbe-Jingles für Katar Airbus einsingen.

00:53:04: Und das möchten wir wirklich ungern erleben?

00:53:07: Auf gar keinen Fall!

00:53:08: In diesem Sinne wird es dringend Zeit für einen Themenwechsel Alex am besten zu unserer Lieblingskategorie unseren guten News, unserem Fundstück aus der Musikbranche das Hoffnung und gute Laune macht.

00:53:20: Alex du hast uns was mitgebracht, erzähl mal!

00:53:22: Ja ich bin über eine News bei unseren Partnerinnen von Musikwoche gestolpert und zwar setzt Universal Music in Deutschland bei lokalen Vinylveröffentlichungen ab sofort standardmäßig auf Bio-Vinülpressungen.

00:53:36: Dazu arbeitet das Unternehmen mit der Edeltochter Optimal Media zusammen.

00:53:41: Man versucht, Zitat die Umweltbelastung in der physischen Musikproduktion zu verringern.

00:53:46: Vielleicht haben die lieben Leute von Universal ja in unsere Vinyl-Episode reingehört?

00:53:51: Oder in den Nachhaltigkeitsfolge, die wir euch hiermit auch nochmal dringend empfehlen wollen!

00:53:55: Jedenfalls klingt es definitiv nach einem Schritt in die richtige Richtung... Damit sind wir am Ende dieser sechsenzwanzigsten Episode Repa-Bahn Festival Deep Dive angelangt.

00:54:07: Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei unseren wunderbaren GästInnen, Thayet Havasoli, Dani Fromm, Sascha Winkler und Konstantin Hochwald.

00:54:15: Danke an jede einzelne Person da draußen die sich diesen Podcast angehört hat!

00:54:20: Und an unser wunderbares Team hier bei German Wahnsinn im Studio An Luisa Michi Lu Haio Dominik.

00:54:28: Danke natürlich an Lisa und das Musikwoche-Team.

00:54:31: Und natürlich an dich, Bestelina!

00:54:32: And last but not least an dich Alex.

00:54:34: ist es wie immer ein Fest mit dir.

00:54:37: Lasst uns doch gerne eure Meinung zur Folge oder eine Bewertung da.

00:54:41: Ihr wisst auf der Streaming-Plattform eures Vertrauens empfehlt die Folge weiter und gebt uns gerne Feedback oder Ideen rein per E-Mail an deepdive kleinunzusammen et reberbandfestival Kleinunsusammen.com.

00:54:54: Wir freuen uns sehr über Nachrichten.

00:54:55: Reperbahnfestival Deep Dive ist ein Podcast der RBX-GmbH und wird präsentiert von Musikwoche.

00:55:02: Redaktion und Recherche, Alex Barbian und Lina Burghausen.

00:55:06: Produktion, Produktdesign und Vermarktung, Christina Schäferst, Luisa Blotzki, Lou Böhm und Michael Götting Studio German Wahnsinn!

00:55:15: Mit besonderem Dank an den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

00:55:19: Wir hören uns ganz bald wieder bis dann.

00:55:21: Ciao.

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